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Germanischer Glaube

#1
In tiefer Ehrfurcht erkannten unsere Ahnen, die Germanen, das Göttliche an. Voll heiliger Scheu fühlten sie eine Abhängigkeit von höheren Mächten, deren Waltung sie in er Natur und im Menschen erlauschten. Unsere Ahnen, die Germanen, hatten das tiefe Bedürfnis, ihr Leben nach dem Willen der Götter zu ordnen. In Zeiten des Glücks brachten sie an heiligen Orten den Göttern ihren freudigen Dank zum Ausdruck.

Das waren keine heiligen Orte, wie wir sie heute durch die Kirche kennen. Kein zugemauerten, zum Teil dunklen, Bauten. In Mauern konnte man keine Götter von himmlicher Größe einsperren. Nein, es waren Lichtungen in Wäldern, Haine, Berge, Quellen oder wunderschöne Täler. Die Natur selber, die Werkstat der Götter war der Tempel der Germanen.

Der höchste Gott war den Germanen ein Vater, der Urvater oder auch Allvater. EIn Vater der den Lebenden Heil und Sieg bescherte und die Sterbenden in seine Wohnstätte aufnahm. Der Tod war für die Germanen der Heimgang, die Rückkehr zum Vater.

Dem Allvater zur Seite stand die höchste weise Göttin, die Mutter, Allmutter oder Urmutter in leuchtender Schönheit.

Die Germanen sahen die Götter als den Himmel, schaffend, waltend, lenkend, Luft, Feuer und Wasser beherrschend und die Göttinnen als Erde, nährend, spinnend, ackerbauend, schön, geschmückt und liebend.

Die Germanen sahen im Wirken der Götter ein einheitliches Prinzip und folgten, wenn man es auch nicht auf den ersten Blick zu fassen vermag, indirekt dem monotheistischen Glauben. Auch wenn es viele Götter gibt, wie Wuotan, Donar, Zio, Fro, Paltar, Loki und Göttinnen wie Fricka, Sippia, Ostara, Gart, Frouwa, Rahana und Hellia.

Der oberste aller Götter, der Allvater ist Wuotan. Wuotan sieht aus seinem Himmelsfenster auf die Erde nieder, verleiht Sieg und erfüllt Wünsche. Mit seinem gedankenschnellen Roß auf 8 Beinen, dem edelsten aller Tiere, reitet er auf Wellen und dem Wind und holt die Seelen der Helden in sein herrliches Schloß Walhalla. Ihm zur Seite stehen die Wallküren. Seine ständigen Begleiter sind die Wölfe Geri und Freki (gierig und frech) und die Raben Hyginn und Muninn (Gedanke und Erinnerung).

Sein Sohn Donar, gezeut mit der Mutter Erde und deshalb Himmel und Erde verknüpfend, ist der Gott des Luftkreises, der Wolken und des Regens. Zugleich ist er der König der Erde. Er ist ein schlanker, kräftiger, rothaariger Jüngling auf einem von 2 Böcken gezogenen Wagen, der sich mit Wetterstrahl und rollenden Donner ankündigt. Sein ist der Keil, der als Blitz durch die Lüfte fährt und auf Erden einschlägt. Sein ist der gewaltige Hammer, mit dem er Berge und Felsen zerschmettert, aus Zorn gegen die Riesen. Donar hegt ein innigstes Wohlwollen seinen geliebten Manschen gegenüber, deren Seelen er freundlich und freudig in seiner Halle willkommwn heisst und bewirtet. Nach ihm heißt noch heute das aufprallen der Wetterfronten Donner und ihm ist der fünfte Tag der Woche geweiht, der Donnerstag.

Wuotans zweiter Sohn und Donars Halbbruder ist Zio, der Gott des Schwerts. Zio ist tapfer und kampfbegierig, wie Donar, jedoch ist er grausam und blutdürstig.

Ganz entgegengesetzt ist Fro, der frohe und frohmachende, der heilige Herr, der Gott der Liebe und der Ehe. Von ihm leitet sich die Bezeichnung Herr ab. Fro schafft Freude und Wonne.

Der schönste und glänzendste Gott jedoch ist Paltar. Er, Wuotans Sohn und Donnars rechter Bruder, ist der Gott des reinen, milden Sommerlichts. Seinen frühen Tod wird Loki anstiften. Er wird die Götter und Natur in tiefste Trauer versetzen. Loki ist der Gott der Finsternis, der feindseligen Elemente, der dereinst die seligen Götter vernichten und Himmel und Erde verderben wird.

Unter den Götinnen ist Fricka, die auch Nirdu genannt wird, die Mutter Erde und die Gemahlin des Himmelskönigs Wuotan. Frickas Beiname ist Holda, die noch heute den meisten Menschen als Frau Holle bekannt ist. Sie ist ein mildes, freundliches und holdes Wesen. Sie kennt aller Menschen Schicksal und ist die Näherin und Verfolgerin aller Geschlechter. Fricka führt die Aufsicht über den Feldbau und den Haushalt. Sie ist die Schirmherrin von Flur und Herd. Wenn sie ihr Bett aufmacht und dabei die Federn aufschüttelt, schneit es auf Erden.

