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Quantenbewusstsein


» Aufmerksame Beschäftigung mit einem Text von Deepak Chopra

21.07.2011, 19:59
Beitrag #1

Quantenbewusstsein

 
1991 hat Deepak Chopra einen Vortrag gehalten. Die ursprüngliche Seite auf http://www.uroboros.ch/ mit der deutschen Übersetzung ist nicht mehr verfügbar, der Link zum Vortrag führt nur mehr zu Werbung und die Domain http://www.uroboros.ch/ wird vom Provider zum Verkauf angeboten.

Aber der Text ist immer noch auf ca. 40 Websites zu finden, dürfte also nach wie vor aktuell sein und so etwas wie das Fundament der Quantenheilung sein. Dieses Fundament wollen wir auf Standfestigkeit untersuchen.

Es werden in dem Text etliche wissenschaftliche Versuche erwähnt und Wissenschaftler zitiert. Diese nehme ich (vorerst einmal) ohne weitere Überprüfung zur Kenntnis.

Zitat:Quantenbewusstsein
Vortrag von Dr. Deepak Chopra

Ich hoffe, in der nächsten Stunde eine kleine Verschiebung Ihrer Sichtweise zu bewirken. Was ich Ihnen verständlich machen möchte, ist das quantenmechanische Modell; nicht nur das Modell des menschlichen Körpers, sondern des Universums, das unser kosmischer Körper ist.

Wer erwartet, hier tatsächlich über das quantenmechanische Modell etwas erfahren wird enttäuscht und sollte sich lieber der (echten) Fachliteratur zuwenden. Aber dieser Text hier ist viel amüsanter. Science Fiction war gestern.

Zitat:Unser wissenschaftliches Verständnis macht gegenwärtig einen Paradigmenwechsel durch. Die Wahrnehmung dessen, was die wirkliche Natur unserer materiellen Welt ist, erfährt eine Verschiebung. Bisher gründete die Interpretation der materiellen Welt, einschliesslich unseres Körpers, buchstäblich auf einem Aberglauben, nämlich dem Aberglauben des Materialismus, gemäss dem die Sinneswahrnehmung dafür massgebend ist, was wir als Wirklichkeit erfahren.

Da wäre es schon interessant zu wissen wessen wissenschaftliches Verständnis einen Paradigmenwechsel durchmacht, wenn er von "unserem" wissenschaftlichen Verständnis spricht (also: Chopra und noch mindestens eine Person). Und was nach 20 Jahren von dem angeblichen Paradigmenwechsel zu bemerken ist.

Zitat:
Natürlich sagt mir schon der gesunde Menschenverstand, dass das nicht wahr sein kann; schliesslich erfahre ich durch meine Sinne, dass die Erde flach ist, was ich natürlich nicht mehr glaube. Ich erfahre, dass ich auf fixem Boden stehe, dabei wissen wir, dass dieser sich schwindelerregend schnell dreht und mit einer Geschwindigkeit von mehreren tausend Meilen pro Stune durch den Raum rast. Meine Sinneswahrnehmung sagt mir, dass die Sonne im Osten aufgeht, über den Himmel wandert usw., dabei gibt es bekanntlich dafür eine bessere Erklärung.

Stimmt. Die menschliche Sinneswahrnehmung wird durch Messgeräte und systematische Beobachtung erweitert.
Der "gesunde Menschenverstand" wäre ohne diese Hilfsmittel nicht in der Lage das zu erkennen.
Allerdings bewegt sich der Boden nicht schwindelerregend schnell, denn diese Bewegung erregt keinen Schwindel. Sonst müssten wir alle dauernd schwindlig sein.

Wer Quantenphysik betreibt sollte den "gesunden Menschenverstand" zu Hause lassen. Dieser kann mit den Aussagen der Quantenphysik nichts anfangen und und führt zu Fehlinterpretationen. Da zählen nur Berechnungen und Messungen.

Wollen wir uns einmal nicht des gesunden Menschenverstandes sondern der Logik bedienen:
Dass es Dinge gibt die wir mit unseren Sinnen nicht erfassen können, aber mit Messgeräten erfassen können legt die Extrapolation nahe dass es noch weitere Dinge gibt die wir bisher nicht erfassen. Extrapolationen sind aber immer problematisch.
Also, die Logik sagt nur dass das nicht wahr sein muss, aber nicht dass es nicht wahr sein kann. Hier hat uns Chopra schon den ersten Trugschluss untergejubelt.

Zitat:Vor etwa 20 Jahren führten Wissenschaftler an der Harvard Medical School ein Experiment durch; sie liessen eine Gruppe junger Kätzchen in einem Raum aufwachsen, in dem es nur horizontale Streifen gab, d.h., alle visuellen Reize waren horizontal. Eine andere Gruppe war in einem Raum mit rein vertikalen visuellen Reizen. Als ausgewachsene kluge Katzen konnte die eine Gruppe nur eine horizontale, die andere nur eine vertikale Welt sehen, und das hatte nichts zu tun mit ihrem ´Glaubenssystem`. Als man ihre Gehirne untersuchte, fehlten ihnen die interneuronalen Verbindungen für die Wahrnehmung einer vertikalen bzw. horizontalen Welt. In anderen Worten, die ursprünglichen Sinneseindrücke dieser Kätzchen hatten ihr neuronales System derart programmiert, dass schliesslich ein Nervensystem entstand, das sogar auf der atomaren Ebene nur noch eine Funktion hatte: die aufgrund der Sinneseindrücke gemachten ursprünglichen Erfahrungen immer wieder zu bestätigen und zu verstärken.

Und das nennt man gesunden Menschenverstand - bzw. Katzenverstand.
Mit "atomarer Ebene" hat das allerdings nichts zu tun. Es sind die gleichen Atome und Moleküle am Werk wie bei normal aufgewachsenen Tieren. Dass das Nervensystem auf atomarer Ebene anders sei ist schlichtweg falsch.

Zitat:
Das obige Phänomen bezeichnen die Psychologen als PCC = Premature Cognitive Commitment, was so viel bedeutet wie: auf frühkindlicher Sinneserfahrung beruhende Festlegung. Frühkindlich oder im Frühstadium, da es in einem entwicklungsbedingten biopsychologischen Stadium geschieht; kognitiv, da es die Sinne programmiert, und Festlegung, da es uns in einer bestimmten Realität fixiert. Wir werden eingesperrt in dieser Realität, wir werden dazu konditioniert, in dieser Realität zu leben.
Von diesen Experimenten gibt es viele Variationen, d.h. diese PCC gibt es in allen Gattungen. Wir können ein einfaches Experiment machen mit Fliegen, die man in einen Topf sperrt, von dem man nach einiger Zeit den Deckel entfernt. Die meisten Fliegen – ausgenommen einige Pioniere – werden den Topf nicht verlassen können, auch wenn er nun offen ist; denn infolge ihrer ursprünglichen Sinneserfahrung erwarben sie ein PCC, demzufolge ihr Universum oben begrenzt ist.

Elefanten werden in Indien trainiert, indem man junge Tiere mit schweren Eisenketten an mächtige Bäume kettet. Nach und nach reduziert man die Stärke der Eisenketten; schliesslich lassen sich die Elefanten, nun ausgewachsene grosse Tiere, mit einem dünnen Seil an Äste anbinden, die nicht dicker als ein Weihnachtsbaum sind. Der Elefant ist nicht in der Lage zu entkommen, denn er hat eine Programmierung in seinem Geist-Körper, die ihn glauben macht, er sei in einem Gefängnis, respektive die Ketten seien unzerreissbar.

Gehen Sie zu einem Aquarium und reden Sie mit den Leuten, die mit Fischen experimentieren, dann erfahren Sie, dass die Fische manchmal voneinander getrennt werden, indem man Trennwände aus Glas in die grossen Tanks einfügt. Nach einiger Zeit kann man die Trennwände entfernen; die Fische schwimmen so weit, wie es die Trennwände erlaubten, aber nicht weiter, denn in ihrem Geist-Körper befolgen sie ein PCC: bis hierher und nicht weiter.

In dieser Weise könnte ich fortfahren und Ihnen viele weitere Beispiele nennen, die zeigen, dass unsere Sinneserfahrung in der Tat strukturiert wird, und zwar so, dass sie sogar die Anatomie und Physiologie unseres Nervensystems formt. Demzufolge dient unser Nervensystem letztlich nur einem Zweck: der Wiederholung und Festigung dessen, was nun zu einem Glaubenssystem geworden ist.

Die Redewendung: Ich glaube nur, was ich sehe, ist daher überhaupt keine physiologische Tatsache. Genau das Gegenteil ist wahr: Wir sehen (erfahren) nur, was wir aufgrund unserer Konditionierung glauben. Somit stellt sich die folgende Frage: Was ist die Welt wirklich, wie sieht sie in Wirklichkeit aus, was ist ihre wahre Beschaffenheit? Die Antwort lautet: Es kommt ganz darauf an, wer sie anschaut oder erfährt, und mit welchem Sinnesapparat wir sie betrachten. Die Augenzellen einer Honigbiene etwa können Licht in der für Sie und mich normalen Wellenlänge nicht wahrnehmen, dafür jedoch ultraviolettes Licht. Wenn nun eine Honigbiene von weitem ein Blume ´sieht`, dann nimmt sie nur den Honig wahr, nicht aber die Blume. Eine Schlange würde von derselben Blume nur die infrarote Strahlung wahrnehmen; eine Fledermaus das Ultraschall-Echo. Die Augäpfel eines Chamäleons sind an zwei Achsen beweglich aufgehängt. Wir können nicht im entferntesten erahnen, wie dieser Raum hier für ein Chamäleon aussehen würde! Nun also, was ist die Welt in Wirklichkeit, wie sieht sie aus, wie ist ihre wahre Beschaffenheit?

Interessante Gedankengänge, ich bin soweit im Großen und Ganzen einverstanden.

Ein Fehler ist ihm bei der Honigbiene unterlaufen. Diese sieht nämlich die Farben die wir sehen und zusätzlich ultraviolett. Dass die Schlange nur die Infrarotstrahlung wahrnimmt ist genauso falsch, sie nimmt Infrarot zusätzlich wahr.

Machen wir einen kleinen Versuch, eventuell vor dem Spiegel: Kann ich meine Augen auf und ab bewegen? (vor dem Spiegel muss ich dazu den Kopf auf und ab bewegen damit ich trotzdem meine Augen sehe) Ja. Auf-Ab ist eine Achse. Kann ich meine Augen links und rechts bewegen? Ja. Links-Rechts ist die zweite Achse. Also sind die Augäpfel des Menschen um zwei Achsen beweglich aufgehängt. 

Aber: Wenn ich meine Augäpfel bewege, ändert sich dann das Bild? Nein (außer dass ich insgesamt mein Blickfeld vergrößere), denn die Bewegung der Augäpfel, so wie auch die Bewegung des Kopfes und des ganzen Körpers, werden vom Gehirn gegengerechnet. Chopras Aussage zur Augenbewegung von Mensch und Chamäleon ist zwar falsch aber auch irrelevant. 

Wir wollen über solche kleinen Fehler hinwegsehen, Chopra macht genug große Fehler.
Wir können aber feststellen dass Chopra in der Biologie ebenso ahnungslos ist wie in Physik (oder dass er ein ahnungsloses Publikum irreführt).

Zitat:
Der Neurophysiologe und Nobelpreisträger Sir John Eckles machte folgende Aussage: In Wirklichkeit gibt es keine Farben, keine Stoffe, keine Gerüche, weder Schönheit noch Hässlichkeit. Da draussen gibt es nur pure Energiesuppe. Es ist eine im Grund genommen formlose, undefinierbare, fliessende Quantensuppe, aus der wir im Akt der Wahrnehmung in unserem Bewusstsein die stoffliche Welt konstruieren. Diese stoffliche Welt da draussen ist ein Feld unendlicher Möglichkeiten, das wir im Prozess der Wahrnehmung zu unsrer vertrauten stofflichen Realität machen, sozusagen kristallisieren.

Das halte ich für überspitzt und missverständlich. Formlos und undefinierbar ist die "Quantensuppe" natürlich nicht. Aber das was wir als Form wahrnehmen hat keine Entsprechung auf subatomarem Maßstab und umgekehrt. Daher ist es Aberglaube Quanteneffekte in makroskopischen Maßstäben herbeizureden. Und die Zahl der Möglichkeiten ist zwar groß aber nicht unendlich, gerade das besagt die Quantenmechanik.
Das Wort Feld ist hier absolut entbehrlich, aber daran müssen wir uns gewöhnen, es scheint das Lieblingswort der Quantenmystiker zu sein.

Wie komme ich dazu, einem Nobelpreisträger zu widersprechen?
Wie es in dem Satz schon steht: Sir John Eccles ist Mediziner, diese Aussage fällt nicht in das Gebiet seiner Kompetenz.


Zitat:
Wir sind wie der sagenhafte König Midas, der die wahre Beschaffenheit der Dinge nicht erfahren konnte, da alles, was er berührte, zu Gold wurde. So erfuhr er nie, wie sich eine Rose, eine Liebkosung oder ein Kuss anfühlt.
In Wahrheit gibt es also nur diese formlose, fliessende Quantensuppe, die wir im Akt des Wahrnehmens zu unserer gewohnten Realität erstarren lassen.

Wenn diese ominöse "Quantensuppe" formlos ist dann gibt es keine Materie und nicht einmal das was wir wahrnehmen und jenseits unserer Wahrnehmung erst recht nichts.
Jetzt bräuchten wir eigentlich gar nicht mehr weiter zu lesen.

Zitat:
In unserem gewöhnlichen Bewusstseinszustand können wir die wahre Beschaffenheit der Wirklichkeit nie erfahren, denn wir versuchen, das Ganze anhand einzelner, bruchstückhafter Sinneswahrnehmungen zu verstehen. Da wir ausser diesen bruchstückhaften Sinneserfahrungen nichts haben, werden wir das Ganze nie verstehen. Wir einigen uns mehr oder weniger über unsere subjektiven Erfahrungen und nennen das dann objektive Wissenschaft. Es ist zwar nichts objektives daran, aber wir denken es uns so! Wir nehmen an, dass der menschliche Körper aus Molekülen besteht, aus Materieteilchen, die aus irgendeinem unerfindlichen Grund herumschwirren, und dass diese dann ein FolgePhänomen erzeugen, dass wir Bewusstsein nennen. Das heisst, unsere Gedanken, Gefühle, Wünsche, Emotionen, Leidenschafen, Liebe, Hass, Gott, Himmel, Hölle, Sünde, Verdammnis, Erlösung, Erleuchtung beruhen auf umherschwirrenden Molekülen. Alles ist ein Tanz der Moleküle!

Stimmt.

Zitat:
Aufgrund eben dieses materialistischen Aberglaubens und dieser materialistischen Sichtweise, die das Modell des menschlichen Körpers nur wie eine erstarrte Skulptur darstellt, entstand ein völlig materialistischer therapeutischer Ansatz. Das Resultat sind die Pharmazeutika und chirurgischen Verfahren, welche wir Zauberkügelchen nennen können. So hört man Ausdrücke wie oh, wie tut das gut, etwa wenn man unglaublich viel gegessen hat und dann ein paar Alkaseltzer nimmt. Nachts, wenn man nicht schlafen kann, nimmt man Schlaftabletten, oder wenn Angstgefühle hochsteigen, nimmt man Beruhigungspillen, das verschafft einem Ruhe. Hat man eine Infektion, dann nimmt man ein Antibiotikum, so wird man die Infektion los; und wenn man Krebs hat, dann gibt es Chemotherapie, Chirurgie und Bestrahlung. Bei Schmerzen in der Brust schluckt man Nitroglycerin, oder noch besser, man lässt eine Bypass-Operation machen.

Dies alles sind die Zauberkügelchen unseres gegenwärtigen medizinischen Systems, das auf dem Aberglauben des Materialismus beruht.

Aberglaube ist das vorschnelle Annehmen von Kausalität. Wenn jemand mit offenen Augen durch die Welt geht fällt ihm z.B.ein einzelnes vierblättriges Kleeblatt in einer Wiese auf. Er wird auch sonst so manches bemerken was anderen verborgen geblieben ist, wird so manches zu seinem Vorteil ausnutzen können und es wird daher für andere so aussehen als hätte er mehr Glück als andere. Der Aberglaube besteht darin, anzunehmen das vierblättrige Kleeblatt sei die Ursache des Glücks. Darum bringt es nichts, vierblättrige Kleeblätter zu züchten.

