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Auszug aus Tom Brown, "Das Vermächtnis der Wildnis"

#1

Auszug aus Tom Brown, "Das Vermächtnis der Wildnis"
 
„ ...Wir aber, die wir die Vision haben, eine Veränderung dieser Welt zu bewirken, wir haben keine andere Wahl, als in dieser Gesellschaft zu arbeiten, um eine solche Veränderung herbeizuführen. Wir haben genug von Umweltverschmutzung und Krieg und Haß und Vorurteilen und von der unentwegten Zerstörung der Erde. Wir blicken über die Fallen des Fleisches hinaus in eine Welt spirituellen Reichtums. Uns gibt das Leben mehr als jene Arbeitsmoral von neun bis fünf Uhr; unser Leben ist mehr als ein gehorsamer Tanz nach der Uhr, nach dem Diktat des Geldes und seichter Freizeitvergnügungen. Wir lassen uns führen von einer starken Vision, die die Menschen zur Erde zurückführen kann: zu den wirklichen Grundwerten und näher zum Geist. Jene, die eine Vision haben, wissen, daß sie nicht fortlaufen und sich verstecken können. Denn es gibt keine Winkel mehr, um sich zu verstecken. Wir wissen, daß wir unsere Vision in die Gesellschaft tragen müssen, sonst sind wir verantwortlich für die Zerstörung der Erde.
 
Jeder nach seinen Fähigkeiten, nach seiner Art, arbeiten wir daran, die Dinge zu verändern. Meinen Schülern sage ich, daß sie es sind, die Großvaters Vision aus meiner Schule hinaustragen in die Welt. Sie sind es, die in vorderster Front stehen und vor di unwissenden und gleichgültigen Massen hintreten müssen. Wenn sie meine Schule verlassen und nichts tun, dann stirbt die Vision. Doch wenn sie nur einen einzigen Menschen erreichen, dann lebt die Vision. Jeder hat die Fähigkeit, andere zur Erde zurückzuführen und zum Schöpfer. Dazu brauchen wir nicht unsere Arbeit, unsere Wohnung, unsere Familie aufzugeben, wie die Jünger es taten, um Jesus zu folgen. Jeder von uns hat jeden Tag Gelegenheit, einen anderen zu erreichen, ihn etwas zu lehren. Mit jedem Menschen, der zur Erde zurückkehrt, wird die Vision einer besseren Welt stärker, und der Geist-der-in-allen-Dingen-wirkt wird verändert.
 
Es gibt keinen Zweifel daran, daß wir die letzten Tage der Erde erleben - der Erde jedenfalls, wie wir sie kennen. Unsere eigene Mutter haben wir den falschen Göttern des Fleisches geopfert. Wir alle brauchen nur für vier Dinge im Leben zu arbeiten: für dauerhaften Frieden, grenzenlose Freude, unendliche Liebe und ein Ziel über unser Selbst hinaus. Die Gesellschaft lehrt, daß wir diese Dinge außerhalb von uns selbst suchen sollen, während diese Dinge in Wahrheit nur in uns zu finden sind. Die Habgier dieser Gesellschaft, ihre erbarmungslose Jagd nach den falschen Göttern des Fleisches und des Materiellen - das ist es, was die Erde zerstört hat und weiterhin zerstören wird. Wahrlich, wir sind eine Gesellschaft, die ihre Enkel tötet, um ihre Kinder zu nähren. Und was diese Einstellung betrifft, sehe ich wenig Veränderung.
 
Viele von uns, aus allen Bereichen des Lebens, aus allen Philosophien, Kulturen und sozialen Schichten stammend, erkennen, daß wir dabei sind, die Erde zu verlieren. Auch wenn wir manchmal verschiedener Meinung sind, kämpfen wir doch zusammen im größten Kampf der Geschichte. Wir müssen die Schlacht gewinnen, sonst ist alles verloren, und Großvaters Prophezeiungen werden wahr.
 
