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Heilen mit Runen

#16
Energetisch erlebst du die Runen in ihrem "Dämonium", wenn du den Stamm (die Is Rune) die in den meißten Runen des 18ener die zentrale Säule ausmachen - legst. Also waagerecht.

Vorweg die Aufklärung: Die I-Rune hat nicht das Geringste mit dem Ich des Menschen zu tun, das ist eine freie Erfindung der Guido-List-Schule.

MARBYS RUNEN-GYMNASTIK

Eingangs sollte betont werden, dass Marbys Empfehlungen im Zusammenhang seiner R.-Gymnastik nicht in Abrede gestellt werden sollen, die da wären: Bewegung, bewusste Atmung, Darmspülungen usw.. Aber hier soll es ja um Runen-Übungen gehen und nicht um allgemeine Gesundheitsratschläge und Binsenweisheiten der Gesundheitsvorsorge ! Marby schreibt auf Seite 101 in „Marby-Runen-Gymnastik“, 1932: „Runenübungen, die einzige echte Gebetsform. Der Mensch Antenne und Sender. Der Mensch hat es in der Hand,, durch Stellung und Lageveränderung seinen Körper in bestimme Richtung zu bringen. Wenn er das bewußt tut und dabei noch die bestimmten Worte spricht, so macht er sich damit für bestimmte Strahlen, Wellen und Kräfte leitend und aufnahmefähig.“ Möglicherweise ist der Mensch tatsächlich Sender und Empfänger von elektromagnetischen Schwingungen, doch ob durch unterschiedliche Körperhaltungen dieses Senden und Empfangen veränderbare wesentlich unterschiedliche Qualitäten annehmen könnte, ist nicht zu glauben. Selbst wenn man davon ausgehen möchte, dass unterschiedliche Körperhaltungen, vereint mit unterschiedlichen Intonierungen, wesentlich differenzierende elektromagnetische Wellen auszusenden und zu empfangen ermöglichte, so ist doch nie eine Untersuchung erfolgt, von welcher Qualität und Quantität diese wären -, was also diese exakt bewirken könnten. Man muss mithin resümieren: Wenn überhaupt ein Flug stattfindet, dann lediglich ein Blindflug !

Die I-Runen-Übung

In genannter Marby-Schrift auf Seite 105 bespricht er die I-Runenübung, bei der „im Ganzen: militärische Grundstellung“ angenommen werden soll, also: „Aufgerichteter Körper, Augen gerade aus, Kinn angezogen, Schultern leicht hochgezogen, Brust gewölbt, Kreuz hohl, Leib eingezogen, Knie durchgedrückt…“. Marby, ohne jegliches medizinisch-physikalisches Wissen, empfiehlt hier die Kasernenhofstellung, welche so kein moderner Physiotherapeut anraten würde. Ich weiß von was ich rede, ich bin vom Fach. Die wie auch immer, hochgezogenen Schultern sind z.B. genau das Gift, welches die Nackenverspannungen im Trapez-Muskel hervorruft ! Und diese verkrampfte Haltung - zusammen mit „leise das ,i’ singen“ - soll nach Marby folgendes bewirken: „Kräftigung des Körpers, Befreiung von Schlacken, Befreiung von seelischen Hemmungen, Stärkung des Ich-Bewusstseins, allgemeine Verjüngung.“ Das Gegenteil ist jedoch partiell der Fall, denn diese Haltung in gewisser Dauer eingenommen, verursacht Schlackenablagerungen von Milch- und Harnsäure-Stoffwechselendprodukten, sogenannte Myogelosen, im Schulter-Nackenraum. Seinen Unsinn steigert Marby in fast unerträglicher Weise auf Seite 107 mit folgender Ausführung: „Es gilt vor allen Dingen erst auf eine bewußte Ich-Richtung den Körper einzustellen und sie im Körper auch im Klange sich auswirken zu lassen. In der aufrechten bewußten Körperhaltung haben wir die militärische Grundstellung vor uns, ein Beweis dafür, daß in dem Schulungssystem des alten Heeres noch etwas von den alten Runenübungsmethoden erhalten war. Aber durch diese Stellung wurde hier lediglich erreicht, den Körper der Rekruten und Soldaten zu einer aufnahmefähigen Antenne zu machen. Was also im preußischen Heere damals gepflegt wurde, war schon Runen-Magie….“
Im preußischen und in sämtlichen anderen Heeren wurde sinnvoll oder weniger sinnvoll versucht, die Männer körperlich zu ertüchtigen und sie zu möglichst kritiklosen Empfangsantennen für Befehle von oben zu trainieren, aber mit Runenübungen hat das alles rein nichts zu tun. Mit folgender Krönung schwärmerisch-wirrer Assoziationen endet Marbys Artikel über die I-Runen-Übung: „Die I-Runen-Übung und ihre Auswirkungen sind erklärlich … darin, dass der Mensch zum lebendigen Stabmagneten wird, der alle Ströme anzieht aus der Richtung, in der er gestellt ist. – Gleichzeitig ordnen sich die Abstrahlungen des stofflichen Körpers. Sie werden gerichtet, lebhafter. Sie geraten in Schwingungen, in ein feines Leuchten. Die leuchtende Aura, das Strahlenkleid der Heil-Ich-en beginnt sich zu bilden. (Viele Dinge werden nun klar: Heiligenbilder mit Strahlenkranz, Nordlicht, Lichterscheinungen bei keimenden Samen usw.)“