Diese Definition von Aberglaube sagt aber nichts darüber aus was "vorschnell" bedeutet. Wie lange muss ich kausale Wirkungsketten untersucht haben bevor ich Kausalitätsbeziehungen annehmen kann? Wie lange muss versucht werden eine These zu widerlegen?
Dem Abergläubischen bleibt es verborgen, da er ja die von ihm beobachtete Kausalität bereits als wahr bezeichnet und wahrscheinlich sogar durch weitere Beobachtung bestätigt bekommt.

Die Wissenschaft erforscht das was wir Realität nennen seit einiger Zeit sehr intensiv, kann Vorhersagen treffen die in gewissen Bereichen mit sehr hoher Genauigkeit bestätigt werden (Astronomie, Physik,...), ist die Grundlage sehr erfolgreichen Handelns (Medizin, Technik,...), und versucht subjektive Bewertungen auszuschalten.
Trotzdem ist es immer noch möglich dass dabei etwas übersehen wird und dass irgendwelche unbekannten Kräfte am Werk sind oder eine bessere Beschreibung der Welt möglich ist. Daher ist es sehr begrüßenswert wenn der Versuch unternommen wird solche geheimen Kräfte zu ergründen, eine bessere Beschreibung zu liefern und unseren Realitätsbegriff gegebenenfalls als Aberglaube zu enttarnen.

Aber gerade jemand der wie ich von einer gewissen Neugier in diese Richtung getrieben ist muss aufpassen nicht einem neuen Aberglauben aufzusitzen und muss daher alternative Erklärungen kritisch unter die Lupe nehmen. Deswegen habe ich mir Chopra's Text vorgenommen. Wir können gespannt sein ob er uns neue Erkenntnisse bringt, ob die von ihm erhoffte Verschiebung der Sichtweise auch tatsächlich eintritt. Wir werden hier noch mehr über Aberglaube zu lesen bekommen.

Zitat:
Aber sie funktionieren nicht, es sind hauptsächlich Symptombehandlungen.

Da wäre es hilfreich zu wissen was er unter "funktionieren" versteht. Auch die erfolgreiche Behandlung eines Symptoms ist doch eine Funktion. Und wenn es hauptsächlich Symptombehandlungen sind, dann heißt das eben dass es nicht ausschließlich Symptombehandlungen sind. Und was ist mit dem Rest?

Zitat:
Entweder verschleiern sie die Krankheitssymptome oder sie wirken auf den Krankheitsmechanismus irgendwie ein, während der zugrundeliegende Prozess weitergeht. Der Krankheitsmechanismus ist nicht dasselbe wie der Ursprung einer Krankheit. Dieser hat zu tun mit den elementaren Lebensprozessen wie Essen, Atmen, Verdauen, Stoffwechsel usw., hauptsächlich jedoch mit den Vorgängen im Bewusstsein, das sich durch eben diese Lebensprozesse ausdrückt. Wir können auf den Krankheitsmechanismus korrigierend einwirken, aber dann findet die Krankheit eben eine andere Art sich auszudrücken. Wir können die Vermehrung von Bakterien hemmen, letzten Endes züchten wir dadurch Antibiotika-resistente Organismen und riskieren, solche bei einem Spitalaufenthalt aufzulesen. Vor einigen Jahren kam bei einer Studie der California Medical Association heraus, dass in den Vereinigten Staaten jährlich über 100.000 Personen wegen Antibiotika-resistenten Organismen sterben, mit denen sie bei einem Spitalaufenthalt infiziert wurden. Zu jener Zeit war das mehr als das Zehnfache der durch das HIV- oder AIDS-Virus verursachten Todesopfer.

Was ist heute die häufigste Ursache für Drogenabhängigkeit? Es ist nicht der Stoff, den die Drogenbosse in Kolumbien produzieren, sondern das, was die Ärzte ganz legal verordnen. Gemäss einer Schätzung leiden 36% der Patienten in unseren Spitälern an einer sogenannten akrogenischen Krankheit, d.h. einer als direkte Folge einer biotechnischen medizinischen Intervention erworbenen Krankheit. Der Besuch beim Arzt als Krankheitsursache?

In den USA und in Grossbritannien nehmen 80% aller Leute täglich ein ärztlich verschriebenes Medikament ein. Und trotz der Tatsache, dass in den vergangenen drei Jahrzehnten mehr Personen in der Krebsforschung tätig waren als es Krebskranke gab, nimmt die Anzahl der Krebsfälle weiter zu. Es muss also etwas falsch sein am Modell. Nicht dass biotechnisches medizinisches Eingreifen überhaupt nutzlos wäre, nein, es ist überaus nützlich in akuten Fällen. Aber was die Häufigkeit des Auftretens von Krankheiten oder die Sterblichkeitsrate bei Krankheiten in bezug auf eine gegebene Bevölkerung betrifft, erreichen wir mit der heute praktizierten Medizin nichts, wir verändern nur die Art, wie Krankheit in Erscheinung tritt. So haben wir keine Kinderlähmungs-, Pocken-, Masern- oder Diphterie-
Epidemien mehr, dafür sind degenerative oder geistige Störungen, Alzheimer, Krankheiten der Herzkranzgefässe, Krebs und verschiedene andere heimtückische Krankheiten an ihre Stelle getreten.

Ganz einfach weil die Menschen länger leben, und das auf Grund der angeblich nicht funktionierenden Schulmedizin. Krebs, Alzheimer etc. wirkt (im statistischen Mittel) langsamer und später. Wenn die Menschen vorher an einer Seuche oder an der heute behandelbaren Folge einer Verletzung sterben dann erkranken sie nicht an Krebs, Alzheimer etc.

Zitat:
Ärztliches Eingreifen hat das Erscheinungsbild der Krankheiten verändert, aber nichts bewirkt in bezug auf die generelle Morbidität und Mortalität.

Hat Chopra das Geheimnis des ewigen Lebens und ewiger Jugend ergründet? Das hätten wir nach 20 Jahren bemerkt.
Ein Wissenschaftler der die Mortalität aus der Welt schafft, oder zumindest die Lebensdauer merklich erhöht, hätte mindestens den Nobelpreis für Medizin erhalten.

Zitat:
Wenn Sie nun den menschlichen Körper so anschauen, wie er in Wirklichkeit ist, dann sehen Sie sofort, wie es schon der griechische Philosoph Heraklit ausdrückte, dass dieser Körper nicht eine in Raum und Zeit fixierte, erstarrte Skulptur ist; er ist eher einem Fluss vergleichbar, einem aus Energie und Information bestehenden Fluss.

Dazu müsste ich mich vorher vom "materialistischen Aberglauben" befreit haben, wie wir weiter oben erfahren haben. Und jetzt sehe ich es sofort? Ich sehe es mit meinen Sinnen die doch nur beschränkt sind? Chopra widerspricht sich bereits selbst.

Außerdem, wer denkt an eine erstarrte Skulptur?

Zitat:
Ein Fluss hat etwas Geheimnisvolles: Wenn Sie ihn betrachten, dann sieht er zu verschiedenen Zeiten immer gleich aus, obwohl er in der Tat jedes Mal neu ist. Heraklit sagte, Du kannst nicht zweimal in den selben Fluss steigen.

Ein Fluss ist ein klassisches Beispiel für das, was die indischen Rishis als Maya, Illusion, bezeichnen. Er verschafft Ihnen die Illusion von etwas, was in Wirklichkeit ganz anders ist. Er verschafft Ihnen die Erfahrung von Nicht-Veränderung, während er sich jedoch laufend verändert. Wie bei einem Fluss, so können Sie auch nicht zweimal in dieselben Gebeine, Gedärme und Hauthüllen steigen, denn in jeder Sekunde Ihrer Existenz wird Ihr Körper erneuert. Sie wechseln ihn leichter und spontaner, als Sie Ihre Kleider wechseln. Sie benutzen zum Sitzen auf Ihren Stühlen nicht dieselben Körper, mit denen Sie vor kurzem hereinspaziert sind. Sie können eine ganze Anzahl von Vorgängen heranziehen und feststellen, dass das buchstäblich so ist, zum Beispiel Essen, Atmen, Verdauen, Stoffwechsel, Ausscheidung und auch Bewusstsein. Mit einem einzigen Atemzug nehmen wir 10 hoch 22 Atome unseres Universums auf, das ist eine Zahl mit 22 Nullen. Diese beträchtliche Menge Rohmaterial aus dem Universum verteilt sich bis in die hintersten Ecken und Winkel unseres Körpers, bis in die Gehirnzellen, Herzzellen, Nierenzellen usw. Beim Ausatmen stossen wir 10 hoch 22 Atome aus, welche aus jedem Teil unseres Körpers kommen. Das heisst, dass wir buchstäblich Teile unseres Herzens und unseres Gehirns und unseres Nierengewebes usw. ausatmen, und so gesehen teilen wir miteinander andauernd und in intimer Weise unsere Organe – buchstäblich! Das ist nicht bildlich gesprochen, wir teilen miteinander im wahrsten Sinne des Wortes andauernd und in intimer Weise unsere Organe.

Der amerikanische Dichter Walt Whitman sagte: Jedes zu dir gehörende Atom gehört auch zu mir. Das ist ganz wörtlich gemeint.

Natürlich nicht jedes Atom . Aber einem Dichter wollen wir eine Ungenauigkeit verzeihen. Im Prinzip stimmt das schon.

Zitat:
Untersuchungen des menschlichen Körpers mittels radioaktiver Isotopen und gestützt auf mathematische Berechnungen haben zweifelsfrei ergeben, dass jetzt, gerade jetzt, in Ihrem physischen Körper eine Million Atome zu finden sind, die einst im Körper von Christus waren oder in dem von Buddha, Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Saddam Hussein! Nehmen Sie irgendeinen, der je auf diesem Planeten gelebt hat; in Ihrem physischen Körper kommt Rohmaterial vor, das in jenem physischen Körper war. Betrachten wir nur die drei letzten Wochen: 10 hoch 15 (eine Quadrillion) Atome gingen in dieser Zeit durch Ihren Körper, Atome, die früher einmal durch den Körper jeder lebenden Gattung auf diesem Planeten gingen; und innert weniger als einem Jahre ersetzen Sie 98% aller Atome Ihres Körpers. Das bedeutet: Sie machen alle sechs Wochen eine neue Leber, alle drei Monate ein neues Skelett, obwohl es so hart und solid erscheint, monatlich eine neue Haut, alle fünf Tage neue Magenwände. Sogar die Gehirnzellen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff gab es vor einem Jahr noch nicht, und die ebenfalls auf den Rohstoffen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff basierende DNA, welche die Erinnerungen von Jahrmillionen menschlicher Evolution speichert, entsteht und vergeht alle sechs Wochen, wie eine kurzlebige Knospe und Blüte. Und wenn Sie es genau nehmen wie ein Buchhalter, wenn Sie jedes Atom und jedes Stückchen Gewebe und jedes Tröpfchen mitzählen, dann kommen Sie darauf, dass in weniger als zweieinhalb Jahren Ihr ganzer Körper, jeder Teil davon, bis zum letzten Atom ersetzt wird. Wenn Sie denken ´ich bin mein Körper`, dann geraten Sie in Verlegenheit: Welchen Körper meinen Sie eigentlich? Das diesjährige Modell ist nicht dasselbe wie das letztjährige und auch nicht wie das vom letzten Monat. So stehe ich nun vor Ihnen mit meinem 1991er Modell.

Stimmt.

Zitat:
Jeder Teil dieses Körpers, den ich benütze, um hier zu sein und mich auszudrücken, ist neu verglichen mit letztem Jahr und doch: Etwas davon hat sich anscheinend nicht verändert, nämlich meine Hoffnungen, Erwartungen, Träume, Ideen, Konzepte, Meinungen, meine Philosophie und Ideologie, meine Überzeugungen. Diese hängen hier etwas länger herum als mein physischer Körper, meine Gedanken haben offenbar eine etwas grössere Lebenserwartung als meine Moleküle. Aber auch sie ändern sich natürlich, meine Gedanken wie auch meine Gefühle, sie kommen und gehen von Augenblick zu Augenblick; sie scheinen jedoch die physische Form meines Körpers zu überleben. Vielleicht kann man sagen, das meine Gedanken und Gefühle sich fortwährend reinkarnieren als mein physischer Körper, im Hier und Jetzt, gerade jetzt. Meine Hautzellen erneuern sich jeden Monat, aber sie vergessen den Unterschied zwischen heiss und kalt nicht; ich habe neue Magenzellen alle fünf Tage, und sie sind in der Lage, Hydrochloridsäure zu produzieren; mein Geschmacksknospen werden alle fünf Wochen ausgetauscht, ohne dass sie den Geschmack von Erdbeereis vergessen. Und auch meine DNA, alle sechs Wochen neu, behält die Erinnerung an die ganze evolutionäre Entwicklung der Menschheit. Also ist mein Körper nur der Ort, den meine Erinnerungen jetzt gerade als ´mein Zuhause` bezeichnen.

Zwar nicht überraschend, aber gut formuliert.
Bereits im römischen Recht wurde definiert dass ein Schiff immer noch das selbe Schiff ist auch wenn alle Planken, Spanten etc. ausgetauscht sind und kein Bauteil mehr vom ursprünglichen Schiff stammt.

Zitat:
Vielleicht ist DNS überhaupt nicht ein Ding, sondern Leben schlechthin, ein abstraktes Bewusstseinsfeld, das als Materie in Erscheinung tritt, das sozusagen die Materie als Maske trägt. Vielleicht ist der Körper nicht eine physische Maschine, die Denken gelernt hat, vielleicht ist es gerade umgekehrt: Wir sind Intelligenz-
Impulse, Gedanken, die gelernt haben, einen physischen Körper zu bilden. Dasselbe würde für das ganze Universum gelten.

Vergessen wir nicht das Wort "vielleicht". Pure metaphysische Spekulation.
Das Wort Feld werden wir noch öfter hier lesen, es scheint sein Lieblingswort zu sein.

Gedanken haben nicht den physischen Körper gebildet. Umgekehrt, der Physische Körper bildet Gedanken. Später kommt diese Behauptung noch einmal und mit einer scheinbaren Begründung, die widerlege ich dort.

Gedanken können ihrerseits den physischen Körper in gewissen Grenzen beeinflussen, das ist Psychosomatik.

Zitat:
Ist das plausibel? Wenn Sie einer Physikerin die Frage stellen würden, ´Woraus besteht eigentlich das materielle Universum oder ein Körper?`, was würde sie sagen? Ihre Antwort wäre: Ein Körper besteht aus Atomen und die Atome setzen sich aus Teilchen zusammen; diese sind jedoch nicht feste Objekte, sie sind nur Fluktuationen aus Energie und Information in einer grossen Leere von Energie und Information.

Wenn Sie den Körper mit den Augen eines Physikers anschauen, dann sehen Sie nichts anderes als eine riesige Leere, in der es ein paar verstreute Fleckchen und Pünktchen gibt und dazu einige zufällige elektrische Entladungen.


So weltfremd sind die Physiker die ich kenne nicht. Auch wer weiß dass der Raum hauptsächlich leer ist sieht Gegenstände wie Kaffeetassen als Kaffeetassen.
Obwohl ich weiß dass dieser Text hier nur aus elektrischen Ladungen in Speicherchips besteht sehe ich einen Text. Chopra versucht hier einen Konflikt herbeizureden den es nicht gibt.
Wissenschaftliche Erklärungen der Welt folgen einem hierarchischen Aufbau. Für einen Anatomen ist es weitgehend unerheblich ob die Knochen die er untersucht aus Molekülen bestehen und woraus die wieder um bestehen. Für einen Soziologen ist es weitgehend unerheblich wie die Skelette der von ihm untersuchten Menschen beschaffen sind und wie die Galaxis beschaffen ist in der sie leben. Jede Erklärung ist für sich richtig und überprüfbar, gemeinsam ergeben sie ein Weltbild.

Zitat:
Denn so ist eben der menschliche Körper: 99,999999 Prozent davon wie auch das übrige Universum bestehen vor allem aus leerem Raum. Und das 0,000001 Prozent, das uns als Materie erscheint, besteht ebenfalls aus leerem Raum! Also ist ALLES leerer Raum. Die Frage ist nur, was ist die wahre Natur dieses leeren Raumes?


