Quantenbewusstsein» Aufmerksame Beschäftigung mit einem Text von Deepak Chopra |
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21.07.2011, 19:59
Beitrag #1
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Quantenbewusstsein
1991 hat Deepak Chopra einen Vortrag gehalten. Die ursprüngliche Seite auf http://www.uroboros.ch/ mit der deutschen Übersetzung ist nicht mehr verfügbar, der Link zum Vortrag führt nur mehr zu Werbung und die Domain http://www.uroboros.ch/ wird vom Provider zum Verkauf angeboten.
Aber der Text ist immer noch auf ca. 40 Websites zu finden, dürfte also nach wie vor aktuell sein und so etwas wie das Fundament der Quantenheilung sein. Dieses Fundament wollen wir auf Standfestigkeit untersuchen. Es werden in dem Text etliche wissenschaftliche Versuche erwähnt und Wissenschaftler zitiert. Diese nehme ich (vorerst einmal) ohne weitere Überprüfung zur Kenntnis. Zitat:Quantenbewusstsein Wer erwartet, hier tatsächlich über das quantenmechanische Modell etwas erfahren wird enttäuscht und sollte sich lieber der (echten) Fachliteratur zuwenden. Aber dieser Text hier ist viel amüsanter. Science Fiction war gestern. Zitat:Unser wissenschaftliches Verständnis macht gegenwärtig einen Paradigmenwechsel durch. Die Wahrnehmung dessen, was die wirkliche Natur unserer materiellen Welt ist, erfährt eine Verschiebung. Bisher gründete die Interpretation der materiellen Welt, einschliesslich unseres Körpers, buchstäblich auf einem Aberglauben, nämlich dem Aberglauben des Materialismus, gemäss dem die Sinneswahrnehmung dafür massgebend ist, was wir als Wirklichkeit erfahren. Da wäre es schon interessant zu wissen wessen wissenschaftliches Verständnis einen Paradigmenwechsel durchmacht, wenn er von "unserem" wissenschaftlichen Verständnis spricht (also: Chopra und noch mindestens eine Person). Und was nach 20 Jahren von dem angeblichen Paradigmenwechsel zu bemerken ist. Zitat: Stimmt. Die menschliche Sinneswahrnehmung wird durch Messgeräte und systematische Beobachtung erweitert. Der "gesunde Menschenverstand" wäre ohne diese Hilfsmittel nicht in der Lage das zu erkennen. Allerdings bewegt sich der Boden nicht schwindelerregend schnell, denn diese Bewegung erregt keinen Schwindel. Sonst müssten wir alle dauernd schwindlig sein. Wer Quantenphysik betreibt sollte den "gesunden Menschenverstand" zu Hause lassen. Dieser kann mit den Aussagen der Quantenphysik nichts anfangen und und führt zu Fehlinterpretationen. Da zählen nur Berechnungen und Messungen. Wollen wir uns einmal nicht des gesunden Menschenverstandes sondern der Logik bedienen: Dass es Dinge gibt die wir mit unseren Sinnen nicht erfassen können, aber mit Messgeräten erfassen können legt die Extrapolation nahe dass es noch weitere Dinge gibt die wir bisher nicht erfassen. Extrapolationen sind aber immer problematisch. Also, die Logik sagt nur dass das nicht wahr sein muss, aber nicht dass es nicht wahr sein kann. Hier hat uns Chopra schon den ersten Trugschluss untergejubelt. Zitat:Vor etwa 20 Jahren führten Wissenschaftler an der Harvard Medical School ein Experiment durch; sie liessen eine Gruppe junger Kätzchen in einem Raum aufwachsen, in dem es nur horizontale Streifen gab, d.h., alle visuellen Reize waren horizontal. Eine andere Gruppe war in einem Raum mit rein vertikalen visuellen Reizen. Als ausgewachsene kluge Katzen konnte die eine Gruppe nur eine horizontale, die andere nur eine vertikale Welt sehen, und das hatte nichts zu tun mit ihrem ´Glaubenssystem`. Als man ihre Gehirne untersuchte, fehlten ihnen die interneuronalen Verbindungen für die Wahrnehmung einer vertikalen bzw. horizontalen Welt. In anderen Worten, die ursprünglichen Sinneseindrücke dieser Kätzchen hatten ihr neuronales System derart programmiert, dass schliesslich ein Nervensystem entstand, das sogar auf der atomaren Ebene nur noch eine Funktion hatte: die aufgrund der Sinneseindrücke gemachten ursprünglichen Erfahrungen immer wieder zu bestätigen und zu verstärken. Und das nennt man gesunden Menschenverstand - bzw. Katzenverstand. Mit "atomarer Ebene" hat das allerdings nichts zu tun. Es sind die gleichen Atome und Moleküle am Werk wie bei normal aufgewachsenen Tieren. Dass das Nervensystem auf atomarer Ebene anders sei ist schlichtweg falsch. Zitat: Interessante Gedankengänge, ich bin soweit im Großen und Ganzen einverstanden. Ein Fehler ist ihm bei der Honigbiene unterlaufen. Diese sieht nämlich die Farben die wir sehen und zusätzlich ultraviolett. Dass die Schlange nur die Infrarotstrahlung wahrnimmt ist genauso falsch, sie nimmt Infrarot zusätzlich wahr. Machen wir einen kleinen Versuch, eventuell vor dem Spiegel: Kann ich meine Augen auf und ab bewegen? (vor dem Spiegel muss ich dazu den Kopf auf und ab bewegen damit ich trotzdem meine Augen sehe) Ja. Auf-Ab ist eine Achse. Kann ich meine Augen links und rechts bewegen? Ja. Links-Rechts ist die zweite Achse. Also sind die Augäpfel des Menschen um zwei Achsen beweglich aufgehängt. Aber: Wenn ich meine Augäpfel bewege, ändert sich dann das Bild? Nein (außer dass ich insgesamt mein Blickfeld vergrößere), denn die Bewegung der Augäpfel, so wie auch die Bewegung des Kopfes und des ganzen Körpers, werden vom Gehirn gegengerechnet. Chopras Aussage zur Augenbewegung von Mensch und Chamäleon ist zwar falsch aber auch irrelevant. Wir wollen über solche kleinen Fehler hinwegsehen, Chopra macht genug große Fehler. Wir können aber feststellen dass Chopra in der Biologie ebenso ahnungslos ist wie in Physik (oder dass er ein ahnungsloses Publikum irreführt). Zitat: Das halte ich für überspitzt und missverständlich. Formlos und undefinierbar ist die "Quantensuppe" natürlich nicht. Aber das was wir als Form wahrnehmen hat keine Entsprechung auf subatomarem Maßstab und umgekehrt. Daher ist es Aberglaube Quanteneffekte in makroskopischen Maßstäben herbeizureden. Und die Zahl der Möglichkeiten ist zwar groß aber nicht unendlich, gerade das besagt die Quantenmechanik. Das Wort Feld ist hier absolut entbehrlich, aber daran müssen wir uns gewöhnen, es scheint das Lieblingswort der Quantenmystiker zu sein. Wie komme ich dazu, einem Nobelpreisträger zu widersprechen? Wie es in dem Satz schon steht: Sir John Eccles ist Mediziner, diese Aussage fällt nicht in das Gebiet seiner Kompetenz. Zitat: Wenn diese ominöse "Quantensuppe" formlos ist dann gibt es keine Materie und nicht einmal das was wir wahrnehmen und jenseits unserer Wahrnehmung erst recht nichts. Jetzt bräuchten wir eigentlich gar nicht mehr weiter zu lesen. Zitat: Stimmt. Zitat: Aberglaube ist das vorschnelle Annehmen von Kausalität. Wenn jemand mit offenen Augen durch die Welt geht fällt ihm z.B.ein einzelnes vierblättriges Kleeblatt in einer Wiese auf. Er wird auch sonst so manches bemerken was anderen verborgen geblieben ist, wird so manches zu seinem Vorteil ausnutzen können und es wird daher für andere so aussehen als hätte er mehr Glück als andere. Der Aberglaube besteht darin, anzunehmen das vierblättrige Kleeblatt sei die Ursache des Glücks. Darum bringt es nichts, vierblättrige Kleeblätter zu züchten. Diese Definition von Aberglaube sagt aber nichts darüber aus was "vorschnell" bedeutet. Wie lange muss ich kausale Wirkungsketten untersucht haben bevor ich Kausalitätsbeziehungen annehmen kann? Wie lange muss versucht werden eine These zu widerlegen? Dem Abergläubischen bleibt es verborgen, da er ja die von ihm beobachtete