Donars Gemahlin ist die goldhaarige Sippia. Sippia spendet dem Getreide volle Ähren und den Bäumen reiche Frucht. Donars Schwester ist Ostara, die Göttin des strahlenden Morgens und des wiederkehrenden Frühlings.

Fros Gemahlin ist Gart, ursprünglich die Riesin des Nordlichts. Seine Schwester ist Frouwa, die im Wesen Fro gleicht und auf ihrem von Katzen gezogenen Wagen seine erfreuenden Umzüge begleitet.

Die Göttin des Meeres ist Rahana. Rahana zieht die Ertrunkenen in ihrem Netz an sich und führt sie in ihren goldstrahlenden Palast.

Die halb schwarze, halb menschenfarbige, grauenvolle Tochter Lokis ist Hellia. Sie ist in jeder Hinsicht Lokis Ebenbild. Hellia ist die Göttin der Nebelwelt und die Mutter der unbändigen Eisriesen.

Neben den Göttern gab es für die Germanen Helden, Riesen, Schlachtjungfrauen, Wasserjungfrauen, Waldweiber, Wichte, Elben, Zwerge, Kobolde und viles mehr. Die ganze Natur erschien den Germanen lebendig, belebt und heilig. Sie achteten die Natur mit all ihren Wesen hoch und ehrwürdig.

Für die Germanen waren die Götter sterbliche Wesen. Sie werden erzeugt und geboren, haben eine menschliche Gestalt, eine menschliche Sprache, menschliche Sitten und Bedürfnisse. Um an einem Ort zu wirken, müssen sie sich an diesen Ort begeben, sie essen, trinken ermüden, schlafen, hassen, lieben, weinen, lachen, zürnen, jauchzen, können verwundet werden und können sterben. Sie sind Menschen! Doch Menschen höherer Natur und von beispielloser Größe. So ißt Donar einen Ochsen, 8 Lachse und süßes Geschleck an einem Abend und schlägt mit seinem Hammer drei große viereckige Täler in einen Felsblock.
Auch können sie Götter ihre Form wandeln. So wandelt sich Wuodan zu Schlange oder Adler. Loki nimmt die Gestalt einer Fliege an um durch ein Schlüsselloch zu kriechen oder eines Lachses um sich im Wasserfall vor den Göttern zu verbergen und verwandelt die Göttin der ewigen Jugend in eine Nuß, um sie einem feindlichen Riesen zu entführen.

Im nächsten Beitrag berichte ich über die Entstehung des Universums.
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#2
Ich würde mich sehr freuen, mehr von Dir über die deutsche Mythologie lesen zu dürfen. Es ist richtig klasse zu lesen und sehr informativ. Freue mich schon auf den nächsten Beitrag Smile
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#3
Wie mächtig sich unsere Ahnen die Götter vorstellten, zeigt folgende Geschichte.

Thor (Donar) klopfte bei den mächtigsten aller Riesen an und bat um einlass. Der Riese antwortete, er würde nur demjenigen Einlass gewähren, der sie im zweikampf besiegen würde. Thor behauptete, er könne schneller und mehr als jeder Riese essen. Darauf gab es einen Wettstreit. Er ging auf die eine Seite von einem gewaltigen Tisch voll mit Essen, ein gigantischer Riese auf die andere. Im Wettstreit trafen sich beide in der Mitte des Tisches. Thor dachte, er hätte es zumindest dem Riesen gleich getan, doch wie überrascht war Thor, als sein Gegener nicht nur das Essen sondern auch noch den halben Tisch und auch die Knochen vertilgt hatte.

Thor wurde zornig und forderte die ganze Methalle der Riesen zum Wettstreit heraus. Er behauptete, er könne mehr und schneller trinken als jeder Riese. Man holte ihm ein riesiges Trinkhorn und reichte es ihm. Thor trank, doch soviel er auch trank, das Wasser aus dem Horn nahm kein Ende. Die Riesen glucksten und lachten über ihn.

Thor glaubte auch diesen Wettstreit verloren und forderte wutentbrannt die Riesen zum Ringkampf heraus. Aus den Reihen der Riesen schleppte sich eine alte, bucklige Frau hervor, die seine Herausforderung annahm. Sie schlürfte auf ihn zu und es kam zum Ringkampf zwischen Thor und der Alten. Doch so sehr Thor sich auch bemühte, er konnte die bucklige Alte nicht bezwingen. Gesenkten Hauptes machte sich Thor daran, die Städte der Riesen zu verlassen. Er war beschähmt und gedemütigt wurden. Plötzlich sagte einer der Riesen: "Hätten wir gewusst wie mächtig Du bist, hätten wir Dich nicht hereingelassen, denn wir hätten uns vor Dir gefürchtet.".

Thor hatte nicht mit den Riesen gekämpft, sondern mit den Naturgewalten selbst. Er hatte gegen das Lauffeuer um die Wette gegessen. Er hatte aus einem Horn getrunken, das mit dem Meer verbunden war und mit jedem Schluck den Meeresspiegel um 3 Zentimeter verringert und er hatte mit dem Alter selbst gerungen!
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#4
Der höchste Gott war den Germanen ein Vater, der Urvater oder auch Allvater. EIn Vater der den Lebenden Heil und Sieg bescherte und die Sterbenden in seine Wohnstätte aufnahm. Der Tod war für die Germanen der Heimgang, die Rückkehr zum Vater.