Mit Leere kann unser Hausverstand nicht umgehen, weil wir Leere in unserer Umgebung und dem unseren Sinnen zugänglichen Größenordnungen nicht erfahren. Da spielt uns der Hausverstand einen Streich, weil wir nicht gewohnt sind dass es etwas gibt das nichts macht und zu nichts gut ist. Die Materieteilchen wirken aufeinander über die bekannten Wechselwirkungen wie z.B. elektromagnetische Anziehung und Abstoßung. Über den leeren Raum hinweg.

Zitat:
Ist es ein Leersein von Nichts oder könnte es etwa eine Fülle nicht-materieller Intelligenz sein? Unser innerer Raum, der mit erstaunlicher Kreativität alles mögliche hervorbringt: Richtig und Falsch, Gut und Böse, Wonne und Schmerz, alles was wir als gegeben hinnehmen und was das Leben lebenswert macht, was ist dieser innere Raum eigentlich? Vielleicht ist er nicht ein Leersein von Nichts, sondern in der Tat der Schoss der Schöpfung selbst. Er ist möglicherweise teil eines Kontinuums, und zwar derart, dass es keinen Unterschied mehr gibt zwischen diesem inneren Raum und dem äusseren Raum.


Wieder einmal "könnte", "vielleicht", "möglicherweise". Chopra hat am Anfang versprochen über Wissenschaft zu sprechen, nicht über mystische Spekulationen.

Zitat:
Die Rishis in Indien untersuchten den menschlichen Körper und nannten ihn Chit-akash. Akash heisst Raum, chit heisst Bewusstsein, Gewahrsein; also voller nichtmaterieller Intelligenz. Die Rishis waren der Meinung, das Bewusstsein sei das Primäre und die Materie sekundär. Das Bewusstsein erzeugt, steuert, konstruiert und wird Materie, einschliesslich der Materie, aus der unsere Körper bestehen.

In den vergangenen 25 Jahren haben die Wissenschaftler erstaunliche Entdeckungen gemacht und bewiesen, dass genau dies der Fall sein muss, denn es zeigte sich folgendes: Wenn wir Gedanken und Gefühle haben, dann erzeugen wir gewisse chemische Stoffe in unserem Gehirn. Mangels eines besseren Ausdrucks nannte man sie Neuropeptide. Wenn wir Gedanken, Gefühle oder Emotionen haben, produziert unser Hirn gewisse chemische Substanzen, Neuropeptide genannt. Neuro, weil sie im Hirn gefunden wurden; Peptide, weil es sich dabei um proteinähnliche Moleküle handelt. Das bedeutet, dass ein Hirnteil mit dem anderen nicht in irgend einer menschlichen Sprache kommuniziert, wohl aber in der sehr präzisen Sprache der Neuropeptide, bei denen es sich um sehr präzise chemische Substanzen handelt. Sie können sich diese Substanzen auch als Schlüssel vorstellen, die nur in gewisse Schlüssellocher passen. In den Zellwänden anderer Neuronen befinden sich kleine Rezeptoren, die diesen Schlüssellöchern entsprechen. Das ist die Art und Weise, wie Neuronen miteinander kommunizieren. Man hat festgestellt, dass solche Rezeptoren nicht nur im Gehirn, sondern überall im Körper vorkommen, zum Beispiel in den Immunzellen. Immunzellen beschützen uns vor Infektionen, Krebs und degenerativen Erkrankungen. Das bedeutet mit anderen Worten, dass die Immunzellen unseren inneren Dialog ständig registrieren. Wir können keinen Gedanken, kein Gefühl, keine Emotion haben, ohne dass die Immunzelle mit Hilfe der spezifischen Rezeptoren davon weiss.

Keine logische Fortsetzung des vorher gesagten, sogar ein Widerspruch. Also nichts vom leeren Raum, denn auch Neuropeptide bestehen aus gewöhnlicher Materie.
Bei den Rezeptoren stimmt es ungefähr, aber die Neuronen im Gehirn funktionieren anders. Sie sind über Synapsen miteinander verbunden die ihre Information nicht durch die Art der ausgetauschten chemischen Botenstoffe unterscheiden sondern durch ihre Verschaltung. Diese Verschaltung ändert sich mit der Zeit (das bezeichnen wir als lernen).
Was Immunzellen "wissen" können ist deutlich weniger als das was das Gehirn weiß (sonst hätten wir kein Gehirn). Neuropeptide können die Wirkung der Neurotransmitter modulieren, mehr nicht.

Zitat:
Diese Erkenntnis erhärtet die bereits ältere Annahme, dass die Immunzellen eines Menschen, der über eine sehr lange Zeit einen unverhältnismässig schweren Kummer zu tragen hat, auch ´kummervoll` sind und dadurch anfälliger für Krebs, degenerative Erkrankungen usw. Diese Immunzellen führen den gleichen inneren Dialog wie die Hirnzellen, nämlich: ´Lasst mich in Ruhe; ich will nicht gestört werden` und unternehmen nichts gegen Infektionen oder Krebs. In den Immunzellen gibt es nicht nur die Rezeptoren für die Neuropeptide; sie sind auch in der Lage, die gleichen chemischen Substanzen zu produzieren wie das denkende Hirn.


Soweit noch ungefähr richtig.

Zitat:
Diese aufsehenerregende Erkenntnis bedeutet, dass die Immunzellen denken können; ihre Gedanken sind zwar nicht linguistisch strukturiert und können sich deshalb nicht in einer klaren Sprache ausdrücken, trotzdem werden die selben chemischen Codes produziert, wie sie das Hirn herstellt, wenn es denkt. Die Immunzelle ist also ein kleines bewusstes Wesen. Fragt man einen guten Neurobiologen nach dem Unterschied zwischen einer Immun- und einer Hirnzelle, so wird er ihn nicht nennen können, weil eine Immunzelle wie ein wanderndes Neuron aussieht und das Immunsystem wie ein wanderndes Nervensystem.


Da steht zum ersten Mal richtiger Blödsinn. Nervenzellen im Gehirn sind direkt miteinander verbunden und kommunizieren über elektrische Reizleitung. Das trifft auf Immunzellen nicht zu. Man kann Denkvorgänge im Gehirn mit EEG und bildgebenden Verfahren beobachten. Hier sind weit mehr und komplexe Phänomene am Werk. Es ist also grundsätzlich falsch zu behaupten dass die Kommunikationsvorgänge in Immunzellen und im Gehirn die gleichen sind.

Es dürfte eher so sein: Die Arbeit der Immunzellen ist für den Körper mit Kosten verbunden (man denke an Fieber, Durchfall etc). Daher wird das Immunsystem nur angeworfen wenn Aussicht auf Erfolg besteht. Die unspezifische Arbeitsweise der Kommunikation über Neuropeptide kann nicht zwischen physischer Bedrohung und anderen, vom Gehirn negativ bewerteten Inhalten unterscheiden. In positiver Richtung funktioniert es genauso unspezifisch. Das dürfte eher unser tierisches Erbe der Evolution sein. Jetzt schreibe ich "dürfte eher sein" weil es eine wissenschaftliche Hypothese ist, von der ich kürzlich gelesen habe.

Die Vorstellung von Immunzellen als kleine bewusste Zwergerln, die fröhlich im Körper herumwuseln und nachdenken welche dummen Streiche sie spielen könnten, hat schon etwas drolliges an sich.

Abgesehen von der amüsanten Vorstellung frage ich mich warum Immunzellen so dumm sind, einen Menschen der schon genug Schwierigkeiten hat, im Stich zu lassen. Haben wir hier die molekulare Grundlage der Dummheit gefunden?

Zitat:
Und in den letzten 10, 15 Jahren hat man herausgefunden, dass dies nicht nur für die Immunzellen zutrifft, sondern auch für andere Zellen. Die Magenzellen produzieren die gleichen chemischen Substanzen wie das denkende Hirn, die Darmzellen, die Dickdarmzellen ... Wenn wir also sagen: ´Mein Bauch sagt mir dieses oder jenes`, so ist das durchaus wörtlich zu nehmen, weil ja der Bauch die selben chemischen Substanzen erzeugt wie das denkende Hirn. Der Bauch kennt noch keine Selbstzweifel: deshalb sind diese ´Bauchgefühle` vermutlich sogar reiner. Jetzt wissen wir also, dass wir einen denkenden Körper haben.


Dass Organe mit dem Gehirn wechselwirken ist interessant und richtig. Falsch ist es, wie schon oben, die Aktivitäten von Gehirn und den anderen Organen gleichzusetzen.
Zum Beispiel beeinflusst das Gehirn das Herz, etwa indem das Herz schneller schlägt wenn wir einen spannenden Film ansehen, das Herz kann über Hormone das Gehirn beeinflussen. So erzeugt es Stimmungen, aber keine Gedanken.

Zitat:
Wo man auch hinschaut, findet man das gleiche Phänomen: Herzzellen, Nierenzellen, Hautzellen produzieren die selbe chemische Substanz wie das Hirn. Wenn Sie sagen, ´Mein Herz ist schwer vor Kummer`, dann ist Ihr Herz buchstäblich mit traurigen chemischen Substanzen beladen; wenn Sie sagen, ´Ich könnte vor Freude platzen`, dann ist Ihre Haut voll mit sehr glücklichen antidepressiven Molekülen, genannt Imipramin. Der Gehalt an Interlucent und Interferon, beides Antikrebsmittel, steigt bei Freude und Heiterkeit – und nicht nur in der Haut und im Kreislauf. Auf der anderen Seite steigt bei Angst, Furcht und Zorn der Gehalt an chemischen Substanzen wie Cortison, Adrenalin oder Noradrenalin, die das Immunsystem zerstören. Unser Körper ist also buchstäblich eine Ansammlung von Ideen; er ist der physische Ausdruck eines Feldes, das mit sich selbst interagiert. Das Selbst macht Interpretationen für die Zellen, indem es diese chemischen Substanzen generiert, die überall und gleichzeitig im Körper auftreten. Sie breiten sich nicht etwa aufeinanderfolgend aus, sondern simultan im ganzen Körper. Wenn ich zum Beispiel den Wunsch habe, Wasser zu trinken, dann wird, sobald ich auf diesen Gedanken komme, von den Hirnzellen die Substanz AT2 produziert, die mein Verhalten so beeinflusst, dass ich nach Wasser Ausschau halte.


Eine chemische Verbindung kann zwar das Verhalten des Gehirns beeinflussen, etwa indem sie Wassermangel signalisiert, die Ausschau nach Wasser ist aber eine eigene Leistung des Gehirns die auf neuronaler Aktivität beruht und diese wieder auf elektrischer Reizleitung und der Verschaltung der Synapsen.

Es müsste ja für jede Zeile in einem Shakespeare-Drama eine chemische Verbindung geben, für jede noch zu machende Entdeckung müsste bereits eine einzigartige chemische Verbindung reserviert sein, usw.
Im Gebirge müsste eine chemische Verbindung gebildet werden die mich nach einer Quelle suchen lässt, in der Großstadt müsste eine andere chemische Verbindung gebildet werden die mich eine Flasche Mineralwasser kaufen lässt.
Es sind derzeit einige hundert Neuropeptide bekannt, die Zahl der möglichen Verbindungen ist auf jeden Fall begrenzt, also kann Chopra's Aussage allein schon deshalb nicht zutreffen.

Zitat:
Gleichzeitig produziert ein anderer Gehirnteil, der Hypothalamus, AT2 und löst damit die Ausschüttung des Hormons ADH aus, das bewirkt, dass der Körper Wasser zurückhält. Gleichzeitig produzieren meine Nierenzellen AT2 und halten Wasser zurück. Meine Herzzellen, meine Hautzellen produzieren es; mit anderen Worten, sobald ich die Idee habe, ´ich brauche Wasser`, so breitet sich diese Idee überall und gleichzeitig in meinem ganzen Körper aus, sie ist allgegenwärtig, allmächtig, allwissend.


Das ist ganz einfach falsch.
Es gibt Regelungsmechanismen wie gezeigt, aber eine Idee entsteht im Gehirn und ist auf das Gehirn beschränkt. Sie kann von anderen Körperteilen ausgelöst werden, normalerweise von Sinnesorganen, und wirkt auf andere Körperteile. Ohne Leistung des Gehirns gibt es aber aber keine Idee. Es sei denn man bezeichnet jegliche Information als "Idee".

Zitat:
Während eines einzigen Augenaufschlags laufen sechs Trillionen Reaktionen ab, die alle aufeinander abgestimmt sind. Dieses Feld ist nicht lokalisierbar, da das, was wir Geist nennen, allgegenwärtig und in allen Zellen gleichzeitig vorhanden ist. Wenn Sie z.B. Ruhe erfahren, dann darum, weil Ihr Körper Valium produziert. Dieses Valium, ein präziser Immuno-Modulator, der in allen Körperzellen gleichzeitig produziert wird, macht Sie im Unterschied zu dem von Hoffmann-LaRoche verkauften Produkt nicht zu einem Zombie. Dieses Feld ist im Körper buchstäblich allgegenwärtig. Sie werden sich nun fragen, ob es denn auf den Körper beschränkt ist. Die Antwort lautet: Nein, es ist nicht auf den Körper beschränkt, es dehnt sich darüber hinaus, es kann nirgendwo isoliert werden, nicht im Hirn und auch nicht im Körper. Es dehnt sich unendlich ausserhalb des Körpers aus; jenseits der Grenzen von Zeit und Raum.


Falsch. Er versucht es in den folgenden Sätzen zu beweisen, sehen wir wie er das bewerkstelligen will.

Zitat:
Nach jahrelangem Forschen haben Wissenschaftler im Menschen eine Gruppe von Hormonen nachgewiesen, die sogenannten Pheromone (Duft-, Informations- und Lockstoffe). Vielleicht haben Sie schon von diesen Stoffen gehört; sie sind die genaue chemische Entsprechung unserer Emotionen, nur dass sie nicht auf den Körper beschränkt sind, sondern sich darüber hinaus ausdehnen. Es wurde bereits vor dieser Entdeckung mit Pheromonen experimentiert, vor allem an Tieren und Pflanzen. Dabei wurde zum Beispiel folgendes beobachtet: Geht man in einen Wald und infiziert einen Baum mit Zigeunermotten, wird der Baum sofort Informationsstoffe in die Atmosphäre freisetzen, und in ein paar Sekunden wird der ganze Wald wissen, dass da eine Zigeunermotten-Infektion droht und seine Alarmbereitschaft erhöhen. Auf diese Weise teilt ein Baum seine Wahrnehmung oder sein Wissen anderen Bäumen mit.


Binnen Sekunden der ganze Wald? Da muss schon kräftiger Wind wehen. Dann hat der Wald ein anderes Problem, nämlich Windbruch.

Zitat:
Schauen Sie sich das geordnete Benehmen von Ameisen oder Bienenvölkern an, sie steuern es mit den Pheromon-Botenmolekülen. Termiten bauen im Dunkeln perfekte Termitenhügel, oft mit architektonisch perfekten Bogen. Auch sie kommunizieren mittels Pheromonen. In dieses Gebiet fällt auch das besonders grausame Experiment, das Stanford-Wissenschaftler mit Mäusen durchführten. Sie verabreichten ihnen Elektroschocks und entfernten sie nach einer Weile aus dem Labor. Dann brachten sie neue Mäuse hinein, die sofort in Panik gerieten und Cortison und Adrenalin produzierten. Sie hatten nämlich die Angst-Pheromone eingeatmet, welche die Mäuse während der Elektroschocks abgesondert hatten.
Alle Tierarten, einschliesslich der Menschen, scheiden Duftstoffe aus. Diese Pheromone sind tatsächlich das genaue Ebenbild unserer Emotionen, Gefühle und Gedanken.


Falsch. Diese Pheromone sind nicht das genaue Ebenbild unserer Emotionen, Gefühle und Gedanken. Wir müssten uns nicht der Sprache bedienen, könnten keine Geheimnisse haben und wüssten die Antworten auf alle Prüfungsfragen wenn es so wäre.

Wozu hat Chopra einen Vortrag gehalten? Binnen Sekunden hätte doch das Auditorium seine Gedanken gerochen!

Zitat:
Als ich in diesen Raum kam und die gespannte Atmosphäre spürte, war Ihre Botschaft an mich nicht metaphorisch, sondern ausgesprochen direkt, denn im Raum waren Unruhe- und Angstpheromone.


Das Publikum hat Angst vor einem Vortrag? Die Angst hat er wohl eher selber gehabt. Angst davor dass jemand im Auditorium sein könnte der sich auskennt.