Kausalität bereits als wahr bezeichnet und wahrscheinlich sogar durch weitere Beobachtung bestätigt bekommt. Die Wissenschaft erforscht das was wir Realität nennen seit einiger Zeit sehr intensiv, kann Vorhersagen treffen die in gewissen Bereichen mit sehr hoher Genauigkeit bestätigt werden (Astronomie, Physik,...), ist die Grundlage sehr erfolgreichen Handelns (Medizin, Technik,...), und versucht subjektive Bewertungen auszuschalten. Trotzdem ist es immer noch möglich dass dabei etwas übersehen wird und dass irgendwelche unbekannten Kräfte am Werk sind oder eine bessere Beschreibung der Welt möglich ist. Daher ist es sehr begrüßenswert wenn der Versuch unternommen wird solche geheimen Kräfte zu ergründen, eine bessere Beschreibung zu liefern und unseren Realitätsbegriff gegebenenfalls als Aberglaube zu enttarnen. Aber gerade jemand der wie ich von einer gewissen Neugier in diese Richtung getrieben ist muss aufpassen nicht einem neuen Aberglauben aufzusitzen und muss daher alternative Erklärungen kritisch unter die Lupe nehmen. Deswegen habe ich mir Chopra's Text vorgenommen. Wir können gespannt sein ob er uns neue Erkenntnisse bringt, ob die von ihm erhoffte Verschiebung der Sichtweise auch tatsächlich eintritt. Wir werden hier noch mehr über Aberglaube zu lesen bekommen. Zitat: Da wäre es hilfreich zu wissen was er unter "funktionieren" versteht. Auch die erfolgreiche Behandlung eines Symptoms ist doch eine Funktion. Und wenn es hauptsächlich Symptombehandlungen sind, dann heißt das eben dass es nicht ausschließlich Symptombehandlungen sind. Und was ist mit dem Rest? Zitat: Ganz einfach weil die Menschen länger leben, und das auf Grund der angeblich nicht funktionierenden Schulmedizin. Krebs, Alzheimer etc. wirkt (im statistischen Mittel) langsamer und später. Wenn die Menschen vorher an einer Seuche oder an der heute behandelbaren Folge einer Verletzung sterben dann erkranken sie nicht an Krebs, Alzheimer etc. Zitat: Hat Chopra das Geheimnis des ewigen Lebens und ewiger Jugend ergründet? Das hätten wir nach 20 Jahren bemerkt. Ein Wissenschaftler der die Mortalität aus der Welt schafft, oder zumindest die Lebensdauer merklich erhöht, hätte mindestens den Nobelpreis für Medizin erhalten. Zitat: Dazu müsste ich mich vorher vom "materialistischen Aberglauben" befreit haben, wie wir weiter oben erfahren haben. Und jetzt sehe ich es sofort? Ich sehe es mit meinen Sinnen die doch nur beschränkt sind? Chopra widerspricht sich bereits selbst. Außerdem, wer denkt an eine erstarrte Skulptur? Zitat: Natürlich nicht jedes Atom . Aber einem Dichter wollen wir eine Ungenauigkeit verzeihen. Im Prinzip stimmt das schon. Zitat: Stimmt. Zitat: Zwar nicht überraschend, aber gut formuliert. Bereits im römischen Recht wurde definiert dass ein Schiff immer noch das selbe Schiff ist auch wenn alle Planken, Spanten etc. ausgetauscht sind und kein Bauteil mehr vom ursprünglichen Schiff stammt. Zitat: Vergessen wir nicht das Wort "vielleicht". Pure metaphysische Spekulation. Das Wort Feld werden wir noch öfter hier lesen, es scheint sein Lieblingswort zu sein. Gedanken haben nicht den physischen Körper gebildet. Umgekehrt, der Physische Körper bildet Gedanken. Später kommt diese Behauptung noch einmal und mit einer scheinbaren Begründung, die widerlege ich dort. Gedanken können ihrerseits den physischen Körper in gewissen Grenzen beeinflussen, das ist Psychosomatik. Zitat: So weltfremd sind die Physiker die ich kenne nicht. Auch wer weiß dass der Raum hauptsächlich leer ist sieht Gegenstände wie Kaffeetassen als Kaffeetassen. Obwohl ich weiß dass dieser Text hier nur aus elektrischen Ladungen in Speicherchips besteht sehe ich einen Text. Chopra versucht hier einen Konflikt herbeizureden den es nicht gibt. Wissenschaftliche Erklärungen der Welt folgen einem hierarchischen Aufbau. Für einen Anatomen ist es weitgehend unerheblich ob die Knochen die er untersucht aus Molekülen bestehen und woraus die wieder um bestehen. Für einen Soziologen ist es weitgehend unerheblich wie die Skelette der von ihm untersuchten Menschen beschaffen sind und wie die Galaxis beschaffen ist in der sie leben. Jede Erklärung ist für sich richtig und überprüfbar, gemeinsam ergeben sie ein Weltbild. Zitat: Mit Leere kann unser Hausverstand nicht umgehen, weil wir Leere in unserer Umgebung und dem unseren Sinnen zugänglichen Größenordnungen nicht erfahren. Da spielt uns der Hausverstand einen Streich, weil wir nicht gewohnt sind dass es etwas gibt das nichts macht und zu nichts gut ist. Die Materieteilchen wirken aufeinander über die bekannten Wechselwirkungen wie z.B. elektromagnetische Anziehung und Abstoßung. Über den leeren Raum hinweg. Zitat: Wieder einmal "könnte", "vielleicht", "möglicherweise". Chopra hat am Anfang versprochen über Wissenschaft zu sprechen, nicht über mystische Spekulationen. Zitat: Keine logische Fortsetzung des vorher gesagten, sogar ein Widerspruch. Also nichts vom leeren Raum, denn auch Neuropeptide bestehen aus gewöhnlicher Materie. Bei den Rezeptoren stimmt es ungefähr, aber die Neuronen im Gehirn funktionieren anders. Sie sind über Synapsen miteinander verbunden die ihre Information nicht durch die Art der ausgetauschten chemischen Botenstoffe unterscheiden sondern durch ihre Verschaltung. Diese Verschaltung ändert sich mit der Zeit (das bezeichnen wir als lernen). Was Immunzellen "wissen" können ist deutlich weniger als das was das Gehirn weiß (sonst hätten wir kein Gehirn). Neuropeptide können die Wirkung der Neurotransmitter modulieren, mehr nicht. Zitat: Soweit noch ungefähr richtig. Zitat: Da steht zum ersten Mal richtiger Blödsinn. Nervenzellen im Gehirn sind direkt miteinander verbunden und kommunizieren über elektrische Reizleitung. Das trifft auf Immunzellen nicht zu. Man kann Denkvorgänge im Gehirn mit EEG und bildgebenden Verfahren beobachten. Hier sind weit mehr und komplexe Phänomene am Werk. Es ist also grundsätzlich falsch zu behaupten dass die Kommunikationsvorgänge in Immunzellen und im Gehirn die gleichen sind. Es dürfte eher so sein: Die Arbeit der Immunzellen ist für den Körper mit Kosten verbunden (man denke an Fieber, Durchfall etc). Daher wird das Immunsystem nur angeworfen wenn Aussicht auf Erfolg besteht. Die unspezifische Arbeitsweise der Kommunikation über Neuropeptide kann nicht zwischen physischer Bedrohung und anderen, vom Gehirn negativ bewerteten Inhalten unterscheiden. In positiver Richtung funktioniert es genauso unspezifisch. Das dürfte eher unser tierisches Erbe der Evolution sein. Jetzt schreibe ich "dürfte eher sein" weil es eine wissenschaftliche Hypothese ist, von der ich kürzlich gelesen habe. Die Vorstellung von Immunzellen als kleine bewusste Zwergerln, die fröhlich im Körper herumwuseln und nachdenken welche dummen Streiche sie spielen könnten, hat schon etwas drolliges an sich. Abgesehen von der amüsanten Vorstellung frage ich mich warum Immunzellen so dumm sind, einen Menschen der schon genug Schwierigkeiten hat, im Stich zu lassen. Haben wir hier die molekulare Grundlage der Dummheit gefunden? Zitat: Dass Organe mit dem Gehirn wechselwirken ist interessant und richtig. Falsch ist es, wie schon oben, die Aktivitäten von Gehirn und den anderen Organen gleichzusetzen. Zum Beispiel beeinflusst das Gehirn das Herz, etwa indem das Herz schneller schlägt wenn wir einen spannenden Film ansehen, das Herz kann über Hormone das Gehirn beeinflussen. So