Und der gesamte Unsinnswust von der strammen Haltung des „i“-summenden „Runen-Ich-Menschen“ nur deshalb, weil ein Guido List in seinem Buch „Das Geheimnis der Runen“, 1907, die „Eis-Rune“ (i-Rune) in völlig haltlos freier Erfindung zur „Ich-Rune“ erklärt hatte ! Marby erwähnt die Quelle aus der er seine „Runenweisheiten“ hinsichtlich der Runenerklärungen schöpfte, nämlich die Schriften des Guido List, so weit ich sehe nicht, um den Anschein der Wissenschaftlichkeit möglichst zu wahren. So bringt er in „Runenschrift, Runenwort, Runengymnastik“, 1932, zwar in seiner Runen-Tafel-Anhang unter Nr. 11 die 18er-Runenerfindung des G. List, aber bespricht sie auf den Seiten 45-55, wo er auf die diversen Runen-Systeme eingeht, nicht. Auf den Seiten 74/75 aber ist er deutlich: „Wir werden zu einer ichbewussten Säule, zur Ich-Rune selbst, in täglichem Meistern dieser Strömung …. dass man in der Ich-Runenstellung im Freien diese Rune raune….“ Nicht der antike Runen-Schöpfer, noch einer der alten Erilari, jener mittelalterlichen Runen-Magier, hat jemals bei der Eis-Rune an eine menschliche Antenne gedacht, sondern an einen Eiszapfen oder/und an einen im Tode erstarrten Leichnam, denn Eis war die nordische Metapher für den Tod. F.B. Marby baute seine Verschrobenheiten auf verschrobenem Grund auf --, so armselig fern allen echten Runen-Weistums schwirrt der Marby-Hokuspokus im Haltlosen ! Aber selbst auch bei den Runenzeichen, die von List-Marby korrekt interpretiert werden, wie beispielsweise das blitzförmige Sonnen-Sinnbild (s-Rune), warum sollte sich ein runeninspirierter Sonnenanbeter in eine derart verschränkte Körperhaltung zwingen, mit einem erhobenen, einem gesenkten Arm und einem angewinkelten Bein, um dann den „s“-Laut zu summen ?! Warum sollte diese alberne Aufstellung „energetisch“ erfolgreicher sein als die Normalhaltung des freien, gesunden Menschen ? - Wer, wie Marby und Konsorten, die Runen nicht im Sinne ihres altgermanischen Schöpfers versteht und gebraucht, der mag mit neuzeitlichen Symbolen gleich welcher Art arbeiten, er benötigt dafür keine Runen, die uns in ihrem unverfälschten, puristischen und fundamentalistischen Urverständnis ein heiliges Ahnen-Vermächtnis sind.

Licht-Grüße von Gerd-Guntram


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#17
Ich bin totaler Neuling in Punkto Runen.. Könnte mir jemand erklären wo ich neutrales Wissen darüber finde oder welche 'berühmten' man kontaktieren könnte die sehr erfahren sind?

Aufgewacht von der Lüge des Lebens bin ich selber, durch rationales denken und schlussfolgern. Nun würde ich gerne meine rechte Gehirnhälfte und damit mein EQ erhöhren bzw die Zirbeldrüse also das dritte Auge öffnen. Hab kürzlich angefangen zu meditieren und wäre sehr dankbar für aufschlussreiche Antworten Smile
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