Zitat:
Wenn Sie sagen: ´Ich ging in dieses Heiligtum und spürte Friede, Liebe und Mitgefühl`, dann ist das wortwörtlich zu verstehen. Wenn Sie sage, ´Ich weiss nicht so recht, aber wenn ich diesen Kerl sehe, überläuft es mich kalt`, dann ist das eine wörtliche Aussage.


Ja, die Stimmung. Aber nicht die Gedanken. Nicht das was als Geist bezeichnet wird.

Zitat:
Der Philosoph Emerson machten den Ausspruch: Wer Du bist, dröhnt so laut in meinen Ohren, dass ich nicht verstehe, was Du sagst. Jetzt kennen wir die physiologische Ursache dafür. Worauf ich hinaus will, ist, dass dank der Forschungsarbeit im Bereich Körper-Geist gezeigt werden konnte, dass der Geist nicht-lokal ist. Er ist nicht auf das Hirn begrenzt und nicht auf den Körper; er dehnt sich aus, er ist ein nicht-lokales, überall und jederzeit existierendes Informationsfeld im Raum-Zeit-Kontinuum.


Nein, das wurde nicht gezeigt. Doppelt falsch. Pheromone sind auf die Luft als Trägermedium angewiesen. Selbst wenn der Geist über die Luft übertragen werden könnte wäre er immer noch lokal im Sinne der Physik.
Der nächste geschickt platzierte Trugschluss.

Pheromone können beim Empfänger Stimmungen hervorrufen, und das tun sie auf Grund ihrer Interpretation durch den Empfänger.

Zitat:
Dieses Feld kann an unterschiedlichen Stellen unterschiedlich erkenntnisfähig sein; an bestimmten Stellen kann das Bewusstsein sehr umfassend sein: totale Selbst-Erkenntnis. An anderen Stellen sind dem Bewusstsein Grenzen gesetzt, aber trotzdem ist dieses ganze Universum ein Bewusstseins- und Erkenntnisfeld.
Auch das hat Bewusstheit: Wenn man ein Elektron aus seiner Schale springen lässt, wird es vermutlich in diese Schale zurückspringen. Das bedeutet, dass eine limitierte Erkenntnisfähigkeit vorhanden ist, nämlich die Eins-zu-Eins Stimulusreaktion.


Der Begriff "Erkenntnis" wird hier sehr strapaziert. So als ob ein Lichtschalter Erkenntnis hätte ob er ein- oder ausgeschaltet ist. Ein Elektron in einem Atom und ein Lichtschalter können eine Begrenzte Anzahl von Zuständen einnehmen und dementsprechend eine kleine Informationsmenge speichern.

Bewusstheit bzw. Bewusstsein ist das Erkennen der Erkenntnis (entsprechend der wissenschaftlichen Definition von Bewusstsein, die ich hier sehr vereinfacht darstelle). Das geschieht bei einem Menschen, zu gewissem Grad auch bei Tieren, aber sicher nicht bei einem Atom oder Elektron.
Oder hat jemand schon davon gehört dass ein Atom bewusstlos geschlagen wird? Dass man es narkotisieren muss bevor man es ionisiert?

Das Word Feld kommt hier sehr oft vor. Für jemanden der nichts davon versteht mag es irgendwie geheimnisvoll klingen, ist aber nicht weiter kompliziert und führt in diesem Satz zu nichts.
Der Begriff "Erkenntnis" ist hier schon überstrapaziert, der Begriff Bewusstheit ist hier völlig fehl am Platz.

Da der Feldbegriff so oft gebraucht wird, ist es an der Zeit ihn zu erklären. Er bedeutet dass jedem Punkt im Raum eine physikalische der Wert einer physikalischen Größe zugeordnet ist, beispielsweise die Temperatur (Skalarfeld) oder die Windgeschwindigkeit (Vektorfeld).

Den Feldbegriff verwendet man dort wo er Berechnungen vereinfacht. Man kann Temperaturgradienten berechnen, Quellen- und Wirbelstärken in Strömungsfeldern berechnen usw.
Wenn ich die physikalische Eigenschaft "Anwesenheit einer Kaffeetasse" untersuchen will, und auf dem Tisch stehen drei Kaffeetassen, könnte ich von einem Kaffeetassen-Anwesenheitsfeld sprechen, das überall den Wert null hat außer dort wo Kaffeetassen stehen, dort hat es den Wert eins. Oder, noch besser, ich nehme den Füllstand der Kaffeetassen damit ich nicht nur 0 und 1 habe. Dann könnte ich noch komplizierte Berechnungen anstellen was passiert wenn z.B. jemand eine Kaffeetasse austrinkt. Das ist nicht falsch aber es bringt nichts, darum tut man es nicht.

Ich könnte mir allerdings statt Kaffeetassen ein beeindruckenderes Wort einfallen lassen, Laien mit meinem neu erfundenen - nein, neu entdeckten - Feld in die Irre führen und Geld damit verdienen.

Aber wenn wir unbedingt ein "erkentnisfähiges Feld" annehmen wollen, dann besteht an dem Ort des Atoms die Erkenntnis- und. Handlungsfähigkeit ausschließlich darin, ein angeregtes Elektron auf seine normale Bahn zurückfallen zu lassen (und noch ein paar mehr, wie z.B. das Elektron ganz zu verlieren), da stimme ich mit Chopra überein. Und außerhalb des Atoms, im leeren Raum, ist die Erkenntnisfähigkeit des Feldes null. Das Atom kann also mit der Annahme des Feldes nichts anderes tun als wir ohne Annahme des Feldes ohnehin erklären können. Wir haben durch den Feldbegriff nichts gewonnen, daher ist er genau so sinnlos wie mein Kaffeetassenfeld.

Zitat:
Je weiter Sie in der Evolutionshierarchie von Leben zu Leben emporklettern, desto vielfältiger werden die Reaktionen auf den gleichen Stimulus;


Wie kommt er jetzt plötzlich vom Elektron zum Leben und das über die "Evolutionshierarchie"? Hat er gerade die Evolution der Elektronen "erfunden"?

Ansonsten ist das eine banale Aussage die ohne Zuhilfenahme des Feldbegriffs auskommt.

Zitat:
hinauf zur Tierwelt, weiter zum menschlichen Nervensystem und endlich zum selbsterkennenden menschlichen Nervensystem, durch das sich das Universum seiner selbst bewusst wird.


Jetzt ist es doch plötzlich doch wieder das Nervensystem und nicht mehr die Pheromone?
Seiner selbst bewusst wird der Mensch. Alles weitere wäre zu begründen, wobei das bisher gesagte nicht einmal dann als Begründung taugen würde wenn es richtig wäre.

Zitat:
Man könnte auch sagen, dass das Universum durch das erleuchtete menschliche Nervensystem seiner selbst bewusst wird.


Redet er jetzt von Wissenschaft oder von Religion?

Ich bin meiner bewusst und ich bin nicht erleuchtet.
Auch ein Erleuchteter ist sich seiner selbst bewusst.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Zitat:
Aber das gesamte Universum ist dieses Feld geistiger Wachheit, das an unterschiedlichen Stellen unterschiedlich intensiv erkenntnisfähig ist.


Was soll ein "Feld geistiger Wachheit" sein?
Genau so sinnvoll wie mein Kaffeetassenfeld. Nämlich sinnlos.

Zitat:
Bewusstsein kreiert auf diese Weise nicht nur unseren menschlichen Körper, sonder auch den kosmischen Körper, den wir ´Umwelt` nennen.


Bewusstsein kreiert das Abbild dessen was wir unseren menschlichen Körper und den kosmischen Körper, den wir ´Umwelt` nennen.
Die Umwelt sagt mir verlässlich wo mein Abbild nicht mit der Realität übereinstimmt.

Der Gedanke ist andererseits unterhaltsam: Mit Ptolemäus begann die Sonne, um die Erde herum zu laufen. Mit Galilei stoppte die Sonne abrupt, die Erde setzte sich in Bewegung. Damals fielen alle Gläser von den Tischen, aber die Berichte über dieses Ereignis fielen der Zensur zum Opfer. Was geschah während Galilei's Bewusstsein eine um die Sonne laufende Erde kreierte, das der Kirchenväter aber eine Sonne kreierte die um die Erde lief? Ach ja, während dieser Zeit waren Erde und Sonne wahrscheinlich in einem quantenmechanischen Überlagerungszustand. Zur Sicherheit sage ich dazu: Das ist ein Scherz. Die Quantengeisterbeschwörer könnten so etwas ja wirklich glauben.

Zitat:
Nur durch das Artefakt unserer sensorischen Wahrnehmung erleben wir uns getrennt vom kosmischen Körper. Ich habe also einen persönlichen Körper und einen kosmischen Körper, die beide von entscheidender Bedeutung für mein Überleben sind.
Das ist also das neue, wissenschaftlich fundierte Paradigma.


Das ist weder ein Paradigma noch wissenschaftlich.

Wissenschaft beruht auf der sensorischen Wahrnehmung, ergänzt durch Messgeräte.
Mit welchem Messgerät er "außer-sinnliche" Wahrnehmungen machen will und den "kosmischen Körper" erforscht wäre interessant zu erfahren.

Zitat:
Es ist auch die Grundlage von Ayurveda, der heutzutage wieder hochaktuell ist. Er sagt folgendes aus: Wie das Atom, so ist auch das Universum; wie der Mikrokosmos, so ist auch der Makrokosmos; wie der menschliche Körper, so ist auch der Kosmische Körper, wie der menschliche Geist, so ist auch der Kosmische Geist.


Ayurveda ist nicht wissenschaftlich. Da mögen solche Aussagen gelten.

Die Ähnlichkeit zwischen einem Atom und dem Universum beschränkt sich im Wesentlichen darauf dass beides Hauptwörter sind.
Außerdem dürfte hier das Universum mit dem Planetensystem verwechselt worden sein.

Ein Atom mag bei sehr oberflächlicher Betrachtung Ähnlichkeiten mit einem Planetensystem haben, in Kinderbüchern ist das Atom so aufgezeichnet. Es ist eine unterhaltsame Vorstellung dass jedes Elektron ein kleiner Planet ist und der wieder aus Atomen besteht usw. Dass es nicht so ist sagt allerdings die Quantenmechanik, und wir haben anfangs gehört dass dieser Vortrag von Quantenmechanik handelt....

Zitat:
Wenn sich die Wissenschaftler manchmal vor diesem dummen Kosmischen Geist fürchten, dann beruhigen wir sie, indem wir sagen, dass wir gar keinen Kosmischen Geist brauchen, sondern dass es sich um ein Nicht-lokales Informationsfeld mit auf sich selbst Bezug nehmenden kybernetischen Feedbackschlaufen handelt.


Zusammenhanglose Aneinanderreihung von Fachausdrücken die dem Laien wohl Ehrfurcht einjagen sollen und ihn am Hinterfragen zu hindern.

Nichtlokalität ist eine bemerkenswerte Eigenschaft der Quantenphysik.

Dass mit nichtlokalen Effekten (Verschränkung) keine Information transportiert werden kann, war schon vor 20 Jahren bekannt. Von Information können wir in der Quantenphysik erst sprechen nachdem eine "Messung" also Interaktion mit einem makroskopischen Objekt stattgefunden hat und die nichtlokalen Phänomene zusammengebrochen sind. "Nicht-lokal" und "Information" ist daher ein Widerspruch.

Wie oben gezeigt, der Feldbegriff bedeutet dass jedem Punkt im Raum der Wert einer physikalischen Größe zugeordnet werden kann. Nichtlokalität ist das Gegenteil, z.B. der Spin eines Elektrons bzw. das Elektron selbst ist auf mehrere Orte "verteilt", kann also keinem Punkt im Raum zugeordnet werden. "Nichtlokales Feld" ist ein Widerspruch in sich.

Zitat:
Diese Antwort befriedigt die meisten Wissenschaftler.


Das ist wohl eher der Punkt an dem es die meisten Wissenschaftler aufgeben sich weiter mit solchem Unsinn zu befassen.

Zitat:
Schauen wir also, wie wichtig das Gesagte für uns Lebewesen ist. Bedeutet es den Unterschied zwischen Gesundheit und Krankheit, zwischen Überleben und Tod? Lassen Sie mich über ein paar Experimente berichten, von denen ich denke, dass sie Sie faszinieren werden: Vor ein paar Jahren führte ein Wissenschaftler namens Herbert Specter am National Institute of Health ein Experiment durch, bei dem er einigen Mäusen die chemische Substanz Poly-A-c injizierte, die das Immunsystem stärkt; gleichzeitig liess er sie Kampfer riechen. Nach einigen Malen stimulierten die Mäuse ihr Immunsystem automatisch, wenn sie Kampfer rochen. Er nahm eine zweite Gruppe von Mäusen, injizierte ihnen die chemische Substanz Cyclophosphamid, die das Immunsystem zerstört, und liess sie gleichzeitig Kampfer riechen. Nach einigen Malen zerstörten die Mäuse ihr Immunsystem automatisch, wenn sie Kampfer rochen. Wir haben also zwei Gruppen Mäuse: Die eine riecht Kampfer und stimuliert das Immunsystem, die andere riecht Kampfer und zerstört das Immunsystem. Wenn man der einen Gruppe ein karzinogen verabreicht, erkrankt sie innerhalb ein paar Wochen an Krebs und stirbt daran; wenn man sie mit Pneumokokken infiziert, so stirbt sie nach ein paar Wochen an einer Lungenentzündung. Die andere Gruppe erkrankt nicht. Was macht also bei diesen Mäusen den entscheidenden Unterschied zwischen Überleben und Tod aus?

Es ist die Interpretation der Erinnerung an den Geruch von Kampfer. Noch einmal: Der entscheidende Unterschied liegt in der Interpretation der Erinnerung and den Geruch von Kampfer.

Ist dieses Forschungsergebnis für uns Menschen relevant? Es ist sogar sehr relevant, weil wir uns gleich diesen Mäusen meistens wie Pavlow´sche Hunde verhalten, die beim Bimmeln einer Glocke anfangen zu geifern. Wir sind bestimmten Erinnerungen ausgeliefert, verknüpfen diese mit gewissen Stimuli und rufen die selben Reaktionen immer und immer wieder hervor. Wir werden die Opfer unserer Erinnerungen, und die Tragödie dabei ist, dass mein Quälgeist von heute mein Überbleibsel von gestern ist.


Schon gut, aber das hat überhaupt nichts mit dem vorher gesagten zu tun. Bekannt als Psychosomatik.

Zitat:
Wir haben schätzungsweise 60.000 Gedanken täglich. Das ist nicht weiter überraschend; was uns aber ein wenig beunruhigen könnte, ist die Tatsache, dass 95% der Gedanken, die wir heute haben, identisch sind mit denen von gestern.

Wir werden also buchstäblich zu Bündeln konditionierter Reflexe, die ständig auf irgendwelche Leute und Umstände mit voraussehbaren biochemischen Reaktionen und Verhaltensmustern reagieren.


Das bedeutet Determinismus und stellt die Willensfreiheit in Frage. Eine in der aktuellen Philosophie heiß diskutierte Frage.

Zitat:
Wenn wir uns dieser Tatsache bewusst werden, dass sich unser Körper täglich so sehr verändert, jährlich so oft erneuert, alle Atome in uns, weshalb leiden wir dann immer noch unter Arthritis, wieso ist der Krebs immer noch da, warum die Arterie immer noch blockiert? Die Antwort auf diese Frage ist, dass die Quantenströme und die intelligenten Muster, die diese physikalischen Antworten generieren, sich nicht ändern. Wenn Sie wirklich Ihren Krebs loswerden wollen, dann müssen Sie den ´Krebsgeist` austreiben. Der Krebsgeist ist nichts anderes als das Zellgedächtnis, ein Quantenfluss auf zellulärer Ebene.


Hier wird das Wort "Quantenströme" einfach so, ohne vorherige Erklärung eingeworfen. So als ob es etwas selbstverständliches wäre und man sich lieber nicht blamiert indem man nach dem Vortrag fragt was das sein soll. Es ist nämlich nur Unsinn.

Das Zellgedächtnis muss es geben, allein schon weil bei der Erneuerung des Körpers wieder ein menschlicher Körper entstehen soll der im wesentlichen dem bisherigen gleicht. Kein Rhinozeros und kein formloser Zellhaufen.
Das Zellgedächtnis besteht in der DNA (und weiteren Zellbestandteilen). Das ist gewöhnliche Materie, da spielen Quanteneffekte keine Rolle.