erzeugt es Stimmungen, aber keine Gedanken. Zitat: Eine chemische Verbindung kann zwar das Verhalten des Gehirns beeinflussen, etwa indem sie Wassermangel signalisiert, die Ausschau nach Wasser ist aber eine eigene Leistung des Gehirns die auf neuronaler Aktivität beruht und diese wieder auf elektrischer Reizleitung und der Verschaltung der Synapsen. Es müsste ja für jede Zeile in einem Shakespeare-Drama eine chemische Verbindung geben, für jede noch zu machende Entdeckung müsste bereits eine einzigartige chemische Verbindung reserviert sein, usw. Im Gebirge müsste eine chemische Verbindung gebildet werden die mich nach einer Quelle suchen lässt, in der Großstadt müsste eine andere chemische Verbindung gebildet werden die mich eine Flasche Mineralwasser kaufen lässt. Es sind derzeit einige hundert Neuropeptide bekannt, die Zahl der möglichen Verbindungen ist auf jeden Fall begrenzt, also kann Chopra's Aussage allein schon deshalb nicht zutreffen. Zitat: Das ist ganz einfach falsch. Es gibt Regelungsmechanismen wie gezeigt, aber eine Idee entsteht im Gehirn und ist auf das Gehirn beschränkt. Sie kann von anderen Körperteilen ausgelöst werden, normalerweise von Sinnesorganen, und wirkt auf andere Körperteile. Ohne Leistung des Gehirns gibt es aber aber keine Idee. Es sei denn man bezeichnet jegliche Information als "Idee". Zitat: Falsch. Er versucht es in den folgenden Sätzen zu beweisen, sehen wir wie er das bewerkstelligen will. Zitat: Binnen Sekunden der ganze Wald? Da muss schon kräftiger Wind wehen. Dann hat der Wald ein anderes Problem, nämlich Windbruch. Zitat: Falsch. Diese Pheromone sind nicht das genaue Ebenbild unserer Emotionen, Gefühle und Gedanken. Wir müssten uns nicht der Sprache bedienen, könnten keine Geheimnisse haben und wüssten die Antworten auf alle Prüfungsfragen wenn es so wäre. Wozu hat Chopra einen Vortrag gehalten? Binnen Sekunden hätte doch das Auditorium seine Gedanken gerochen! Zitat: Das Publikum hat Angst vor einem Vortrag? Die Angst hat er wohl eher selber gehabt. Angst davor dass jemand im Auditorium sein könnte der sich auskennt. Zitat: Ja, die Stimmung. Aber nicht die Gedanken. Nicht das was als Geist bezeichnet wird. Zitat: Nein, das wurde nicht gezeigt. Doppelt falsch. Pheromone sind auf die Luft als Trägermedium angewiesen. Selbst wenn der Geist über die Luft übertragen werden könnte wäre er immer noch lokal im Sinne der Physik. Der nächste geschickt platzierte Trugschluss. Pheromone können beim Empfänger Stimmungen hervorrufen, und das tun sie auf Grund ihrer Interpretation durch den Empfänger. Zitat: Der Begriff "Erkenntnis" wird hier sehr strapaziert. So als ob ein Lichtschalter Erkenntnis hätte ob er ein- oder ausgeschaltet ist. Ein Elektron in einem Atom und ein Lichtschalter können eine Begrenzte Anzahl von Zuständen einnehmen und dementsprechend eine kleine Informationsmenge speichern. Bewusstheit bzw. Bewusstsein ist das Erkennen der Erkenntnis (entsprechend der wissenschaftlichen Definition von Bewusstsein, die ich hier sehr vereinfacht darstelle). Das geschieht bei einem Menschen, zu gewissem Grad auch bei Tieren, aber sicher nicht bei einem Atom oder Elektron. Oder hat jemand schon davon gehört dass ein Atom bewusstlos geschlagen wird? Dass man es narkotisieren muss bevor man es ionisiert? Das Word Feld kommt hier sehr oft vor. Für jemanden der nichts davon versteht mag es irgendwie geheimnisvoll klingen, ist aber nicht weiter kompliziert und führt in diesem Satz zu nichts. Der Begriff "Erkenntnis" ist hier schon überstrapaziert, der Begriff Bewusstheit ist hier völlig fehl am Platz. Da der Feldbegriff so oft gebraucht wird, ist es an der Zeit ihn zu erklären. Er bedeutet dass jedem Punkt im Raum eine physikalische der Wert einer physikalischen Größe zugeordnet ist, beispielsweise die Temperatur (Skalarfeld) oder die Windgeschwindigkeit (Vektorfeld). Den Feldbegriff verwendet man dort wo er Berechnungen vereinfacht. Man kann Temperaturgradienten berechnen, Quellen- und Wirbelstärken in Strömungsfeldern berechnen usw. Wenn ich die physikalische Eigenschaft "Anwesenheit einer Kaffeetasse" untersuchen will, und auf dem Tisch stehen drei Kaffeetassen, könnte ich von einem Kaffeetassen-Anwesenheitsfeld sprechen, das überall den Wert null hat außer dort wo Kaffeetassen stehen, dort hat es den Wert eins. Oder, noch besser, ich nehme den Füllstand der Kaffeetassen damit ich nicht nur 0 und 1 habe. Dann könnte ich noch komplizierte Berechnungen anstellen was passiert wenn z.B. jemand eine Kaffeetasse austrinkt. Das ist nicht falsch aber es bringt nichts, darum tut man es nicht. Ich könnte mir allerdings statt Kaffeetassen ein beeindruckenderes Wort einfallen lassen, Laien mit meinem neu erfundenen - nein, neu entdeckten - Feld in die Irre führen und Geld damit verdienen. Aber wenn wir unbedingt ein "erkentnisfähiges Feld" annehmen wollen, dann besteht an dem Ort des Atoms die Erkenntnis- und. Handlungsfähigkeit ausschließlich darin, ein angeregtes Elektron auf seine normale Bahn zurückfallen zu lassen (und noch ein paar mehr, wie z.B. das Elektron ganz zu verlieren), da stimme ich mit Chopra überein. Und außerhalb des Atoms, im leeren Raum, ist die Erkenntnisfähigkeit des Feldes null. Das Atom kann also mit der Annahme des Feldes nichts anderes tun als wir ohne Annahme des Feldes ohnehin erklären können. Wir haben durch den Feldbegriff nichts gewonnen, daher ist er genau so sinnlos wie mein Kaffeetassenfeld. Zitat: Wie kommt er jetzt plötzlich vom Elektron zum Leben und das über die "Evolutionshierarchie"? Hat er gerade die Evolution der Elektronen "erfunden"? Ansonsten ist das eine banale Aussage die ohne Zuhilfenahme des Feldbegriffs auskommt. Zitat: Jetzt ist es doch plötzlich doch wieder das Nervensystem und nicht mehr die Pheromone? Seiner selbst bewusst wird der Mensch. Alles weitere wäre zu begründen, wobei das bisher gesagte nicht einmal dann als Begründung taugen würde wenn es richtig wäre. Zitat: Redet er jetzt von Wissenschaft oder von Religion? Ich bin meiner bewusst und ich bin nicht erleuchtet. Auch ein Erleuchteter ist sich seiner selbst bewusst. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Zitat: Was soll ein "Feld geistiger Wachheit" sein? Genau so sinnvoll wie mein Kaffeetassenfeld. Nämlich sinnlos. Zitat: Bewusstsein kreiert das Abbild dessen was wir unseren menschlichen Körper und den kosmischen Körper, den wir ´Umwelt` nennen. Die Umwelt sagt mir verlässlich wo mein Abbild nicht mit der Realität übereinstimmt. Der Gedanke ist andererseits unterhaltsam: Mit Ptolemäus begann die Sonne, um die Erde herum zu laufen. Mit Galilei stoppte die Sonne abrupt, die Erde setzte sich in Bewegung. Damals fielen alle Gläser von den Tischen, aber die Berichte über dieses Ereignis fielen der Zensur zum Opfer. Was geschah während Galilei's Bewusstsein eine um die Sonne laufende Erde kreierte, das der Kirchenväter aber eine Sonne kreierte die um die Erde lief? Ach ja, während dieser Zeit waren Erde und Sonne wahrscheinlich in einem quantenmechanischen Überlagerungszustand. Zur Sicherheit sage ich dazu: Das ist ein Scherz. Die Quantengeisterbeschwörer könnten so etwas ja wirklich glauben. Zitat: Das ist weder ein Paradigma noch wissenschaftlich. Wissenschaft beruht auf der sensorischen Wahrnehmung, ergänzt durch Messgeräte. Mit welchem Messgerät er "außer-sinnliche" Wahrnehmungen machen will und den "kosmischen