DER WAHRE HERR DES RINGES

Weder von Silber, noch von Gold,
ist aller Ringe köstlichster Ring.
Seine wahre Weisheit ist Gutem hold,
der heilige Ring ist ein geistiges Ding !

Der Herr des Ringes ist einer allein,
der schmiedete ihn in geistiger Glut
und zauberte runische Macht darein,
gegen die schändliche Thursen-Brut.

Nichts ahnte Tolkin von Ringes Macht,
„The Lord of the Rings” ist Fantasie -,
was er an Märchen zusammengedacht,
ist Saga-Gemengsel, das gab es nie !

Des Ringes Walter ist Wodan nur,
der alte Geistgott dem keiner gleicht.
Wer immer ihm folgte in treuer Spur,
den hat er im Ring seiner Kraft geeicht.

Wodan, als Ganzheit der Seelen-Kraft,
weiß jedes Rätsel, kennt jeden Grund,
nimmt seine Jünger in liebende Haft,
lehrt sie den Weltkreis im Runenrund.

Nicht Tolkins Texte und Filme-Geplärr,
vermitteln die wahre uralte Magie.
Bemühst du dich, wirst du Ringes Herr,
lässt du zu, dass Wodan in dir gedieh !

Ergreife dein Erbe, der Ahnen Hort,
den wahren Mythos im runischen Ring,
du stehst dann mitten im heiligen Ort
und hörst des Od-Gottes Runen-ODING.

Jul-Grüße von Guntram
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#5

Hat das irgendwas mit Nazi-Glauben zu zun?
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#6

Wenn ich solch eine Frage lese, weiss ich gar nicht, wie ich nett darauf reagieren soll. Leider hat man die Menschen in diesem Land so gehirngewaschen, dass sie selbt ihre eigenen Wurzeln leugnen und sie mit einem Regime verbinden, das damit nicht viel zu tun hat. Animismus ist der Naturglaube unserer Ahnen und das seit Jahrtausenden. Vor ca. 1000 Jahren wurde er durch das Christentum zerstört und die Heilkundigen als Hexen verfolgt.
Davon abgesehen. Wenn Du Angst vor Nazis hast, solltest Du einmal einen genauen Blick auf das aktuelle System werfen. Die Nazis waren Nationalsozialisten. Sie waren nicht rechts eingeordnet. 
Dazu passend ein Ausspruch von Ignazio Silone:


Zitat:Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.
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#7
iboris,es kommt zwar selten vor,aber deine Antwort spricht mir voll aus dem Herzen.
Ich finde diese Dummheit der Masse immer wieder erschreckend.

Hier ein Beispiel über die Nazis.

Bis in die 1930iger Jahren war es üblich das in Zoos/Tiergärten ganze "Negerdörfer"incl original Eingeborene ausgestellt wurden.Genau so wie die Tiere,diese Negerdörfer samt Bewohner wurden also genauso begafft wie Löwe,Zebra usw.
Nach 1933 hat Onkel Addi diese Negerdörfer abschaffen und in ihre Heimatländer zurückführen lassen.Begründung;Das ist entwürdigend was mit diesen Menschen angestellt wird.
Bevor jetzt wieder irgendwelche Idioten schreien,das das NS Propaganda sei,es ist historisch belegt,auch bei Hagenbeck gab es solche Dörfer. Big Grin
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#8

(27.07.2016, 07:34)Querdenker schrieb: iboris,es kommt zwar selten vor,aber deine Antwort spricht mir voll aus dem Herzen.
Ich finde diese Dummheit der Masse immer wieder erschreckend.

Also mir gefallen Deine Beiträge in der Regel :-) Manchmal bin ich anderer Meinung, aber das macht schliesslich ein Forum aus. Und aus meiner Sicht kann man viel in einem Diskurs lernen.
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#9
Ich habe nicht geschrieben das mir deine Beiträge nicht gefallen Smile
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#10
Der germanische Glaube ist ein wirklich faszinierendes Thema in das ich richtig eintauchen kann. Ich habe vor einigen Jahren den Roman Rheingold gelesen, der mich dieser Mythologie näher gebracht hat. Seitdem suche ich gute Buchtipps zu diesem Thema. Wenn ihr was habt, gerne PN an mich! Vielen Dank!
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#11
(15.11.2017, 10:51)VeraWe schrieb: Der germanische Glaube ist ein wirklich faszinierendes Thema in das ich richtig eintauchen kann. Ich habe vor einigen Jahren den Roman Rheingold gelesen, der mich dieser Mythologie näher gebracht hat. Seitdem suche ich gute Buchtipps zu diesem Thema. Wenn ihr was habt, gerne PN an mich! Vielen Dank!

Suchst Du denn Fachbücher oder Romane?
Als Roman würde mir: "Wyrd: Der Weg eines angelsächsischen Zauberers" einfallen.
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