Zitat:
Sie müssen auf diese tiefe Ebene gehen, den ganzen Prozess beobachten und dann die intelligenten Muster umstrukturieren, die uns unsere physische Erscheinung geben. Wenn Sie wissen, wie es geht, dann können Sie nicht nur Krankheiten loswerden, sondern Sie können Ihren Körper neu strukturieren (eigentlich tun Sie dies unbewusst ja sowieso die ganze Zeit). Stellen wir uns einmal ein Backsteinhaus vor, und dass wir jeden Backstein einmal jährlich ersetzen können. Da wir nun in der Vorstellung gefangen sind, das Haus in dieser Form sei das Einzige, was wir hervorbringen können, werden wir immer und immer wieder das gleiche Haus erschaffen. So restrukturieren wir zum Beispiel durch die immer gleichen Intelligenzmuster die gleichen Muster einer biochemischen Herzerkrankung. In unsrer Kultur stehen Herzerkrankungen als Todesursache an erster Stelle, und es scheint, zumindest deutete dieses Experiment darauf hin, dass einfache Dinge wie Streicheln, Berühren, Liebkosen, Küssen und Sprechen den entscheidenden Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen können. Folgendes Experiment wurde kürzlich von der Universität Miami im Journal of Pediatrics of Florida veröffentlicht. Dabei wurden Neugeborene in zwei Gruppen unterteilt. Die eine Gruppe wurde in Kinderbettchen gehalten, die mit Öffnungen versehen waren, durch die ein Forscher das Baby dreimal täglich während jeweils sechs Minuten streicheln konnte. Mann nannte das natürlich nicht streicheln, sondern Kinesthetic-Tactile Petting-Stimulation, was frei übersetzt Streicheleinheiten verabreichen heisst, um ja das Wort ´Liebe` nicht zu verwenden. Jedenfalls nahmen diejenigen Säuglinge, die dreimal täglich während fünf bis sechs Minuten Streicheleinheiten erhielten, bei gleicher Ernährung täglich 40 – 50% mehr an Gewicht zu als die anderen. Daraus folgerten die Forscher, dass es sich bei der Kinesthetisch-Tactilen-Petting-stimulation um eine kosteneffektive Methode handle, da man damit pro Behandlung dreitausend Dollars sparen kann und die Kinder viel schneller aus der Behandlung entlassen werden können. Es gäbe unzählige weitere ähnliche Beispiele. Ich werde es bei diesem bewenden lassen.


Psychosomatik. Das ist nichts neues und hat nichts mit dem Quantenunsinn zu tun.

Der Ausdruck "Kinesthetic-Tactile Petting-Stimulation" ist auf amüsante Weise um den Brei herum geredet, aber wenigstens nicht grundsätzlich falsch. Wenn wir der Bemerkung der Übersetzer Glauben schenken (ganz unten) dann verwendet Chopra noch kompletten Unsinn um ein bestimmtes Wort zu vermeiden.

Zitat:
Vor nicht allzu langer Zeit, vor ein paar Jahren erst, hat das Gesundheits- und Fürsorgedepartment des Staates Massachusets eine Studie durchgeführt, die sich wieder einmal mit den Risikofaktoren für Herzerkrankungen befasste. Man kann sich natürlich fragen, weshalb eine weitere Studie zu diesem Thema für nötig erachtet wurde. Die Risikofaktoren sind ja längst bekannt: erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes usw. Der Grund dafür war, dass aus Statistiken hervorgegangen war, dass die Mehrzahl der Personen, die ihren ersten Herzinfarkt zwischen dem vierzigsten und fünfzigsten Lebensjahr erleiden, keinen dieser Risikofaktoren haben. Was ergab nun diese neue Studie? Man fand heraus, dass der Risikofaktor Nummer eins für Herzerkrankungen Unzufriedenheit bei der Arbeit ist; wenn Menschen also ihre Arbeit nicht mögen. Risikofaktor Nummer zwei ist die innere Unzufriedenheit. So ging man auf die Strasse und stellte den Leuten zwei Fragen. Erstens: Magst Du Deinen Job? (In Indien würden wir sagen, bist Du im Dharma?) und zweitens: Bist Du glücklich? Und wenn ein Mensch aufrichtig und ehrlich beide mit ´Ja` beantworten kann, ist er vermutlich nicht gefährdet. Eine der erstaunlichsten Statistiken dieser Studie sagt aus, dass in der Westlichen Welt an einem bestimmten Wochentag mehr Menschen sterben als an allen anderen Tagen. Können Sie sich vorstellen, an welchem? Jawohl, am Montag. Und um wie viel Uhr? Genau! Am Montagmorgen zwischen acht und neun Uhr sterben in unserer Zivilisation mehr Menschen an einem Herzinfarkt als zu jedem anderen Zeitpunkt. Das ist erstaunlich, verblüffend, aussergewöhnlich, einzigartig – eine Leistung, die nur die menschliche Spezies vollbringen kann, denn vermutlich kennt kein anderes Tier den Unterschied zwischen Montag und Dienstag. Und was macht den Unterschied? Eine Idee, ein Begriff, eine Interpretation!


Wörtlich genommen, mit den Wochentagen, hat er Recht. Tiere haben sehr wohl soziale Organisation und Interaktion. Z.B. die Rangordnung innerhalb eines Rudels hat einen entscheidenden Einfluss auf die Lebenserwartung. Wohl bekannte Psychosomatik.

Zitat:
Ich hoffe, es ist für alle ersichtlich, dass der Körper aus Ideen besteht und auch das Universum ein Ideenfeld oder Ideenpool ist.


Das ist nicht ersichtlich. Alles was ersichtlich ist, ist dass der Körper durch Gedanken beeinflusst werden kann. So wie ein Mechaniker ein Auto reparieren kann, das Auto aber deswegen nicht von einem Mechaniker erschaffen wurde. Wer eine Schublade öffnen und schließen kann, sie sogar noch ver- und entsperren kann, ist nicht notwendigerweise der Tischler der das Möbelstück erschaffen hat.
Der nächste Trugschluss.

Zitat:
Die Frage ist nun: Wer hat diese Ideen? WER oder WAS hat diese Ideen? Wo ist dieses EINE, das diese Ideen hat? Wenn Sie es im Hirn, im Körper suchen würden, wo würden Sie es finden?

Walter Pennfield ist ein kanadischer Wissenschaftler, Neurologe und Nobelpreisträger. Er entfernte operativ Gehirntumore und andere Dinge, und wenn er das Gehirn geöffnet hatte, machte er eine kleine Untersuchung, indem er bestimmte Bereiche des Gehirns elektrisch stimulierte um herauszufinden, wo sich der Kontrollpunkt im Hirn befindet. In einem seiner berühmtesten Experimente stimulierte er einen bestimmten Bereich des motorischen Cortex, als sich der Arm des Patienten plötzlich nach oben zu bewegen begann. Er sagte zum Patienten: ´Was ist los?` und der Patient antwortete: ´Mein Arm bewegt sich`. Er fragte den Patienten: ´Bewegen Sie ihren Arm?` und der Patient antwortete: ´Nein, er bewegt sich`. Da sagte er: ´OK, bewegen Sie jetzt Ihren Arm in die andere Richtung` und der Patient bewegte seinen Arm sofort in die andere Richtung. Ganz gleich, was Walter Pennfield auch unternahm, um den Befehlshaber zu lokalisieren, es gelang ihm nicht. Den Ort, wo der Befehl ausgeführt wird, zu finden, ist einfach, das geschieht im motorischen Cortex. Jedoch jenen Ort, der den Befehl gibt, im Hirn zu finden, ist unmöglich. Man kann die Stelle lokalisieren, wo der Befehl ausgeführt wird, aber der Befehlsgeber kann nicht gefunden werden; er ist nicht lokalisierbar. Er ist zur gleichen Zeit überall und nirgendwo. Er ist der Denker hinter dem Gedanken. Er ist das Selbst, das mit sich selbst interagiert und Ideen generiert. Aber dieses Selbst befindet sich weder im Körper noch im Hirn. Es ist nämlich gleichzeitig überall im Körper, überall im Hirn und gleichzeitig nirgendwo.


Gedanken, Gedächtnis und Assoziationen lassen sich tatsächlich nicht im Gehirn lokalisieren, sie sind fast im ganzen Gehirn vorhanden (aber nur dort). Das Entscheidende ist die zeitliche Korrelation. Alles was zum gleichen Zeitpunkt passiert gehört zusammen, so können mehrere mentale Inhalte gleichzeitig verarbeitet werden. Das Gehirn zeigt in kleinen Bereichen Synchronizität, im normalen Wachbewusstsein aber über größere Bereiche keine Synchronizität.

Diese zeitlichen Muster verändern sich bei Veränderung des Bewusstseinszustandes, beispielsweise in der Meditation. Durch die Synchronisation weiter Bereiche des Gehirns kommt die Erfahrung (oder Illusion, je nach Ansicht) der Einheit zustande. Das hat man bei der Untersuchung buddhistischer Mönche erforscht. Möglicherweise war das vor 20 Jahren noch nicht bekannt.

Zitat:
Es ist gleichzeitig überall und nirgendwo – alles zur selben Zeit. Und diese Kraft, die gleichzeitig überall und nirgendwo zur selben Zeit ist, dieses Selbst gehört nicht in den Bereich der Gedanken. Dieses Selbst liegt in der Lücke zwischen unseren Gedanken.


Gedanken und Gehirnaktivität sind nicht das selbe. In der Meditation, wenn die Versuchsperson es schafft nicht zu denken, ist die Gehirnaktivität nicht geringer als im normalen Alltag sondern sogar höher. Die Notwendigkeit irgendetwas metaphysisches oder übersinnliches zu postulieren besteht nicht.

Zitat:
Und es ist dieses Selbst, das Raum, Zeit, Materie und Energie kreiert.


Wieder einmal: Das "Selbst" bzw. unsere aus Erfahrung und Beobachtung zusammengesetzte Wahrnehmung kreiert ein Abbild dessen was wir als Raum, Zeit, Materie und Energie erleben. Genau den Fehler den er anfangs der eingeschränkten Wahrnehmung unterstellt hat und als Aberglauben bezeichnet hat begeht er jetzt selbst.

Zitat:
Wir denken, dass es dort draussen eine ewige Zeit gibt; aber jeder seriöse Wissenschaftler wird bestätigen, dass noch niemand die unabhängige Existenz der Zeit bewiesen hat. Seit 1913 hat nämlich kein respektabler Physiker mehr das Wort ´Zeit` in den Mund genommen. Der Begriff, der gebraucht wird, ist Raum-Zeit-Kontinuum. Zeit, wie wir sie erleben, ist ein weiteres Artefakt unserer Sinneserfahrung.


Kein Artefakt sondern der Sonderfall geringer Energie. Was wir auf der Erde erleben ist eben dieser Sonderfall. Die Relativitätstheorie deckt sich für diesen Sonderfall mit der klassischen Physik und sagt für den Alltag, auf den unser Hausverstand trainiert ist, genau das aus was wir gewohnt sind zu erleben. Die Unterschiede sind im "Normalfall" minimal und nur mit hochpräzisen Messungen festzustellen. Die Zeitdilatation musste z.B. bei den Satelliten des GPS-Systems berücksichtigt werden.

Solange wir uns auf der Erde befinden können wir die Effekte der Raumzeit getrost und mit sehr geringem Fehler auf die normale Zeit reduzieren. Die Relativitätstheorie bietet einfache Formeln mit denen man das überprüfen kann. Alles andere müsste Chopra erst beweisen, was wieder einmal Nobelpreis-würdig wäre.

Zitat:
Es ist die Art und Weise, wie wir unsere Sinneserfahrung interpretieren. Wir metabolisieren Zeit genau so, wie wir jede andere Erfahrung umwandeln. Ich gebe dazu ein paar Beispiele:

Vor ungefähr einem Jahr traf ich auf dem Flug von Boston nach London einen alten Freund. Wir hatten eine gute Zeit zusammen. Die Zeit verging wie im Fluge. Man sagte uns, dass der Flug sechs Stunden dauerte, aber für uns verging die Zeit im Nu. Wir vergassen zu essen, auf die Toilette zu gehen und zu schlafen. Bei unserer Ankunft hatten wir nicht einmal einen Jetlag (Ermüdungserscheinungen vom Flug). All diese fixen biologischen Kreisläufe wie Essen, Schlafen, Wachen, Verdauen und Metabolisieren wurden aufgrund unserer individuellen Wahrnehmung, dass die Zeit wie im Flug verging oder dass wir eine schöne Zeit zusammen hatten, umstrukturiert.


Wie er selbst sagt, das betrifft die individuelle Interpretation der Zeit, nicht die Zeit selbst. Sonst hätte auch die Uhr stehenbleiben müssen.
Was er umstrukturiert hat war seine eigene psychische und physiologische Reaktion. Das ist bemerkenswert genug, ändert aber nichts an der Zeit.

Wenn wir uns echte wissenschaftliche Messungen statt Chopra's Anekdote anschauen sehen wir dass die Zeit für den Menschen in normaler Geschwindigkeit abläuft auch wenn er sie subjektiv schneller oder langsamer erlebt. Z.B. Der Psychologe David Eagleman ließ Testpersonen 50m in die Tiefe stürzen. Diese erlebten erwartungsgemäß die Zeitspanne des freien Falls länger als sie wirklich war, sie konnten aber trotzdem nicht mehr Sinneseindrücke aufnehmen als sie es auf festem Boden konnten (in diesem Fall schnell veränderliche Zahlen auf einem Display erkennen).

Zitat: Bestimmt kennen auch Sie Leute, die ständig sagen ´Ich habe keine Zeit, mir läuft die Zeit davon`, als ob Zeit eine physische Ware wäre, die sie in der Tasche mitnehmen können und die ihnen ständig davonläuft, weil sie ein Loch in der Tasche haben. Sie schauen auf die selbe Uhr wie Sie und ich, aber ihre Uhren gehen viel schneller. Es gibt so viele Termine... usw.usw. Wenn man solche Leute untersucht, sieht man, dass ihre biologische Uhr schneller läuft. Ihr Puls geht schneller, sie haben mehr Arrhythmien pro Minute, ihre Blutplättchen sind nervös, ihr Hormonspiegel (Insulin, Adrenalin, Cortison) ist hoch, und manchmal fallen sie plötzlich wegen eines frühzeitigen Herzversagens tot um, und dann ist ihre Zeit abgelaufen, und sie haben keine Zeit mehr. Diese Menschen setzen das innere Erlebnis von ´Ich habe keine Zeit, mir läuft die Zeit davon` in eine physische Tatsache um. Jemand, der scheinbar alle Zeit der Welt hat, ist biologisch komplett anders.


Wieder das selbe: Es ist die Art und Weise, wie wir unsere Sinneserfahrung interpretieren. Nicht die Zeit selbst.

Zitat:
Und natürlich kennen Sie den Ausdruck ´Die Schönheit des Berges war atemberaubend – die Zeit stand still`. Der Ausdruck ´Die Schönheit des Berges war atemberaubend` ist höchst interessant. Weshalb? Wenn die Zeit still steht, dann steht der Atem still, und die Gedanken kommen zum Stillstand. Und wenn die Gedanken zum Stillstand kommen und das Bewusstsein absolut still und ruhig wird, dann erleben wir Zeitlosigkeit.


Dass der Atem stillsteht wird der promovierte Mediziner ja wohl selbst nicht glauben!
Zeitlosigkeit ist auch hier wieder nur die Art und Weise, wie wir unsere Sinneserfahrung interpretieren.

Zitat:
Die Zeit ist nämlich nichts anderes als die Bewegung von Gedanken. Zeit ist dasselbe wie jede andere Stimmung, Träumerei, Phantasie oder jede andere Bewusstseinsschwankung. Unser Bewusstsein ersinnt Zeit, gibt sie ans Hirn weiter, und wir metabolisieren sie in den Körper, wo sie sich als Altern manifestiert.


Allerdings zerfallen radioaktive Elemente, oder haben die Gedanken? Bäume wachsen, Berge werden erodiert, Kontinente wandern, alles nur erdacht?
So einen hat es schon vor Jahrtausenden gegeben. Er hieß Zenon und hielt jegliche Bewegung für Trug der Sinne.