Körper" erforscht wäre interessant zu erfahren. Zitat: Ayurveda ist nicht wissenschaftlich. Da mögen solche Aussagen gelten. Die Ähnlichkeit zwischen einem Atom und dem Universum beschränkt sich im Wesentlichen darauf dass beides Hauptwörter sind. Außerdem dürfte hier das Universum mit dem Planetensystem verwechselt worden sein. Ein Atom mag bei sehr oberflächlicher Betrachtung Ähnlichkeiten mit einem Planetensystem haben, in Kinderbüchern ist das Atom so aufgezeichnet. Es ist eine unterhaltsame Vorstellung dass jedes Elektron ein kleiner Planet ist und der wieder aus Atomen besteht usw. Dass es nicht so ist sagt allerdings die Quantenmechanik, und wir haben anfangs gehört dass dieser Vortrag von Quantenmechanik handelt.... Zitat: Zusammenhanglose Aneinanderreihung von Fachausdrücken die dem Laien wohl Ehrfurcht einjagen sollen und ihn am Hinterfragen zu hindern. Nichtlokalität ist eine bemerkenswerte Eigenschaft der Quantenphysik. Dass mit nichtlokalen Effekten (Verschränkung) keine Information transportiert werden kann, war schon vor 20 Jahren bekannt. Von Information können wir in der Quantenphysik erst sprechen nachdem eine "Messung" also Interaktion mit einem makroskopischen Objekt stattgefunden hat und die nichtlokalen Phänomene zusammengebrochen sind. "Nicht-lokal" und "Information" ist daher ein Widerspruch. Wie oben gezeigt, der Feldbegriff bedeutet dass jedem Punkt im Raum der Wert einer physikalischen Größe zugeordnet werden kann. Nichtlokalität ist das Gegenteil, z.B. der Spin eines Elektrons bzw. das Elektron selbst ist auf mehrere Orte "verteilt", kann also keinem Punkt im Raum zugeordnet werden. "Nichtlokales Feld" ist ein Widerspruch in sich. Zitat: Das ist wohl eher der Punkt an dem es die meisten Wissenschaftler aufgeben sich weiter mit solchem Unsinn zu befassen. Zitat: Schon gut, aber das hat überhaupt nichts mit dem vorher gesagten zu tun. Bekannt als Psychosomatik. Zitat: Das bedeutet Determinismus und stellt die Willensfreiheit in Frage. Eine in der aktuellen Philosophie heiß diskutierte Frage. Zitat: Hier wird das Wort "Quantenströme" einfach so, ohne vorherige Erklärung eingeworfen. So als ob es etwas selbstverständliches wäre und man sich lieber nicht blamiert indem man nach dem Vortrag fragt was das sein soll. Es ist nämlich nur Unsinn. Das Zellgedächtnis muss es geben, allein schon weil bei der Erneuerung des Körpers wieder ein menschlicher Körper entstehen soll der im wesentlichen dem bisherigen gleicht. Kein Rhinozeros und kein formloser Zellhaufen. Das Zellgedächtnis besteht in der DNA (und weiteren Zellbestandteilen). Das ist gewöhnliche Materie, da spielen Quanteneffekte keine Rolle. Zitat: Psychosomatik. Das ist nichts neues und hat nichts mit dem Quantenunsinn zu tun. Der Ausdruck "Kinesthetic-Tactile Petting-Stimulation" ist auf amüsante Weise um den Brei herum geredet, aber wenigstens nicht grundsätzlich falsch. Wenn wir der Bemerkung der Übersetzer Glauben schenken (ganz unten) dann verwendet Chopra noch kompletten Unsinn um ein bestimmtes Wort zu vermeiden. Zitat: Wörtlich genommen, mit den Wochentagen, hat er Recht. Tiere haben sehr wohl soziale Organisation und Interaktion. Z.B. die Rangordnung innerhalb eines Rudels hat einen entscheidenden Einfluss auf die Lebenserwartung. Wohl bekannte Psychosomatik. Zitat: Das ist nicht ersichtlich. Alles was ersichtlich ist, ist dass der Körper durch Gedanken beeinflusst werden kann. So wie ein Mechaniker ein Auto reparieren kann, das Auto aber deswegen nicht von einem Mechaniker erschaffen wurde. Wer eine Schublade öffnen und schließen kann, sie sogar noch ver- und entsperren kann, ist nicht notwendigerweise der Tischler der das Möbelstück erschaffen hat. Der nächste Trugschluss. Zitat: Gedanken, Gedächtnis und Assoziationen lassen sich tatsächlich nicht im Gehirn lokalisieren, sie sind fast im ganzen Gehirn vorhanden (aber nur dort). Das Entscheidende ist die zeitliche Korrelation. Alles was zum gleichen Zeitpunkt passiert gehört zusammen, so können mehrere mentale Inhalte gleichzeitig verarbeitet werden. Das Gehirn zeigt in kleinen Bereichen Synchronizität, im normalen Wachbewusstsein aber über größere Bereiche keine Synchronizität. Diese zeitlichen Muster verändern sich bei Veränderung des Bewusstseinszustandes, beispielsweise in der Meditation. Durch die Synchronisation weiter Bereiche des Gehirns kommt die Erfahrung (oder Illusion, je nach Ansicht) der Einheit zustande. Das hat man bei der Untersuchung buddhistischer Mönche erforscht. Möglicherweise war das vor 20 Jahren noch nicht bekannt. Zitat: Gedanken und Gehirnaktivität sind nicht das selbe. In der Meditation, wenn die Versuchsperson es schafft nicht zu denken, ist die Gehirnaktivität nicht geringer als im normalen Alltag sondern sogar höher. Die Notwendigkeit irgendetwas metaphysisches oder übersinnliches zu postulieren besteht nicht. Zitat: Wieder einmal: Das "Selbst" bzw. unsere aus Erfahrung und Beobachtung zusammengesetzte Wahrnehmung kreiert ein Abbild dessen was wir als Raum, Zeit, Materie und Energie erleben. Genau den Fehler den er anfangs der eingeschränkten Wahrnehmung unterstellt hat und als Aberglauben bezeichnet hat begeht er jetzt selbst. Zitat: Kein Artefakt sondern der Sonderfall geringer Energie. Was wir auf der Erde erleben ist eben dieser Sonderfall. Die Relativitätstheorie deckt sich für diesen Sonderfall mit der klassischen Physik und sagt für den Alltag, auf den unser Hausverstand trainiert ist, genau das aus was wir gewohnt sind zu erleben. Die Unterschiede sind im "Normalfall" minimal und nur mit hochpräzisen Messungen festzustellen. Die Zeitdilatation musste z.B. bei den Satelliten des GPS-Systems berücksichtigt werden. Solange wir uns auf der Erde befinden können wir die Effekte der Raumzeit getrost und mit sehr geringem Fehler auf die normale Zeit reduzieren. Die Relativitätstheorie bietet einfache Formeln mit denen man das überprüfen kann. Alles andere müsste Chopra erst beweisen, was wieder einmal Nobelpreis-würdig wäre. Zitat: Wie er selbst sagt, das betrifft die individuelle Interpretation der Zeit, nicht die Zeit selbst. Sonst hätte auch die Uhr stehenbleiben müssen. Was er umstrukturiert hat war seine eigene psychische und physiologische Reaktion. Das ist bemerkenswert genug, ändert aber nichts an der Zeit. Wenn wir uns echte wissenschaftliche Messungen statt Chopra's Anekdote anschauen sehen wir dass die Zeit für den Menschen in normaler Geschwindigkeit abläuft auch wenn er sie subjektiv schneller oder langsamer erlebt. Z.B. Der Psychologe David Eagleman ließ Testpersonen 50m in die Tiefe stürzen. Diese erlebten erwartungsgemäß die Zeitspanne des freien Falls länger als sie wirklich war, sie konnten aber trotzdem nicht mehr Sinneseindrücke aufnehmen als sie es auf festem Boden konnten (in diesem Fall schnell veränderliche Zahlen auf einem Display erkennen). Zitat: Bestimmt kennen auch Sie Leute, die ständig sagen ´Ich habe keine Zeit, mir läuft die Zeit davon`, als ob Zeit eine physische Ware wäre, die sie in der Tasche mitnehmen können und die ihnen ständig davonläuft, weil sie ein Loch in der Tasche haben. Sie schauen auf die selbe Uhr wie Sie und ich, aber ihre Uhren gehen viel schneller. Es gibt so viele Termine... usw.usw. Wenn man solche Leute untersucht, sieht man, dass ihre biologische Uhr schneller läuft. Ihr Puls geht schneller, sie haben mehr Arrhythmien pro Minute, ihre