Es gibt kein Davonlaufen, kein Ausruhen für jene, die im Kampf stehen. Einst hat jemand gesagt: "Auf dem Felde des Zögerns lagen die verkohlten Knochen unzähliger Millionen, die sich am Vorabend des Sieges niederlegten, um auszuruhen - und ruhend den Tod fanden."
Es gibt kein Ruhen noch Rasten für uns, die wir die Erde lieben und unsere Kinder und Enkel lieben. Es gibt kein Davonlaufen für jene, die wirklich lieben, denn Liebe ist die größte Macht. Wir alle sind Glieder der Lebenskraft dieser Welt. Und wenn ein Glied krank ist, sind alle krank.
 
Zum Glück sehe und fühle ich ein Wiedererstarken spiritueller Gesinnung, und die Menschen suchen Verbindung zur Erde. Dies ist nicht nur eine flüchtige Mode, sondern eine beständige Unterströmung der heutigen Gesellschaft. Die Menschen lassen sich zunehmend aufrütteln. Neue Gesetze werden erlassen, es gibt Demonstrationen, und die verschiedensten Gruppen versuchen die Erde zu schützen. Dies genügt aber nicht, denn wir müssen anfangen, alle Menschen zu erreichen, und zwar rasch. Wir müssen nicht das Denken der Menschen ansprechen, sondern ihr Herz. Damit die Gesellschaft sich ändert, muß jeder einzelne sich ändern. Die Gesellschaft muß lernen, auf ihren unersättlichen Lebensstil, auf ihre Habgier und ihre Vorurteile zu verzichten, um die wahren Schätze jenseits des Fleisches zu erkennen. Bevor aber dieser Kampf gewonnen ist, müssen noch viele von uns die Wildnis verlassen, um für die Vision zu leben.
 
Das Leben in dieser Gesellschaft braucht uns nicht zu verschlingen. Es braucht uns nicht abzubringen von unserem Weg. Vor allem müssen wir erkennen, daß Ablenkung der mächtigste Dämon ist, der uns in dieser Gesellschaft bedroht. Verzweifelt, wenn auch unbewußt, ist die Gesellschaft bemüht, uns durch ihre vielen Ablenkungen und Zerstreuungen von unserem Pfad und von unserem spirituellen Bewußtsein abzubringen. Diesen Ablenkungen dürfen wir niemals Macht über uns geben. Denn die Arbeit für die Vision braucht unser ganzes Herz. Viele Ablenkungen schleichen sich ganz unbemerkt in unser Leben ein. Andere überfallen uns mit dröhnendem Lärm. Manche versuchen sogar, uns irre zu machen an unserem Glauben, an unserem Ziel. Da hilft, wie immer, nur Achtsamkeit. Wir können uns nicht den Luxus leisten, unsere Wachsamkeit einschlafen zu lassen. Täten wir es, so könnte es sein, daß wir zu Fall kommen und nie wieder aufstehen. Wir müssen diese Ablenkungen erkennen- und sie ignorieren, sie bekämpfen oder vertreiben.
 
Ich habe erlebt, wie gute Leute - auch ich selbst - sich von ihrer Vision ablenken ließen. Viele sind in die Falle getappt, sie sind falschen Göttern nachgejagt und haben das Spiel der Gesellschaft mitgespielt. Durch unermüdliches Probieren, durch Versuch und Irrtum, habe ich gelernt, nicht das Spiel mitzuspielen, sondern es zu ignorieren. Denn es ist ganz belanglos für ein Leben in der Vision. Das Spiel der Gesellschaft mitzuspielen heißt, unsere Überzeugung zu verraten und die Wirklichkeit des geistigen Lebens zu entstellen. Der beste Weg, so habe ich festgestellt, um den Fallstricken dieses Spiels zu entgehen, ist, sich abseits zu halten und es aus der Ferne zu beobachten, sich nie zu beteiligen - denn Beteiligung heißt, einen Teil des Selbst zu opfern. Vielen mag es nicht gefallen, daß du das Spiel nicht
mitspielst. Und du wirst einer Welt verständnisloser Kritiker gegenüberstehen. Vergiß aber nicht: Kritiker sind häufig Menschen, die selbst nichts tun. Leute dagegen, die kritisiert werden, sind meistens die "Macher" und haben keine Zeit, andere zu kritisieren. ...“

Gott zum Gruß
Ksch
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