Schade dass die Techniker bei dem Reaktorunfall in Fukushima nicht Herrn Chopra zu Hilfe gerufen haben. Er hätte den Atomen in den Brennstäben erklärt dass sie nicht denken sollen, dass sie sich in die Lücke zwischen den Gedanken begeben sollen. Oder dass sie sich mit ihren Freunden gut unterhalten sollen, vielleicht hätte man die Brennstäbe dazu in ein Flugzeug verladen müssen. Sicher wäre es hilfreich gewesen eine Mega-Party in dem Flugzeug zu feiern und eine gute Zeit zu haben. Also: Die Zeit umzustrukturieren.
Dann wäre für die Atome die Zeit nicht vergangen, sie wären nicht zerfallen und es gäbe das ganze Problem nicht. Statt dessen einen neuen Physik-Nobelpreisträger namens Deepak Chopra.

Wie wäre es überhaupt mit einem globalen Denkstopp? Die Zeit würde stehenbleiben, Radioaktive Isotope würden nicht mehr zerfallen, wir müssten nicht mehr essen und nicht mehr arbeiten. Wir bräuchten keine Häuser weil es nicht mehr regnet denn auch die Kondensation von Wasserdampf findet in der Zeit (Pardon: Raumzeit) statt. Glücklichsein in der Lücke.
Ihr seht, ich habe mich schon vom Aberglauben des Materialismus befreit. So schnell kann das gehen.

Habe ich zu viel versprochen? Ich hätte nicht gedacht dass "Quantenmechanik" so lustig sein kann.

Genug gelacht, werden wir wieder ernst.

Zitat:
Vor einigen Jahren las ich einen Bericht über eine Gruppe von ungefähr sieben deutschen Bergwerkarbeitern, die in einer Mine verschüttet wurden. Nur einer von ihnen hatte eine Uhr. Um seine Kameraden nicht allzu sehr zu beunruhigen, teilte er ihnen alle zwei Stunden mit, eine Stunde sei vergangen. Nach einer Woche wurden sie gerettet, alle lebend, bis auf denjenigen mit der Uhr. Er war zwar in der Lage gewesen, das kollektive subjektive Zeitempfinden zu ändern, sich selbst konnte er jedoch nicht täuschen. Er hatte ganze Zeit nur die Uhr im Kopf. Sie sehen – Zeit ist bloss ein Konzept und nicht die Realität.


Nein. Wieder das selbe: Es ist die Art und Weise, wie wir unsere Sinneserfahrung interpretieren. Nicht die Zeit selbst. Die Behauptung wird auch durch Wiederholung nicht wahr.

Zitat:
Im Vorwort des Bestsellers Eine kurze Geschichte der Zeit von Stephen Hawking macht Karl Seger die folgende Aussage: Stephen Hawking hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Geist Gottes zu verstehen und ist zum Schluss gekommen, dass wir in einem Universum ohne Anfang, ohne Ende, ohne Zeitbegrenzung und ohne räumliche Begrenzung leben.


Chopra hat wohl nur das Vorwort gelesen. Sonst wäre ihm aufgefallen dass Hawking (nicht nur im Titel des Buches) von der Zeit schreibt - was ja angeblich seit 1913 kein respektabler Physiker getan hat. Oder ist Hawking - im Gegensatz zu dem Schreiber des Vorwortes kein respektabler Physiker.

In meiner (online-)Ausgabe des Buches ist dieses Vorwort nicht enthalten.

Zitat:
Wenn Sie versuchen, das zu begreifen, sich das vorzustellen, werden Sie merken, dass es unmöglich ist, weil man etwas, was nie begonnen hat, weder begreifen noch visualisieren kann. Nehmen wir einmal an, dass ein Anfang existiert, und sofort taucht die Frage auf, was denn vor dem Anfang war. Wenn wir annehmen, dass es ein Ende gibt, müssen wir uns fragen, was denn nach dem Ende sein wird. Wir können auch davon ausgehen, dass das Universum irgendwo aufhört, dann müssen wir uns sofort die Frage stellen, was nach dieser Grenze kommt. Quantenphysik ist nicht nur sonderbarer als wir denken, sie ist sonderbarer, als wir denken können! Unsere linguistisch strukturierte, sogenannte rationale und logische Denkweise ist ein Denksystem, das auf der sensorischen Wahrnehmung des Universums beruht. Und diese sensorische Wahrnehmung ist inkorrekt.


Bis jetzt hat Chopra kein einziges plausibles Argument vorgelegt wie er zu dieser Behauptung kommt.
Korrekt ist die Quantenphysik, die durch Rechnung und Messung zustande kommt. Und die ist wohl sonderbar, aber nicht sonderbarer als Physiker denken können.
Im Mikrokosmos gelten, wie bekannt, völlig andere Gesetze als in der uns vertrauten Welt. Die Esoteriker anerkennen diesen Unterschied nicht und glauben die für uns seltsamen Phänomene der Quantenphysik im Alltagsleben herbeireden zu können. Das ist Aberglaube.

Zitat:
In den Klauen dieser Art von Rationalität gefangen zu sein, ist das schlimmste Schicksal, das einem menschlichen Wesen widerfahren kann.


Es gibt ein schlimmeres, nämlich in der realitätsfernen Illusion gefangen zu sein, wie z.B. zu glauben die subjektive Wahrnehmung der Zeit sei die Zeit. Es ist genau die Begrenztheit die Chopra am Anfang dargestellt hat und der er selbst erliegt. Es gibt immer noch schlimmeres, nämlich für diesen Aberglauben Geld zu bezahlen.

Zitat:
Was Stephen Hawking beschreibt, ist die Natur des Seins. Sein kennt keinen zeitlichen Anfang und kein zeitliches Ende, es ist nirgendwo und überall. Es drückt sich durch unseren Geist, unseren Körper und unsere Erfahrungen im Leben aus, aber man kann es mit den Sinnen nicht berühren. Man kann es jenseits der Gedanken erhaschen.


Stephen Hawking schreibt über Physik, und in der Physik gibt es sehr wohl die (Raum-)Zeit. Chopra hat zuvor von der Raumzeit gesprochen, mit dieser Aussage verneint Chopra auch die Raumzeit, widerspricht sich also wieder einmal selbst.

Zitat:
Es gehört aber nicht zur Welt der Gedanken, sondern ist in der Lücke zwischen unseren Gedanken, der Stille zwischen unseren Gedanken.


Die Lücke zwischen den Gedanken ist nichts anderes als neuronale Aktivität. Und zwar, wie man aus der Gehirnforschung bei Meditierenden weiß, sogar erhöhte neuronale Aktivität.

Zitat:
Es gibt zu diesem Thema einen wunderbaren Ausspruch von Rumi, dem grossen Mystiker aus dem Mittleren Osten. Er sagt: Jenseits der Idee von Gut und Böse liegt eine Wirklichkeit – dort werde ich Dich treffen. Rumi spricht also buchstäblich von diesem EINEN Feld jenseits der Gedanken. Es befindet sich in der Lücke zwischen unseren Gedanken, und manche Menschen gelangen zum Beispiel während der Meditation dorthin. Es gibt auch andere Methoden, bei denen eine einfache Verschiebung der Aufmerksamkeit ein Erleben der Einheit von Beobachter und Beobachtetem ermöglicht. Wenn wir nämlich diese Einheit zwischen Beobachter und Beobachtetem und den Prozess des Beobachtens erfahren, erleben wir, dass sie in Wirklichkeit ein einziges ist.


Neuronal gut erforscht. Es handelt sich um das Synchronisieren der Gehirn-Aktivitäten über größere Areale im Gehirn. Im normalen Wachbewusstsein sind die neuronalen Aktivitäten dagegen nur über kleine Bereiche des Gehirns synchronisiert. Was zusammengehört wird durch synchrone Aktivität repräsentiert. Werden Neuronen über das ganze Gehirn hinweg synchron aktiviert, verschwinden alle Grenzen und damit auch die ich-Grenzen und der Meditierende erlebt sich als eins mit dem (grenzenlosen) Universum. Faszinierend, aber nichts metaphysisches, mystisches oder sonstwie esoterisches.

Zitat:
Normalerweise ist das unmöglich, weil unsere Wahrnehmung durch Erinnerungen, Interpretationen, Klassifizierungen, Beschreibungen, Definitionen, Analysen, Evaluationen und Werturteile getrübt ist. Wir können nicht durch ´Neugeborenenaugen` sehen.


Was ist unsere Wahrnehmung ohne Erinnerungen, Interpretationen, Klassifizierungen, Beschreibungen, Definitionen, Analysen, Evaluationen und Werturteile? Da sind wir bei der formlosen "Suppe". Bedeutungslos, im wahren Sinn des Wortes.

Geheilte Blinde brauchen z.B. einige Tage bis sie die visuellen Reize verarbeiten können. Auch Neugeborene können die optischen Eindrücke nicht zu dem zuordnen was der Tastsinn vermittelt. Sie müssen buchstäblich erst die Welt begreifen. Also Erinnerungen, Interpretationen, Klassifizierungen, Beschreibungen, Definitionen, Analysen, Evaluationen und Werturteile ansammeln. Ja, auch Werturteile. Z.B. "Heiß = schlecht, nicht hingreifen".

Mit den Augen eines Neugeborenen möchte ich nicht sehen müssen: Ein Neugeborenes sieht nichts. Nicht dass keine optischen Informationen ins Hirn kämen, die optischen Informationen können nicht verarbeitet werden. Erst durch Ausbilden und Verstärken synaptischer Verschaltungen können Neugeborene (Menschen und Tiere) lernen irgendetwas zu erkennen. Wenn wir uns an Chopra's Pheromon-Geschichte erinnern, dann sehen wir dass er gründlich auf dem Holzweg ist (oder seine Zuhörer auf den Holzweg führt).

Zitat:
In den Shiva-sutras, einer der ältesten Schriften der Welt, finden wir den Ausspruch: Schau die Welt mit frischen Augen an, schau einen gewöhnlichen Gegenstand an, als ob Du ihn zum ersten Mal sehen würdest.


Chopra schweift wieder vom Thema ab. Quantenmechanisches Modell, nicht Mystik!

Zitat:

Wenn wir ein Objekt wie zum ersten Mal anschauen würden, so könnten wir sehen, dass eigentlich der Beobachter beobachtet wird, dass der, der schaut, eigentlich der ist, welcher angeschaut wird. Manchmal machen Leute diese Erfahrung sogar zufällig.


Gerade haben wir erfahren dass wir das nicht können. Chopra widerspricht sich schon wieder.
Eigentlich nett von ihm, ich bräuchte ihn gar nicht widersprechen denn er tut es selbst.

Zitat:
Vor einigen Jahren hatte ich einen Patienten, der auf einem Nachbarhaus die Antenne reparierte. Dabei hob er ein Stück Kabel auf, das er für nicht geladen hielt, durch das aber 12000 Volt flossen. Er starb auf der Stelle. Und wie stirbt man, wenn 12000 Volt durch das Herz fliessen? Ein Phänomen, genannt ´ventrikuläre Fibrillation`, wird ausgelöst. Das Herz fibrilliert. Er fiel also vom Dach; aber wie es das Schicksal wollte, fiel er auf seine Brust, genau in dem Winkel, genau auf die Stelle, genau mit der Wucht, die es brauchte, um sein Herz zu defibrillieren. Eine ganz aussergewöhnliche Geschichte, so als ob Gott ihn gerufen und dann plötzlich seine Meinung geändert hätte. Das Ganze dauerte nur ein paar Sekunden. Der Mann wurde vom Unfallort ins Spital transportiert, und er sagte: `Mein Geist ging immer wieder zu dieser Lücke zurück.` Er nennt diesen kleinen Vorfall, dieses kleine Zeitintervall, die Lücke. Wir fragten: ´Was war in dieser Lücke?` und er antwortete: ´Dort war reine, grenzenlose Freude. Es war reine Glückseligkeit.` Wir sagten: ´Sie waren es sich bewusst?` Er sagte: ´Oh ja, ja, ich war es mir bewusst.` Wir fragten: ´Wessen waren Sie sich bewusst?` Er sagte: ´Ich war mir bewusst, dass ich bewusst war.` Wir fragten: ´Können Sie das etwas spezifischer erklären?` Er antwortete: Ja, es war reines Gewahrsein. Das einzige, was ich sagen konnte, war: ICH BIN. Ich bin nicht dies, ich bin nicht jenes, einfach ICH BIN. Es war die Erfahrung meiner eigenen Unsterblichkeit, die Erfahrung von Ewigkeit. Es war die Erfahrung von Glückseligkeit, von reiner Freude. Ich ging dermassen darin auf, dass ich realisierte, dass alles andere nur ein Konzept ist. Und ich wurde ein für alle Mal, total und gänzlich dieses Ding los, das die Menschen Angst nennen.

Das erstaunliche an der Geschichte des Mannes war, dass der Oberschenkel dort, wo der elektrische Strom aus seinem Bein ausgetreten war, total verbrannt war. Sein Oberschenkelknochen lag frei, alles was man sehen konnte, waren zerfetzte Blutgefässe und Knochen. Im Spital dachte man, dass nicht nur sein Körper, sondern auch sein Hirn durchgebrannt sei. Er weigerte sich nämlich, sein Bein amputieren lassen, was die einzig angemessene Massnahme bei dieser Art von Verletzung gewesen wäre. Aber er sagte, dass er jetzt jederzeit in die Lücke gehen könne und zwar durch einen einfachen Dreh der Aufmerksamkeit. Er würde seine Aufmerksamkeit auf die Lücke richten und in sie hineingleiten. Dort würde er wieder diese reine Freude erleben und von dort aus seine Aufmerksamkeit auf das Bein richten, wo er anstatt des grauenhaften Schmerzes ein angenehmes Kitzeln wahrnähme. Und so ist ihm im Laufe zweier Jahre ein neues Bein gewachsen. Weshalb? Weil er an den selben Ort ging, von dem aus die Natur alles kreiert. Dieser EINE Ort ist in der Lücke zwischen unseren Gedanken. Es ist der nichtlokalisierte Geist, aus dem die Natur alles gebiert. Die Natur geht zu diesem Ort, um eine Galaxie, einen Regenwald oder einen neuen Gedanken zu kreieren.


Nahtoderlebnisse sind verständlicherweise bewusstseinsverändernd. Die Gedanken, Bewertungen etc. sind Produkte der gesammelten Sinneseindrücke (Erinnerungen, Lerneffekte) und dass sich diese bei so einem eingreifenden Erlebnis verändern liegt auf der Hand. Um das einzusehen braucht es keinen Glauben an außer-sinnliche, außer-körperliche oder gar quantenmystische Phänomene.

Regenerationsvermögen bei Säugetieren nachzuweisen bzw. zu bewirken wäre noch einen Medizin-Nobelpreis wert.

Da sich der Patient das Bein nicht amputieren ließ war andererseits keine Notwendigkeit für das Wachsen eines neuen Beines. Also handelt es sich, sagen wir, um eine stark übertriebene Darstellung. Wollen wir es einmal mit dem Widerspruch nicht so ernst nehmen.
Die Vorhersage von Heilungschancen ist naturgemäß mit Unsicherheit behaftet und alles was wir hier sehen ist dass die Heilung besser als vom behandelnden Arzt vorhergesagt war. Die erfreuliche Stimmungslage des Patienten war der Heilung wahrscheinlich dienlich (Psychosomatik).

Zitat:
Mit diesem Wissen können wir jetzt die eigentliche Frage stellen: Wer sind wir? Sind wir lediglich ein Ego, eingesperrt in einen Beutel aus Haut und Knochen, oder ist da noch etwas Beständigeres und Umfassenderes? Der Rishi, der Seher, sagt: Durch das Artefakt der sensorischen Interpretation habt Ihr Euch selber begrenzt, Euch buchstäblich auf Euren Körper beschränkt. Ihr habt Euch auf das Volumen eines Körpers und die Zeitspanne eines Lebens begrenzt und Euch Beschränkungen auferlegt, die völlig konzeptuell sind. Ihr habt Probleme kreiert wie Geburt und Tod, Freude und Schmerz, Richtig und Falsch etc. Will man diese Beschränkungen hinter sich lassen, muss man sich erfahren, wie man wirklich ist. Und dann realisiert man, dass man nicht im Geist ist, sondern der Geist in uns ist. Dass wir nicht im Körper sind, sondern der Körper in uns ist. Dass wir nicht in dieser Welt sind, sondern die Welt in uns ist. Körper, Geist und Welt passieren uns, weil wir uns zufälligerweise dafür interessieren.