Blutplättchen sind nervös, ihr Hormonspiegel (Insulin, Adrenalin, Cortison) ist hoch, und manchmal fallen sie plötzlich wegen eines frühzeitigen Herzversagens tot um, und dann ist ihre Zeit abgelaufen, und sie haben keine Zeit mehr. Diese Menschen setzen das innere Erlebnis von ´Ich habe keine Zeit, mir läuft die Zeit davon` in eine physische Tatsache um. Jemand, der scheinbar alle Zeit der Welt hat, ist biologisch komplett anders. Wieder das selbe: Es ist die Art und Weise, wie wir unsere Sinneserfahrung interpretieren. Nicht die Zeit selbst. Zitat: Dass der Atem stillsteht wird der promovierte Mediziner ja wohl selbst nicht glauben! Zeitlosigkeit ist auch hier wieder nur die Art und Weise, wie wir unsere Sinneserfahrung interpretieren. Zitat: Allerdings zerfallen radioaktive Elemente, oder haben die Gedanken? Bäume wachsen, Berge werden erodiert, Kontinente wandern, alles nur erdacht? So einen hat es schon vor Jahrtausenden gegeben. Er hieß Zenon und hielt jegliche Bewegung für Trug der Sinne. Schade dass die Techniker bei dem Reaktorunfall in Fukushima nicht Herrn Chopra zu Hilfe gerufen haben. Er hätte den Atomen in den Brennstäben erklärt dass sie nicht denken sollen, dass sie sich in die Lücke zwischen den Gedanken begeben sollen. Oder dass sie sich mit ihren Freunden gut unterhalten sollen, vielleicht hätte man die Brennstäbe dazu in ein Flugzeug verladen müssen. Sicher wäre es hilfreich gewesen eine Mega-Party in dem Flugzeug zu feiern und eine gute Zeit zu haben. Also: Die Zeit umzustrukturieren. Dann wäre für die Atome die Zeit nicht vergangen, sie wären nicht zerfallen und es gäbe das ganze Problem nicht. Statt dessen einen neuen Physik-Nobelpreisträger namens Deepak Chopra. Wie wäre es überhaupt mit einem globalen Denkstopp? Die Zeit würde stehenbleiben, Radioaktive Isotope würden nicht mehr zerfallen, wir müssten nicht mehr essen und nicht mehr arbeiten. Wir bräuchten keine Häuser weil es nicht mehr regnet denn auch die Kondensation von Wasserdampf findet in der Zeit (Pardon: Raumzeit) statt. Glücklichsein in der Lücke. Ihr seht, ich habe mich schon vom Aberglauben des Materialismus befreit. So schnell kann das gehen. Habe ich zu viel versprochen? Ich hätte nicht gedacht dass "Quantenmechanik" so lustig sein kann. Genug gelacht, werden wir wieder ernst. Zitat: Nein. Wieder das selbe: Es ist die Art und Weise, wie wir unsere Sinneserfahrung interpretieren. Nicht die Zeit selbst. Die Behauptung wird auch durch Wiederholung nicht wahr. Zitat: Chopra hat wohl nur das Vorwort gelesen. Sonst wäre ihm aufgefallen dass Hawking (nicht nur im Titel des Buches) von der Zeit schreibt - was ja angeblich seit 1913 kein respektabler Physiker getan hat. Oder ist Hawking - im Gegensatz zu dem Schreiber des Vorwortes kein respektabler Physiker. In meiner (online-)Ausgabe des Buches ist dieses Vorwort nicht enthalten. Zitat: Bis jetzt hat Chopra kein einziges plausibles Argument vorgelegt wie er zu dieser Behauptung kommt. Korrekt ist die Quantenphysik, die durch Rechnung und Messung zustande kommt. Und die ist wohl sonderbar, aber nicht sonderbarer als Physiker denken können. Im Mikrokosmos gelten, wie bekannt, völlig andere Gesetze als in der uns vertrauten Welt. Die Esoteriker anerkennen diesen Unterschied nicht und glauben die für uns seltsamen Phänomene der Quantenphysik im Alltagsleben herbeireden zu können. Das ist Aberglaube. Zitat: Es gibt ein schlimmeres, nämlich in der realitätsfernen Illusion gefangen zu sein, wie z.B. zu glauben die subjektive Wahrnehmung der Zeit sei die Zeit. Es ist genau die Begrenztheit die Chopra am Anfang dargestellt hat und der er selbst erliegt. Es gibt immer noch schlimmeres, nämlich für diesen Aberglauben Geld zu bezahlen. Zitat: Stephen Hawking schreibt über Physik, und in der Physik gibt es sehr wohl die (Raum-)Zeit. Chopra hat zuvor von der Raumzeit gesprochen, mit dieser Aussage verneint Chopra auch die Raumzeit, widerspricht sich also wieder einmal selbst. Zitat: Die Lücke zwischen den Gedanken ist nichts anderes als neuronale Aktivität. Und zwar, wie man aus der Gehirnforschung bei Meditierenden weiß, sogar erhöhte neuronale Aktivität. Zitat: Neuronal gut erforscht. Es handelt sich um das Synchronisieren der Gehirn-Aktivitäten über größere Areale im Gehirn. Im normalen Wachbewusstsein sind die neuronalen Aktivitäten dagegen nur über kleine Bereiche des Gehirns synchronisiert. Was zusammengehört wird durch synchrone Aktivität repräsentiert. Werden Neuronen über das ganze Gehirn hinweg synchron aktiviert, verschwinden alle Grenzen und damit auch die ich-Grenzen und der Meditierende erlebt sich als eins mit dem (grenzenlosen) Universum. Faszinierend, aber nichts metaphysisches, mystisches oder sonstwie esoterisches. Zitat: Was ist unsere Wahrnehmung ohne Erinnerungen, Interpretationen, Klassifizierungen, Beschreibungen, Definitionen, Analysen, Evaluationen und Werturteile? Da sind wir bei der formlosen "Suppe". Bedeutungslos, im wahren Sinn des Wortes. Geheilte Blinde brauchen z.B. einige Tage bis sie die visuellen Reize verarbeiten können. Auch Neugeborene können die optischen Eindrücke nicht zu dem zuordnen was der Tastsinn vermittelt. Sie müssen buchstäblich erst die Welt begreifen. Also Erinnerungen, Interpretationen, Klassifizierungen, Beschreibungen, Definitionen, Analysen, Evaluationen und Werturteile ansammeln. Ja, auch Werturteile. Z.B. "Heiß = schlecht, nicht hingreifen". Mit den Augen eines Neugeborenen möchte ich nicht sehen müssen: Ein Neugeborenes sieht nichts. Nicht dass keine optischen Informationen ins Hirn kämen, die optischen Informationen können nicht verarbeitet werden. Erst durch Ausbilden und Verstärken synaptischer Verschaltungen können Neugeborene (Menschen und Tiere) lernen irgendetwas zu erkennen. Wenn wir uns an Chopra's Pheromon-Geschichte erinnern, dann sehen wir dass er gründlich auf dem Holzweg ist (oder seine Zuhörer auf den Holzweg führt). Zitat: Chopra schweift wieder vom Thema ab. Quantenmechanisches Modell, nicht Mystik! Zitat: Gerade haben wir erfahren dass wir das nicht können. Chopra widerspricht sich schon wieder. Eigentlich nett von ihm, ich bräuchte ihn gar nicht widersprechen denn er tut es selbst. Zitat: Nahtoderlebnisse sind verständlicherweise bewusstseinsverändernd. Die Gedanken, Bewertungen etc. sind Produkte der gesammelten Sinneseindrücke (Erinnerungen, Lerneffekte) und dass sich diese bei so einem eingreifenden Erlebnis verändern liegt auf der Hand. Um das einzusehen braucht es keinen Glauben an außer-sinnliche, außer-körperliche oder gar quantenmystische Phänomene. Regenerationsvermögen bei Säugetieren nachzuweisen bzw. zu bewirken wäre noch einen Medizin-Nobelpreis wert. Da sich der Patient das Bein nicht amputieren ließ war andererseits keine Notwendigkeit für das Wachsen eines neuen Beines. Also handelt es sich, sagen wir, um eine stark übertriebene Darstellung. Wollen wir es einmal mit dem Widerspruch nicht so ernst nehmen. Die Vorhersage von Heilungschancen ist naturgemäß mit Unsicherheit behaftet und alles was wir hier sehen ist dass die Heilung besser als vom behandelnden Arzt vorhergesagt war. Die erfreuliche Stimmungslage des Patienten war der Heilung wahrscheinlich dienlich (Psychosomatik). Zitat: Und wieder sind wir bei der Mystik. Wissenschaftlich hat Chopra bis jetzt erbärmlich versagt, er sollte bei der Mystik bleiben. Da gibt es immerhin nichts zu widerlegen. Zitat: Als ob er sich nicht mit dem Feldbegriff genug blamiert hätte streut er zum Schluss noch ein paar zusammenhanglos angehäufte Fremdwörter ein. Zitat: Zum Abschluss ein kleines Märchen nach dem Strickmuster "Ich kenne einen der hat es selbst erlebt". Damit der verwirrte Zuhörer es aufgibt irgendeine Frage zu stellen. Zitat: Besten Dank dass es zu Ende ist. Über Quantenmechanik hat er - entgegen der Einleitung - nichts gesagt. Zitat: Dann wäre es wesentlich einfacher, Gott zu sagen. Aber dann kann man das ganze nicht als Wissenschaft verkaufen. Zitat: Der Vortrag soll wie eine logische Abfolge von Schlussfolgerungen aussehen und sieht für jemanden der ihn innerhalb einer Stunde über sich ergehen lässt und/oder jemanden der nicht mitdenkt wahrscheinlich wirklich so aus. Ich hoffe es ist jedem klar dass das nicht der Fall ist. Das Schöne an diesem Vortrag ist dass Chopra ziemlich konkrete Aussagen macht, was in der Esoterik-Szene ja nicht selbstverständlich ist. So kann man einzeln darauf eingehen. Ihr sollt meine Aussagen natürlich auch nicht blind akzeptieren sondern kritisch überprüfen. Interessant ist weiters, wie gekonnt Chopra Trugschlüsse einstreut und und die Zuhörer manipuliert. Mit einigem Geschick tut er so als handle es sich um Wissenschaft, so dass ein unbedarftes Publikum ohne weiters darauf hereinfallen kann. Wenn es für die "Quantenheilung" notwendig ist durch Lügen einen Placebo-Effekt zu erzeugen, dann bitte bessere Lügen. |
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21.07.2011, 21:17
Beitrag #2
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Re: Quantenbewusstsein
Erst einmal muss ich gestehen, dass ich Deinen kompletten Beitrag nicht gelesen habe. War mir schlichtweg zu lang. Ausserdem klingt er sehr überheblich. Die Aussage: "Wie ich dazu komme einem Nobelpreisträger zu widersprechen? Es ist schlichtweg nicht sein Fachgebiet" ist überheblich. Genauso wie Aussagen zu Wahrheit oder Täuschung. Für mich ist es vollkommen logisch, dass alles am Ende eine Energiesuppe ist und wir durch unsere Sinne und die Interpretation der Reize unsere Welt daraus erschaffen.
Noch ein Wort zu Chopra. Deepak Chopra ist ein aussergewöhnlicher ayurvedischer Arzt. Die Ayurveda schöpft ihr Wissen aus Jahrtausende währender Erfahrung. In der Ayurveda spielt das Bewusstsein eine Schlüsselrolle. Chopra sucht am Ende schlichtweg Erklärungen für die aussergewöhnlichen Heilerfolge der Ayurveda bei der eben nicht nur auf der materialistischen Ebene gearbeitet wird sondern gerade auf der Bewusstseinsebene. |
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21.07.2011, 21:36
Beitrag #3
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Re: Quantenbewusstsein
Hallo Iboris, danke für die schnelle Antwort!
Solltest du meinen Beitrag doch noch lesen, schließlich habe ich mir viel Arbeit damit gemacht, wirst du feststellen dass ich nichts gegen Ayurveda geschrieben habe. Ob überheblich oder nicht, das ist deine Meinung. Überheblich wäre es meiner Meinung nach, Sir John Eccles auf medizinischem Gebiet zu widersprechen. Aber genau das tue ich eben nicht. Es geht hier um Wissenschaft, um quantenmechanisches Modell, um konkrete Aussagen und ihren Wahrheitsgehalt. Viel Spaß beim lesen und kommentieren, Martin |
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21.07.2011, 21:46
Beitrag #4
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Re: Quantenbewusstsein
(21.07.2011 21:36)martinpi schrieb: Solltest du meinen Beitrag doch noch lesen, schließlich habe ich mir viel Arbeit damit gemacht, wirst du feststellen dass ich nichts gegen Ayurveda geschrieben habe. Indirekt schon. Du vertrittst ein materialistisches Weltmodell von dem sich bereits viele angesehene Physiker verabschiedet haben. Die Frage, welches Rolle das Bewusstsein spielt ist eben nicht nur eine philosophische Frage sondern auch eine, die sich hysiker stellen. (21.07.2011 21:36)martinpi schrieb: Ob überheblich oder nicht, das ist deine Meinung. Überheblich wäre es meiner Meinung nach, Sir John Eccles auf medizinischem Gebiet zu widersprechen. Aber genau das tue ich eben nicht. Du schreibst aber nicht so, als wäre es Deine Meinung. Du schreibst, als wären Deine Aussagen unumstössliche Wahrheiten. Dabei ist Sir Eccles Aussage absolut logisch und sogar nachweisbar. (21.07.2011 21:36)martinpi schrieb: Es geht hier um Wissenschaft, um quantenmechanisches Modell, um konkrete Aussagen und ihren Wahrheitsgehalt. Welchen Beitrag könnten wir bei solch einer Diskussion leisten? Irgendwelche Aussagen aus irgendwelchen Büchern von irgendwelchen Physikern. Hast Du mal versucht die Welt in der Stille der Meditation zu erfahren? |
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21.07.2011, 22:46
Beitrag #5
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Re: Quantenbewusstsein
(21.07.2011 21:46)iboris schrieb:(21.07.2011 21:36)martinpi schrieb: Solltest du meinen Beitrag doch noch lesen, schließlich habe ich mir viel Arbeit damit gemacht, wirst du feststellen dass ich nichts gegen Ayurveda geschrieben habe. Also gut, ich habe auch indirekt nichts gegen Ayurveda. Ich habe in meinem Studium gelernt was der Feldbegriff bedeutet. Du hast es wahrscheinlich nicht gelernt. Wenn jemand etwas von Feldern redet hast du vorerst keine andere Wahl als es zu glauben. Darum habe ich diesen Begriff erklärt. Bleiben wir also bei "unumstößlichen Wahrheiten" bzw. bei dem was wir beide überprüfen können. Ich behaupte also, dass die Augäpfel des Menschen um zwei Achsen beweglich aufgehängt sind. Chopra behauptet das Gegenteil. Nun, wer hat Recht? Was für einen Sinn ergibt es, vielleicht in irgendeiner nicht-materialistischen Sichtweise, zu behaupten die Augäpfel des Menschen seien nicht um zwei Achsen beweglich aufgehängt sind? Teil mir bitte mit wenn du zu einem anderen Ergebnis kommst als ich, ich könnte mich ja irren. Aber wenn du zum gleichen Ergebnis kommst wie ich, dann können wir uns fragen: Wer glaubt so einen Schwachsinn? Und wenn Chopra so viele offensichtliche Fehler macht, wie groß ist dann unsere Bereitschaft das zu glauben was wir nicht überprüfen können? Das ist der Beitrag den wir bei solch einer Diskussion leisten können. Zu deiner Frage, ich habe es versucht die Welt in der Stille der Meditation zu erfahren, und es gelingt mir auch. Ich meditiere, betreibe Tai Ji, Qi Gong, Tandava, etc. Trotzdem sind die Augäpfel des Menschen für mich um zwei Achsen beweglich aufgehängt, trotzdem sehen Insekten die Farben die wir sehen, etc. Gute Nacht, Martin |
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21.07.2011, 23:34
Beitrag #6
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Re: Quantenbewusstsein