Ein Schüler fragte einmal seinen Meister: ´Leben wir in der gleichen Welt? Du scheinst in einer ganz anderen Welt zu leben.` Der Meister antwortete:Ja, wir leben in der genau gleichen Welt. Der einzige Unterschied ist, dass Du Dich in der Welt siehst und ich die ganze Welt in mir sehe.


Und wieder sind wir bei der Mystik. Wissenschaftlich hat Chopra bis jetzt erbärmlich versagt, er sollte bei der Mystik bleiben. Da gibt es immerhin nichts zu widerlegen.

Zitat:
Diesen Teil in uns zufinden, bedeutet, das Feld selber zu finden. Und das Feld ist reine Potentialität. Das Feld ist kein Kontinuum oder ein Modell von Raum-Zeit-Ereignissen; das Feld ist reine Potentialität. Es ist das Kontinuum aller möglichen Energie- und Informationsstadien, die sich später als Raum-Zeit-Ereignisse manifestieren. Und dieses Feld, ich möchte das noch einmal betonen, ist in der Lücke zwischen unseren Gedanken. Es ist in der Lücke der Stille, die nicht lokalisierbar ist.


Als ob er sich nicht mit dem Feldbegriff genug blamiert hätte streut er zum Schluss noch ein paar zusammenhanglos angehäufte Fremdwörter ein.

Zitat:
Wenn ich mit Euch spreche, befindet sich zwischen jedem Wort und jedem Gedanken eine Lücke. Ich könnte zum Beispiel sagen: ´Ich werde jetzt diesen Raum verlassen.` Oder ich könnte sagen: ´Ich werde meine Schuhe ausziehen.` Oder: ´Ich werde Wasser trinken.` Zwischen dem ´werde` und dem nächsten Wort gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Unendliche Möglichkeiten zwischen jedem einzelnen Wort. Stellen Sie sich vor: unbeschränkte Möglichkeiten! Aus diesem Grund ist es ein nicht lokales Feld reiner Potentialität. Das Feld aller Möglichkeiten, das Kontinuum aller möglichen Raum-Zeit-Ereignisse.

Hier noch ein weiteres Beispiel dafür, was der Zugang zu dieser Lücke bewirken kann. Die Geschichte ist einem meiner Freunde, einem englischen Anthropologen, zugestossen. Er arbeitete an einem Buch über Wale und war auf der Suche nach einer bestimmten Walart auf die Indonesischen Inseln gereist, um sie dort zu fotografieren. Nach drei oder vier Wochen erfolgloser Suche erzählte er einmal einem Dorfältesten, was er suchte. Der Dorfälteste sagte: ´Kein Problem, wir haben hier ein zwölfjähriges Mädchen, das dir den Wal beschaffen kann.`

Am nächsten Tag setzte er sich also mit dem Mädchen an den Strand, und es schloss seine Augen. Nach etwa zwanzig Minuten sah der Anthropologe mit Herzklopfen den Wal seiner Wahl am Horizont auftauchen. Und dann, so erzählte er mir, raste sein Herz, denn der Wal kam näher und näher und strandete schliesslich zu Füssen des Mädchens. Sie mussten die Dorfbewohner holen, um den Wal wieder ins Meer zurückzubefördern. Mein Freund suchte das Mädchen und fragte es: ´Was hast Du gemacht? Wie hast Du das gemacht?` Es antwortete: Oh, es war wirklich ganz einfach. Ich ging an den Ort, wo wir alle die gleiche Sprache sprechen und bat den Wal zu kommen.

Was ist das für ein Ort, an dem wir alle die selbe Sprache sprechen? Es ist der Raum der Stille; unaussprechlich, erhaben, noch viel abstrakter; aber in Wirklichkeit sind wir dieses unaussprechliche, erhabene, fühlende Wesen. Und die sogenannte ´materielle Realität` ist nur ein kleines Fragment dieses gewaltigen, erhabenen, unaussprechlichen, abstrakten, fühlenden Wesens.

Die Geschichte des Anthropologen geht noch weiter: Am nächsten Tag ging er mit dem Mädchen fischen. Sie nahmen ein Boot, fuhren hinaus, und alle paar Minuten steckte das Mädchen den Kopf ins Wasser und sagte: ´Fahren wir zehn Meilen in diese Richtung` oder ´fahren wir dorthin`, und so fanden sie alle Fische, die sie suchten. Letztendlich konnte mein Freund nicht anders, er musste es ebenfalls probieren. Er steckte also seinen Kopf ins Wasser, bis er fast erstickte, tauchte wieder auf und sagte: ´Ich habe nichts gehört.` Und das Mädchen, dieses kleine, zwölf Jahre alte Mädchen erwiderte: Eben das ist der Trick, die Stille zu hören. In der Stille ist der Raum aller Möglichkeiten.


Zum Abschluss ein kleines Märchen nach dem Strickmuster "Ich kenne einen der hat es selbst erlebt". Damit der verwirrte Zuhörer es aufgibt irgendeine Frage zu stellen.

Zitat:
Ich möchte meinen Vortrag an dieser Stelle mit einem kleinen Zitat von Kafka schliessen. Kafka war ja im allgemeinen ein sehr deprimierender Schriftsteller, aber einmal brachte er eine brillante Beschreibung des Weges zur Erleuchtung zu Papier:

Du brauchst Dein Zimmer nicht zu verlassen, bleib einfach an Deinem Tisch sitzen und horche.
Du brauchst nicht einmal zu horchen, warte einfach.
Du brauchst nicht einmal zu warten, werde einfach still – und die Welt wird sich Dir offenbaren; sie hat gar keine andere Wahl.



Besten Dank!


Besten Dank dass es zu Ende ist.

Über Quantenmechanik hat er - entgegen der Einleitung - nichts gesagt.

Zitat:

Anmerkung der Übersetzer:

1.Das obige Zitat von Kafka ist den Übersetzern in der Originalfassung nicht bekannt. Da es aus dem Deut-
schen ins Englische und dann sinngemäss wieder zurück ins Deutsche übersetzt wurde, entspricht es möglicherweise dem Originaltext nicht mehr.

2. Was im wissenschaftlichen Jargon Quantensuppe, nicht-lokalisierbares Feld von Energie und Information, Leerer Raum unendlicher Möglichkeiten usw. genannt wird, entspricht dem altehrwürdigen Begriff GOTT. Mystiker, Seher und Meditierende aller Zeiten und aller Religionen haben diesen Gott auf ihre Weise ´gesehen`, erfahren oder sind mit ihm eins geworden. Sie mögen dieses EINE, namenlose, Unaussprechliche Brahman, Sat-Chit-Ananda, Tao, Nirvana, Satori, Shunyata, Erleuchtung, Heiliger Geist, Christusbe-
wusstsein, Allah oder sonst wie nennen; immer ist damit Gott, der Schoss der Schöpfung, gemeint.


Dann wäre es wesentlich einfacher, Gott zu sagen. Aber dann kann man das ganze nicht als Wissenschaft verkaufen.

Zitat:

Aus dem Englischen vom Raum der Stille – Team, http://www.uroboros.ch .

Der Vortrag soll wie eine logische Abfolge von Schlussfolgerungen aussehen und sieht für jemanden der ihn innerhalb einer Stunde über sich ergehen lässt und/oder jemanden der nicht mitdenkt wahrscheinlich wirklich so aus. Ich hoffe es ist jedem klar dass das nicht der Fall ist.

Das Schöne an diesem Vortrag ist dass Chopra ziemlich konkrete Aussagen macht, was in der Esoterik-Szene ja nicht selbstverständlich ist. So kann man einzeln darauf eingehen. Ihr sollt meine Aussagen natürlich auch nicht blind akzeptieren sondern kritisch überprüfen. Interessant ist weiters, wie gekonnt Chopra Trugschlüsse einstreut und und die Zuhörer manipuliert. Mit einigem Geschick tut er so als handle es sich um Wissenschaft, so dass ein unbedarftes Publikum ohne weiters darauf hereinfallen kann.

Wenn es für die "Quantenheilung" notwendig ist durch Lügen einen Placebo-Effekt zu erzeugen, dann bitte bessere Lügen.
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21.07.2011, 21:17
Beitrag #2
Re: Quantenbewusstsein  
Erst einmal muss ich gestehen, dass ich Deinen kompletten Beitrag nicht gelesen habe. War mir schlichtweg zu lang. Ausserdem klingt er sehr überheblich. Die Aussage: "Wie ich dazu komme einem Nobelpreisträger zu widersprechen? Es ist schlichtweg nicht sein Fachgebiet" ist überheblich. Genauso wie Aussagen zu Wahrheit oder Täuschung. Für mich ist es vollkommen logisch, dass alles am Ende eine Energiesuppe ist und wir durch unsere Sinne und die Interpretation der Reize unsere Welt daraus erschaffen.

Noch ein Wort zu Chopra. Deepak Chopra ist ein aussergewöhnlicher ayurvedischer Arzt. Die Ayurveda schöpft ihr Wissen aus Jahrtausende währender Erfahrung. In der Ayurveda spielt das Bewusstsein eine Schlüsselrolle. Chopra sucht am Ende schlichtweg Erklärungen für die aussergewöhnlichen Heilerfolge der Ayurveda bei der eben nicht nur auf der materialistischen Ebene gearbeitet wird sondern gerade auf der Bewusstseinsebene.
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21.07.2011, 21:36
Beitrag #3
Re: Quantenbewusstsein  
Hallo Iboris, danke für die schnelle Antwort!

Solltest du meinen Beitrag doch noch lesen, schließlich habe ich mir viel Arbeit damit gemacht, wirst du feststellen dass ich nichts gegen Ayurveda geschrieben habe.

Ob überheblich oder nicht, das ist deine Meinung. Überheblich wäre es meiner Meinung nach, Sir John Eccles auf medizinischem Gebiet zu widersprechen. Aber genau das tue ich eben nicht.

Es geht hier um Wissenschaft, um quantenmechanisches Modell, um konkrete Aussagen und ihren Wahrheitsgehalt.

Viel Spaß beim lesen und kommentieren,
Martin
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21.07.2011, 21:46
Beitrag #4
Re: Quantenbewusstsein  
(21.07.2011 21:36)martinpi schrieb:  Solltest du meinen Beitrag doch noch lesen, schließlich habe ich mir viel Arbeit damit gemacht, wirst du feststellen dass ich nichts gegen Ayurveda geschrieben habe.

Indirekt schon. Du vertrittst ein materialistisches Weltmodell von dem sich bereits viele angesehene Physiker verabschiedet haben. Die Frage, welches Rolle das Bewusstsein spielt ist eben nicht nur eine philosophische Frage sondern auch eine, die sich hysiker stellen.

(21.07.2011 21:36)martinpi schrieb:  Ob überheblich oder nicht, das ist deine Meinung. Überheblich wäre es meiner Meinung nach, Sir John Eccles auf medizinischem Gebiet zu widersprechen. Aber genau das tue ich eben nicht.

Du schreibst aber nicht so, als wäre es Deine Meinung. Du schreibst, als wären Deine Aussagen unumstössliche Wahrheiten. Dabei ist Sir Eccles Aussage absolut logisch und sogar nachweisbar.

(21.07.2011 21:36)martinpi schrieb:  Es geht hier um Wissenschaft, um quantenmechanisches Modell, um konkrete Aussagen und ihren Wahrheitsgehalt.

Welchen Beitrag könnten wir bei solch einer Diskussion leisten? Irgendwelche Aussagen aus irgendwelchen Büchern von irgendwelchen Physikern. Hast Du mal versucht die Welt in der Stille der Meditation zu erfahren?
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21.07.2011, 22:46
Beitrag #5
Re: Quantenbewusstsein  
(21.07.2011 21:46)iboris schrieb:  
(21.07.2011 21:36)martinpi schrieb:  Solltest du meinen Beitrag doch noch lesen, schließlich habe ich mir viel Arbeit damit gemacht, wirst du feststellen dass ich nichts gegen Ayurveda geschrieben habe.

Indirekt schon. Du vertrittst ein materialistisches Weltmodell von dem sich bereits viele angesehene Physiker verabschiedet haben. Die Frage, welches Rolle das Bewusstsein spielt ist eben nicht nur eine philosophische Frage sondern auch eine, die sich hysiker stellen.

(21.07.2011 21:36)martinpi schrieb:  Ob überheblich oder nicht, das ist deine Meinung. Überheblich wäre es meiner Meinung nach, Sir John Eccles auf medizinischem Gebiet zu widersprechen. Aber genau das tue ich eben nicht.

Du schreibst aber nicht so, als wäre es Deine Meinung. Du schreibst, als wären Deine Aussagen unumstössliche Wahrheiten. Dabei ist Sir Eccles Aussage absolut logisch und sogar nachweisbar.

(21.07.2011 21:36)martinpi schrieb:  Es geht hier um Wissenschaft, um quantenmechanisches Modell, um konkrete Aussagen und ihren Wahrheitsgehalt.

Welchen Beitrag könnten wir bei solch einer Diskussion leisten? Irgendwelche Aussagen aus irgendwelchen Büchern von irgendwelchen Physikern. Hast Du mal versucht die Welt in der Stille der Meditation zu erfahren?

Also gut, ich habe auch indirekt nichts gegen Ayurveda.

Ich habe in meinem Studium gelernt was der Feldbegriff bedeutet. Du hast es wahrscheinlich nicht gelernt. Wenn jemand etwas von Feldern redet hast du vorerst keine andere Wahl als es zu glauben. Darum habe ich diesen Begriff erklärt.

Bleiben wir also bei "unumstößlichen Wahrheiten" bzw. bei dem was wir beide überprüfen können. Ich behaupte also, dass die Augäpfel des Menschen um zwei Achsen beweglich aufgehängt sind. Chopra behauptet das Gegenteil. Nun, wer hat Recht? Was für einen Sinn ergibt es, vielleicht in irgendeiner nicht-materialistischen Sichtweise, zu behaupten die Augäpfel des Menschen seien nicht um zwei Achsen beweglich aufgehängt sind?

Teil mir bitte mit wenn du zu einem anderen Ergebnis kommst als ich, ich könnte mich ja irren.

Aber wenn du zum gleichen Ergebnis kommst wie ich, dann können wir uns fragen: Wer glaubt so einen Schwachsinn? Und wenn Chopra so viele offensichtliche Fehler macht, wie groß ist dann unsere Bereitschaft das zu glauben was wir nicht überprüfen können? Das ist der Beitrag den wir bei solch einer Diskussion leisten können.

Zu deiner Frage, ich habe es versucht die Welt in der Stille der Meditation zu erfahren, und es gelingt mir auch. Ich meditiere, betreibe Tai Ji, Qi Gong, Tandava, etc.
Trotzdem sind die Augäpfel des Menschen für mich um zwei Achsen beweglich aufgehängt, trotzdem sehen Insekten die Farben die wir sehen, etc.

Gute Nacht, Martin
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21.07.2011, 23:34
Beitrag #6
Re: Quantenbewusstsein
 
(21.07.2011 22:46)martinpi schrieb:  Ich habe in meinem Studium gelernt was der Feldbegriff bedeutet. Du hast es wahrscheinlich nicht gelernt. Wenn jemand etwas von Feldern redet hast du vorerst keine andere Wahl als es zu glauben. Darum habe ich diesen Begriff erklärt.

Hast Du gelernt oder nachgeplappert, was Dir vorgebetet wurde? Ich bin mir nach Deiner Aussage sehr sicher, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von lernen haben.

(21.07.2011 22:46)martinpi schrieb:  Bleiben wir also bei "unumstößlichen Wahrheiten" bzw. bei dem was wir beide überprüfen können. Ich behaupte also, dass die Augäpfel des Menschen um zwei Achsen beweglich aufgehängt sind. Chopra behauptet das Gegenteil. Nun, wer hat Recht? Was für einen Sinn ergibt es, vielleicht in irgendeiner nicht-materialistischen Sichtweise, zu behaupten die Augäpfel des Menschen seien nicht um zwei Achsen beweglich aufgehängt sind?

Dir ist aber schon klar, dass Chopra nicht in deutsch schreibt, oder?
Worauf Chopra hinaus will, ist die unabhängige Bewegung der Augen beim Chamäleon. Die Augen sind so angeordnet, dass sich die Gesichtsfelder nur in einem kleinen Bereich zu einem Bild überlagern können, und so meistens zwei einzelne Bilder entstehen. Es ist bis heute unbekannt, wie die beiden Bilder im Gehirn verarbeitet werden und somit können wir nicht wissen, wie ein Chamäleon seine Umwelt wahrnimmt.