(21.07.2011 22:46)martinpi schrieb: Ich habe in meinem Studium gelernt was der Feldbegriff bedeutet. Du hast es wahrscheinlich nicht gelernt. Wenn jemand etwas von Feldern redet hast du vorerst keine andere Wahl als es zu glauben. Darum habe ich diesen Begriff erklärt. Hast Du gelernt oder nachgeplappert, was Dir vorgebetet wurde? Ich bin mir nach Deiner Aussage sehr sicher, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von lernen haben. (21.07.2011 22:46)martinpi schrieb: Bleiben wir also bei "unumstößlichen Wahrheiten" bzw. bei dem was wir beide überprüfen können. Ich behaupte also, dass die Augäpfel des Menschen um zwei Achsen beweglich aufgehängt sind. Chopra behauptet das Gegenteil. Nun, wer hat Recht? Was für einen Sinn ergibt es, vielleicht in irgendeiner nicht-materialistischen Sichtweise, zu behaupten die Augäpfel des Menschen seien nicht um zwei Achsen beweglich aufgehängt sind? Dir ist aber schon klar, dass Chopra nicht in deutsch schreibt, oder? Worauf Chopra hinaus will, ist die unabhängige Bewegung der Augen beim Chamäleon. Die Augen sind so angeordnet, dass sich die Gesichtsfelder nur in einem kleinen Bereich zu einem Bild überlagern können, und so meistens zwei einzelne Bilder entstehen. Es ist bis heute unbekannt, wie die beiden Bilder im Gehirn verarbeitet werden und somit können wir nicht wissen, wie ein Chamäleon seine Umwelt wahrnimmt. (21.07.2011 22:46)martinpi schrieb: Aber wenn du zum gleichen Ergebnis kommst wie ich, dann können wir uns fragen: Wer glaubt so einen Schwachsinn? Und wenn Chopra so viele offensichtliche Fehler macht, wie groß ist dann unsere Bereitschaft das zu glauben was wir nicht überprüfen können? Das ist der Beitrag den wir bei solch einer Diskussion leisten können. Ich habe schon viele Menschen kennengelernt. Unter all diesen Menschen kenne ich keinen, der die Überlegungen anderer als Schwachsinn bezeichnet und der interessantes zu sagen hätte. Vielmehr sind es meist Menschen, die sich profilieren wollen und allenfalls herunterleiern können, was sie irgendwo mal gelesen haben. (21.07.2011 22:46)martinpi schrieb: Zu deiner Frage, ich habe es versucht die Welt in der Stille der Meditation zu erfahren, und es gelingt mir auch. Ich meditiere, betreibe Tai Ji, Qi Gong, Tandava, etc. Insekten sehen nicht die Farben die wir sehen. Bienen beispielsweise, sehen Farben vollkommen anders als wir und nehmen beispielsweise kein rot wahr. Genaugenommen sehen Bienen und Menschen nur den Blauton in etwa gleich. Bienen nehmen Licht aus dem ultravioletten Bereich des Spektrums wahr. Kannst Du das auch? Würde mich doch sehr wundern. ;-) |
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24.07.2011, 07:44
Beitrag #7
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Re: Quantenbewusstsein
(21.07.2011 23:34)iboris schrieb: Hast Du gelernt oder nachgeplappert, was Dir vorgebetet wurde? Ich bin mir nach Deiner Aussage sehr sicher, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von lernen haben. Danke der war gut!!! :smilie_happy_251: Natürlich plappere ich den Feldbegriff nur nach. Die Berechnung von Feldern gehört zu den Grundlagen meines Berufs. Und, das beste, ausgerechnet du hast mir Überheblichkeit vorgeworfen!!!:smilie_happy_251::smilie_happy_251::smilie_happy_251: Das Kaffeetassenfeld ist ist eine Analogie mit der ich erkläre was mich an dem "erkenntnisfähigen Feld" stört. Wie gesagt, nicht falsch, aber sinnlos und irreführend. Das habe ich nicht nachgeplappert. Der Feldbegriff ist, wie alle Begriffe, nur ein Mittel zur Kommunikation. Wir sagen Löffel zu einem Löffel, das ist sinnvoll. Wir sagen nicht Gabel dazu und auch nicht Cumuluswolke, wenn wir uns verständlich ausdrücken wollen. So funktioniert Sprache. Ein Feld ist ein Feld und damit nichts Geheimnisvolles. (21.07.2011 23:34)iboris schrieb: Dir ist aber schon klar, dass Chopra nicht in deutsch schreibt, oder? Dass die Augäpfel des Menschen nicht in zwei Achsen beweglich aufgehängt sind steht schwarz auf weiß in dem Text. Wenn es der einzige Fehler wäre dann wäre das egal, sowas passiert jedem. Aber es steht sehr viel drin was ganz offensichtlich falsch ist, oder eben Schwachsinn. Und das wird auf ca. 40 Internetseiten verbreitet. Man kann Gedanken nicht riechen, Informationsübertragung über Pheromone ist kein nichtlokaler Effekt, usw. Siehe Text. (21.07.2011 23:34)iboris schrieb:Vielleicht machst du dir die Mühe zu lesen was ich als Schwachsinn bezeichne. Überlegungen anderer Leute finde ich grundsätzlich interessant, aber wenn sie von falschen Voraussetzungen ausgehen, also von Schwachsinn, schwindet mein Interesse und macht der Erheiterung Platz.(21.07.2011 22:46)martinpi schrieb: Aber wenn du zum gleichen Ergebnis kommst wie ich, dann können wir uns fragen: Wer glaubt so einen Schwachsinn? Und wenn Chopra so viele offensichtliche Fehler macht, wie groß ist dann unsere Bereitschaft das zu glauben was wir nicht überprüfen können? Das ist der Beitrag den wir bei solch einer Diskussion leisten können.Ich habe schon viele Menschen kennengelernt. Unter all diesen Menschen kenne ich keinen, der die Überlegungen anderer als Schwachsinn bezeichnet und der interessantes zu sagen hätte. Vielmehr sind es meist Menschen, die sich profilieren wollen und allenfalls herunterleiern können, was sie irgendwo mal gelesen haben. (21.07.2011 23:34)iboris schrieb: Insekten sehen nicht die Farben die wir sehen. Bienen beispielsweise, sehen Farben vollkommen anders als wir und nehmen beispielsweise kein rot wahr. Genaugenommen sehen Bienen und Menschen nur den Blauton in etwa gleich. Bienen nehmen Licht aus dem ultravioletten Bereich des Spektrums wahr. Kannst Du das auch? Würde mich doch sehr wundern. ;-)Und woher hast du das nachgeplappert? Und hast du gelesen was ich geschrieben habe? Dann wäre dir aufgefallen dass ich nicht behauptet habe dass Menschen UV-Licht wahrnehmen können. Hier sind die Absorptionsspektren der Sehpigmente von Mensch und Honigbiene. Mach deinen eigenen Reim drauf, du wirst wahrscheinlich auch hier erkennen dass das was im Text von Chopra steht so nicht stimmt. Aber ich habe geschrieben (und du könntest es lesen wenn du nicht zu überheblich dazu bist) dass das Kleinigkeiten sind auf die es nicht ankommt. Ich vermute auch dass die kleinen Fehler bewusst eingestreut sind um von den großen abzulenken (und ich weiß dass das funktioniert). Schau dir bitte die Pheromon-Geschichte an. Auf dieser basieren die weiteren Überlegungen, die ja interessant wären, wenn.... Schönen Sonntag, Martin |
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24.07.2011, 09:50
Beitrag #8
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Re: Quantenbewusstsein
Hallo Iboris
Mir ist schon klar worauf Chopra hinaus will. Weil unsere Sinne begrenzt sind könnte die Welt anders sein als wir glauben. Das wäre ja OK, er macht aber einen fundamentalen Logik-Fehler, wie ich im Text ausgeführt habe. Dieser und andere Fehler machen all seine Überlegungen wertlos weil er von falschen Voraussetzungen ausgeht. Das Bild muss keineswegs falsch sein. Vergleich ein Farb- und ein Schwarzweißbild. Natürlich ist im Farbbild mehr Information drin. Aber das was auf dem Schwarzweißbild zu sehen ist ist auch auf dem Farbbild genau so vorhanden. Ich habe einmal einen Versuch gemacht: Bei einem Foto auf dem ein roter VW-Bus zu sehen ist habe ich alles Rot weggenommen (damals noch in der Dunkelkammer) und habe Leute die weder das Foto noch meinen VW-Bus kannten gefragt welche Farbe der Bus hat. Sie haben ihn als rot erkannt. Wie die Welt aussieht wenn man UV wahrnehmen kann ist uns - entgegen deiner Aussage - keineswegs unzugänglich. Man kann es fotografieren. Natürlich sieht es ein wenig anders aus, z.B. Früchte sind deutlicher erkennbar auch wenn sie für uns die gleiche Farbe haben wie das umgebende Blattwerk. Ciao, Martin |
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24.07.2011, 11:36
Beitrag #9
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Re: Quantenbewusstsein
Chopra schreibt auf Englisch. Wenn Du ihm also etwas in die Schuhe schieben willst, dann nimm doch bitte die originalen Texte.