(21.07.2011 22:46)martinpi schrieb:  Aber wenn du zum gleichen Ergebnis kommst wie ich, dann können wir uns fragen: Wer glaubt so einen Schwachsinn? Und wenn Chopra so viele offensichtliche Fehler macht, wie groß ist dann unsere Bereitschaft das zu glauben was wir nicht überprüfen können? Das ist der Beitrag den wir bei solch einer Diskussion leisten können.

Ich habe schon viele Menschen kennengelernt. Unter all diesen Menschen kenne ich keinen, der die Überlegungen anderer als Schwachsinn bezeichnet und der interessantes zu sagen hätte. Vielmehr sind es meist Menschen, die sich profilieren wollen und allenfalls herunterleiern können, was sie irgendwo mal gelesen haben.

(21.07.2011 22:46)martinpi schrieb:  Zu deiner Frage, ich habe es versucht die Welt in der Stille der Meditation zu erfahren, und es gelingt mir auch. Ich meditiere, betreibe Tai Ji, Qi Gong, Tandava, etc.
Trotzdem sind die Augäpfel des Menschen für mich um zwei Achsen beweglich aufgehängt, trotzdem sehen Insekten die Farben die wir sehen, etc.

Insekten sehen nicht die Farben die wir sehen. Bienen beispielsweise, sehen Farben vollkommen anders als wir und nehmen beispielsweise kein rot wahr. Genaugenommen sehen Bienen und Menschen nur den Blauton in etwa gleich. Bienen nehmen Licht aus dem ultravioletten Bereich des Spektrums wahr. Kannst Du das auch? Würde mich doch sehr wundern. ;-)
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24.07.2011, 07:44
Beitrag #7
Re: Quantenbewusstsein  
(21.07.2011 23:34)iboris schrieb:  Hast Du gelernt oder nachgeplappert, was Dir vorgebetet wurde? Ich bin mir nach Deiner Aussage sehr sicher, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von lernen haben.

Danke der war gut!!! :smilie_happy_251: Natürlich plappere ich den Feldbegriff nur nach. Die Berechnung von Feldern gehört zu den Grundlagen meines Berufs.
Und, das beste, ausgerechnet du hast mir Überheblichkeit vorgeworfen!!!:smilie_happy_251::smilie_happy_251::smilie_happy_251:

Das Kaffeetassenfeld ist ist eine Analogie mit der ich erkläre was mich an dem "erkenntnisfähigen Feld" stört. Wie gesagt, nicht falsch, aber sinnlos und irreführend. Das habe ich nicht nachgeplappert.

Der Feldbegriff ist, wie alle Begriffe, nur ein Mittel zur Kommunikation. Wir sagen Löffel zu einem Löffel, das ist sinnvoll. Wir sagen nicht Gabel dazu und auch nicht Cumuluswolke, wenn wir uns verständlich ausdrücken wollen. So funktioniert Sprache. Ein Feld ist ein Feld und damit nichts Geheimnisvolles.

(21.07.2011 23:34)iboris schrieb:  Dir ist aber schon klar, dass Chopra nicht in deutsch schreibt, oder?
Worauf Chopra hinaus will, ist die unabhängige Bewegung der Augen beim Chamäleon.

Dass die Augäpfel des Menschen nicht in zwei Achsen beweglich aufgehängt sind steht schwarz auf weiß in dem Text. Wenn es der einzige Fehler wäre dann wäre das egal, sowas passiert jedem. Aber es steht sehr viel drin was ganz offensichtlich falsch ist, oder eben Schwachsinn. Und das wird auf ca. 40 Internetseiten verbreitet. Man kann Gedanken nicht riechen, Informationsübertragung über Pheromone ist kein nichtlokaler Effekt, usw. Siehe Text.

(21.07.2011 23:34)iboris schrieb:  
(21.07.2011 22:46)martinpi schrieb:  Aber wenn du zum gleichen Ergebnis kommst wie ich, dann können wir uns fragen: Wer glaubt so einen Schwachsinn? Und wenn Chopra so viele offensichtliche Fehler macht, wie groß ist dann unsere Bereitschaft das zu glauben was wir nicht überprüfen können? Das ist der Beitrag den wir bei solch einer Diskussion leisten können.
Ich habe schon viele Menschen kennengelernt. Unter all diesen Menschen kenne ich keinen, der die Überlegungen anderer als Schwachsinn bezeichnet und der interessantes zu sagen hätte. Vielmehr sind es meist Menschen, die sich profilieren wollen und allenfalls herunterleiern können, was sie irgendwo mal gelesen haben.
Vielleicht machst du dir die Mühe zu lesen was ich als Schwachsinn bezeichne. Überlegungen anderer Leute finde ich grundsätzlich interessant, aber wenn sie von falschen Voraussetzungen ausgehen, also von Schwachsinn, schwindet mein Interesse und macht der Erheiterung Platz.

(21.07.2011 23:34)iboris schrieb:  Insekten sehen nicht die Farben die wir sehen. Bienen beispielsweise, sehen Farben vollkommen anders als wir und nehmen beispielsweise kein rot wahr. Genaugenommen sehen Bienen und Menschen nur den Blauton in etwa gleich. Bienen nehmen Licht aus dem ultravioletten Bereich des Spektrums wahr. Kannst Du das auch? Würde mich doch sehr wundern. ;-)
Und woher hast du das nachgeplappert? Und hast du gelesen was ich geschrieben habe? Dann wäre dir aufgefallen dass ich nicht behauptet habe dass Menschen UV-Licht wahrnehmen können.
       
Hier sind die Absorptionsspektren der Sehpigmente von Mensch und Honigbiene. Mach deinen eigenen Reim drauf, du wirst wahrscheinlich auch hier erkennen dass das was im Text von Chopra steht so nicht stimmt. Aber ich habe geschrieben (und du könntest es lesen wenn du nicht zu überheblich dazu bist) dass das Kleinigkeiten sind auf die es nicht ankommt.

Ich vermute auch dass die kleinen Fehler bewusst eingestreut sind um von den großen abzulenken (und ich weiß dass das funktioniert).

Schau dir bitte die Pheromon-Geschichte an. Auf dieser basieren die weiteren Überlegungen, die ja interessant wären, wenn....

Schönen Sonntag, Martin
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24.07.2011, 09:50
Beitrag #8
Re: Quantenbewusstsein  
Hallo Iboris

Mir ist schon klar worauf Chopra hinaus will. Weil unsere Sinne begrenzt sind könnte die Welt anders sein als wir glauben. Das wäre ja OK, er macht aber einen fundamentalen Logik-Fehler, wie ich im Text ausgeführt habe. Dieser und andere Fehler machen all seine Überlegungen wertlos weil er von falschen Voraussetzungen ausgeht.

Das Bild muss keineswegs falsch sein. Vergleich ein Farb- und ein Schwarzweißbild. Natürlich ist im Farbbild mehr Information drin. Aber das was auf dem Schwarzweißbild zu sehen ist ist auch auf dem Farbbild genau so vorhanden. Ich habe einmal einen Versuch gemacht: Bei einem Foto auf dem ein roter VW-Bus zu sehen ist habe ich alles Rot weggenommen (damals noch in der Dunkelkammer) und habe Leute die weder das Foto noch meinen VW-Bus kannten gefragt welche Farbe der Bus hat. Sie haben ihn als rot erkannt.

Wie die Welt aussieht wenn man UV wahrnehmen kann ist uns - entgegen deiner Aussage - keineswegs unzugänglich. Man kann es fotografieren. Natürlich sieht es ein wenig anders aus, z.B. Früchte sind deutlicher erkennbar auch wenn sie für uns die gleiche Farbe haben wie das umgebende Blattwerk.

Ciao, Martin
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24.07.2011, 11:36
Beitrag #9
Re: Quantenbewusstsein  
Chopra schreibt auf Englisch. Wenn Du ihm also etwas in die Schuhe schieben willst, dann nimm doch bitte die originalen Texte.

Insekten sehen Farben anders als Menschen. Bei der Biene ist der Bereich des sichtbaren Spektrums im Vergleich zum Menschen um rund 150 Nanometer in Richtung des kurzwelligen UV-Lichts verschoben.

Du hast in der Uni gelernt. Ich lerne im täglichen Leben durch Erfahrung und Beobachtung. Lernen ist für mich kein nachbeten von Texten oder Aussagen von irgendwelchen Professoren.
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24.07.2011, 11:55
Beitrag #10
Re: Quantenbewusstsein  
(24.07.2011 07:44)martinpi schrieb:  Dass die Augäpfel des Menschen nicht in zwei Achsen beweglich aufgehängt sind steht schwarz auf weiß in dem Text. Wenn es der einzige Fehler wäre dann wäre das egal,
"Der Augapfel ist ein fast kugelförmiger Körper, der sich innerhalb bestimmter Grenzen wie in einer kardanischen Aufhängung um beliebig viele Achsen drehen kann, dabei seine Position innerhalb der Augenhöhle (Orbita) jedoch nicht bzw. nur unwesentlich verändert. Alle möglichen Drehachsen schneiden sich hierbei in einem einzigen Punkt innerhalb der Orbita, dem sogenannten Drehpunkt." (wiki)
"Drei Drehachsen sind bei Augenbewegungen besonders hervorzuheben: die z-Achse, die senkrecht durch das Auge verläuft, die x-Achse, die waagerecht verläuft - beide liegen frontoparallel in der Ebene von Listing -, und die y-Achse (auch Sagittalachse), die im Drehpunkt die Lotrechte auf diese Ebene bildet. Die Terminologie der Augenbewegungen basiert auf der Definition dieser drei Achsen."

Kann es sein, dass du Drehpunkt und Achsen verwechselt und hier dem Lama einen Fehler untersellst, der dir unterlaufen ist?

skinir
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25.07.2011, 22:01
Beitrag #11
Re: Quantenbewusstsein
 
(24.07.2011 11:55)Skinir schrieb:  "Der Augapfel ist ein fast kugelförmiger Körper, der sich innerhalb bestimmter Grenzen wie in einer kardanischen Aufhängung um beliebig viele Achsen drehen kann, dabei seine Position innerhalb der Augenhöhle (Orbita) jedoch nicht bzw. nur unwesentlich verändert. Alle möglichen Drehachsen schneiden sich hierbei in einem einzigen Punkt innerhalb der Orbita, dem sogenannten Drehpunkt." (wiki)
"Drei Drehachsen sind bei Augenbewegungen besonders hervorzuheben: die z-Achse, die senkrecht durch das Auge verläuft, die x-Achse, die waagerecht verläuft - beide liegen frontoparallel in der Ebene von Listing -, und die y-Achse (auch Sagittalachse), die im Drehpunkt die Lotrechte auf diese Ebene bildet. Die Terminologie der Augenbewegungen basiert auf der Definition dieser drei Achsen."

Kann es sein, dass du Drehpunkt und Achsen verwechselt und hier dem Lama einen Fehler untersellst, der dir unterlaufen ist?

skinir

Das kann nicht sein.

Weder bei Chopra noch bei mir ist vom Drehpunkt die Rede, und der Drehpunkt spielt nach deinem Zitat keine Rolle da sich die "Position innerhalb der Augenhöhle (Orbita) jedoch nicht bzw. nur unwesentlich verändert". Bei deinem Zitat ist von beliebig vielen Achsen die Rede, wobei sich alle Drehbewegungen auf eine Kombination von Drehungen um die drei genannten orthogonalen Achsen zurückführen lassen (elementare Geometrie). Aus deinem Zitat geht hervor dass es beim Chamäleon nicht mehr Achsen sein können als beim Menschen, womit Chopras Aussage noch zusätzlich widerlegt ist. Danke.

Aber, wie gesagt, das sind Kleinigkeiten. Und, wie Iboris angemerkt hat, vielleicht Übersetzungsfehler. Chopra macht noch viel größere Fehler.
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25.07.2011, 22:13
Beitrag #12
Re: Quantenbewusstsein  
(24.07.2011 11:36)iboris schrieb:  Chopra schreibt auf Englisch. Wenn Du ihm also etwas in die Schuhe schieben willst, dann nimm doch bitte die originalen Texte.

Ich beziehe mich auf das was auf 40 Websites im deutschen Sprachraum verbreitet wird. But you are very welcome to quote the original text, I'll be very thankful.

(24.07.2011 11:36)iboris schrieb:  Insekten sehen Farben anders als Menschen. Bei der Biene ist der Bereich des sichtbaren Spektrums im Vergleich zum Menschen um rund 150 Nanometer in Richtung des kurzwelligen UV-Lichts verschoben.

Du plapperst ja schon wieder nach! Du tust schon wieder ausgerechnet das was du mir vorwirfst. Es ist wirklich lustig! :smilie_pc_157:
Die Diagramme sind wohl spurlos an dir vorüber gegangen.

Aber nehmen wir an du hast Recht.
Du hast den (übersetzten) Text von Chopra in diesem Punkt widerlegt. Danke. Heart

(24.07.2011 11:36)iboris schrieb:  Du hast in der Uni gelernt. Ich lerne im täglichen Leben durch Erfahrung und Beobachtung. Lernen ist für mich kein nachbeten von Texten oder Aussagen von irgendwelchen Professoren.

Ja ja, schon gut, zeig was du kannst. Beitrag 8 wartet auf einen Intelligenzausbruch von dir, Hier (Beitrag #35) ist noch eine offene Frage. And what about pheromones? I expect you, Mr. Good, to work with the original text.

Schönen Abend!
Martin
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26.07.2011, 00:52
Beitrag #13
Re: Quantenbewusstsein  
Glaubst Du wirklich, dass hier irgendjemand Lust hat, mit Dir eine fruchtbare Diskussion zu führen? Für mich wäre eigentlich nur interessant, ob es bei Dir eine Entwicklung gibt und wie Du Dein Auftreten und Deine Beiträge in einigen Jahren siehst.
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26.07.2011, 18:03
Beitrag #14
Re: Quantenbewusstsein  
(21.07.2011 22:46)martinpi schrieb:  Bleiben wir also bei "unumstößlichen Wahrheiten" bzw. bei dem was wir beide überprüfen können. Ich behaupte also, dass die Augäpfel des Menschen um zwei Achsen beweglich aufgehängt sind. Chopra behauptet das Gegenteil. Nun, wer hat Recht?
....
Trotzdem sind die Augäpfel des Menschen für mich um zwei Achsen beweglich aufgehängt,


(24.07.2011 11:55)Skinir schrieb:  "Der Augapfel ist ein fast kugelförmiger Körper, der sich innerhalb bestimmter Grenzen wie in einer kardanischen Aufhängung um beliebig viele Achsen drehen kann, dabei seine Position innerhalb der Augenhöhle (Orbita) jedoch nicht bzw. nur unwesentlich verändert. Alle möglichen Drehachsen schneiden sich hierbei in einem einzigen Punkt innerhalb der Orbita, dem sogenannten Drehpunkt." (wiki)
"Drei Drehachsen sind bei Augenbewegungen besonders hervorzuheben: die z-Achse, die senkrecht durch das Auge verläuft, die x-Achse, die waagerecht verläuft - beide liegen frontoparallel in der Ebene von Listing -, und die y-Achse (auch Sagittalachse), die im Drehpunkt die Lotrechte auf diese Ebene bildet. Die Terminologie der Augenbewegungen basiert auf der Definition dieser drei Achsen."

Es ging um deine Behauptung, dass das menschliche Auge "um zwei Achsen" beweglich aufgehängt seien

lg

skinir
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26.07.2011, 18:39
Beitrag #15
Re: Quantenbewusstsein  
(26.07.2011 18:03)Skinir schrieb:  Es ging um deine Behauptung, dass das menschliche Auge "um zwei Achsen" beweglich aufgehängt seien

lg

skinir

Sagen wir um mindestens zwei, bei dir sind's sogar drei, soll mir auch recht sein. Wobei ich denke dass die sagittale Achse keine Bedeutung hat.

Es geht in Wirklichkeit um Chopras Behauptung dass es nicht einmal zwei sind, und diese Behauptung ist auf jeden Fall falsch, egal ob es jetzt zwei oder drei sind. Darüber sind wir uns ja einig.

Aber, wie gesagt, Kleinigkeiten.
Pheromone, Quantenströme, Mortalität, etc. da sind Chopras wirklich fundamentale Aussagen und seine fundamentalen Fehler zu finden, über die lohnt es sich zu diskutieren.
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