Insekten sehen Farben anders als Menschen. Bei der Biene ist der Bereich des sichtbaren Spektrums im Vergleich zum Menschen um rund 150 Nanometer in Richtung des kurzwelligen UV-Lichts verschoben. Du hast in der Uni gelernt. Ich lerne im täglichen Leben durch Erfahrung und Beobachtung. Lernen ist für mich kein nachbeten von Texten oder Aussagen von irgendwelchen Professoren. |
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24.07.2011, 11:55
Beitrag #10
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Re: Quantenbewusstsein
(24.07.2011 07:44)martinpi schrieb: Dass die Augäpfel des Menschen nicht in zwei Achsen beweglich aufgehängt sind steht schwarz auf weiß in dem Text. Wenn es der einzige Fehler wäre dann wäre das egal,"Der Augapfel ist ein fast kugelförmiger Körper, der sich innerhalb bestimmter Grenzen wie in einer kardanischen Aufhängung um beliebig viele Achsen drehen kann, dabei seine Position innerhalb der Augenhöhle (Orbita) jedoch nicht bzw. nur unwesentlich verändert. Alle möglichen Drehachsen schneiden sich hierbei in einem einzigen Punkt innerhalb der Orbita, dem sogenannten Drehpunkt." (wiki) "Drei Drehachsen sind bei Augenbewegungen besonders hervorzuheben: die z-Achse, die senkrecht durch das Auge verläuft, die x-Achse, die waagerecht verläuft - beide liegen frontoparallel in der Ebene von Listing -, und die y-Achse (auch Sagittalachse), die im Drehpunkt die Lotrechte auf diese Ebene bildet. Die Terminologie der Augenbewegungen basiert auf der Definition dieser drei Achsen." Kann es sein, dass du Drehpunkt und Achsen verwechselt und hier dem Lama einen Fehler untersellst, der dir unterlaufen ist? skinir |
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25.07.2011, 22:01
Beitrag #11
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Re: Quantenbewusstsein
(24.07.2011 11:55)Skinir schrieb: "Der Augapfel ist ein fast kugelförmiger Körper, der sich innerhalb bestimmter Grenzen wie in einer kardanischen Aufhängung um beliebig viele Achsen drehen kann, dabei seine Position innerhalb der Augenhöhle (Orbita) jedoch nicht bzw. nur unwesentlich verändert. Alle möglichen Drehachsen schneiden sich hierbei in einem einzigen Punkt innerhalb der Orbita, dem sogenannten Drehpunkt." (wiki) Das kann nicht sein. Weder bei Chopra noch bei mir ist vom Drehpunkt die Rede, und der Drehpunkt spielt nach deinem Zitat keine Rolle da sich die "Position innerhalb der Augenhöhle (Orbita) jedoch nicht bzw. nur unwesentlich verändert". Bei deinem Zitat ist von beliebig vielen Achsen die Rede, wobei sich alle Drehbewegungen auf eine Kombination von Drehungen um die drei genannten orthogonalen Achsen zurückführen lassen (elementare Geometrie). Aus deinem Zitat geht hervor dass es beim Chamäleon nicht mehr Achsen sein können als beim Menschen, womit Chopras Aussage noch zusätzlich widerlegt ist. Danke. Aber, wie gesagt, das sind Kleinigkeiten. Und, wie Iboris angemerkt hat, vielleicht Übersetzungsfehler. Chopra macht noch viel größere Fehler. |
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25.07.2011, 22:13
Beitrag #12
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Re: Quantenbewusstsein
(24.07.2011 11:36)iboris schrieb: Chopra schreibt auf Englisch. Wenn Du ihm also etwas in die Schuhe schieben willst, dann nimm doch bitte die originalen Texte. Ich beziehe mich auf das was auf 40 Websites im deutschen Sprachraum verbreitet wird. But you are very welcome to quote the original text, I'll be very thankful. (24.07.2011 11:36)iboris schrieb: Insekten sehen Farben anders als Menschen. Bei der Biene ist der Bereich des sichtbaren Spektrums im Vergleich zum Menschen um rund 150 Nanometer in Richtung des kurzwelligen UV-Lichts verschoben. Du plapperst ja schon wieder nach! Du tust schon wieder ausgerechnet das was du mir vorwirfst. Es ist wirklich lustig! :smilie_pc_157: Die Diagramme sind wohl spurlos an dir vorüber gegangen. Aber nehmen wir an du hast Recht. Du hast den (übersetzten) Text von Chopra in diesem Punkt widerlegt. Danke. ![]() (24.07.2011 11:36)iboris schrieb: Du hast in der Uni gelernt. Ich lerne im täglichen Leben durch Erfahrung und Beobachtung. Lernen ist für mich kein nachbeten von Texten oder Aussagen von irgendwelchen Professoren. Ja ja, schon gut, zeig was du kannst. Beitrag 8 wartet auf einen Intelligenzausbruch von dir, Hier (Beitrag #35) ist noch eine offene Frage. And what about pheromones? I expect you, Mr. Good, to work with the original text. Schönen Abend! Martin |
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26.07.2011, 00:52
Beitrag #13
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Re: Quantenbewusstsein
Glaubst Du wirklich, dass hier irgendjemand Lust hat, mit Dir eine fruchtbare Diskussion zu führen? Für mich wäre eigentlich nur interessant, ob es bei Dir eine Entwicklung gibt und wie Du Dein Auftreten und Deine Beiträge in einigen Jahren siehst.
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26.07.2011, 18:03
Beitrag #14
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Re: Quantenbewusstsein
(21.07.2011 22:46)martinpi schrieb: Bleiben wir also bei "unumstößlichen Wahrheiten" bzw. bei dem was wir beide überprüfen können. Ich behaupte also, dass die Augäpfel des Menschen um zwei Achsen beweglich aufgehängt sind. Chopra behauptet das Gegenteil. Nun, wer hat Recht? (24.07.2011 11:55)Skinir schrieb: "Der Augapfel ist ein fast kugelförmiger Körper, der sich innerhalb bestimmter Grenzen wie in einer kardanischen Aufhängung um beliebig viele Achsen drehen kann, dabei seine Position innerhalb der Augenhöhle (Orbita) jedoch nicht bzw. nur unwesentlich verändert. Alle möglichen Drehachsen schneiden sich hierbei in einem einzigen Punkt innerhalb der Orbita, dem sogenannten Drehpunkt." (wiki) Es ging um deine Behauptung, dass das menschliche Auge "um zwei Achsen" beweglich aufgehängt seien lg skinir |
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26.07.2011, 18:39
Beitrag #15
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Re: Quantenbewusstsein
(26.07.2011 18:03)Skinir schrieb: Es ging um deine Behauptung, dass das menschliche Auge "um zwei Achsen" beweglich aufgehängt seien Sagen wir um mindestens zwei, bei dir sind's sogar drei, soll mir auch recht sein. Wobei ich denke dass die sagittale Achse keine Bedeutung hat. Es geht in Wirklichkeit um Chopras Behauptung dass es nicht einmal zwei sind, und diese Behauptung ist auf jeden Fall falsch, egal ob es jetzt zwei oder drei sind. Darüber sind wir uns ja einig. Aber, wie gesagt, Kleinigkeiten. Pheromone, Quantenströme, Mortalität, etc. da sind Chopras wirklich fundamentale Aussagen und seine fundamentalen Fehler zu finden, über die lohnt es sich zu diskutieren. |
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