Blätter essen - Selbstversorgung durch Blätter und Unkraut als Nahrung» Die Wiederentdeckung der nichtessbaren Pflanzenteile in der Selbstversorgung |
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17.10.2010, 17:33
Beitrag #1
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Blätter essen - Selbstversorgung durch Blätter und Unkraut als Nahrung
In der Natur gibt es nur jede Menge Pflanzen. Vor allem jede Menge Blätter, die zum Großteil für den Menschen unverdaubar sind. Nur 100 der etwa 330 000 Pflanzenarten werden durch den Menschen in größeren Umfang genutzt. Wie wäre es, wenn man die Blätter von allen möglichen Pflanzen essen könnte? Sozusagen einen essbaren Brei oder Käse daraus bereiten könnte? Wäre das nicht eine wirkliche Selbstversorgung aus der Natur? Dazu bräuchte man nicht einmal eigenes Land. Blätter findet man genügend in der Natur und die Selbstversogung wird einzig durch eine spezielle Presse garantiert. Zumindest für Notzeiten eine geniale Idee, wie ich finde und deshalb möchte ich sie Euch vorstellen.
Wie es geht zeigte Pirie bereits im zweiten Weltkrieg. Er entwickelte eine Eisenpresse, die man als Eiserne Kuh bezeichnete, denn das was sie aus ungeniessbaren Grünzeug erzeugt, ist ein hochwertiger Eiweißkuchen, der in seiner Zusammensetzung der Wertigkeit von Milcheiweiß entspricht. Blätter enthalten viele unverwertbare Bestandteile wie Zellulose - nur drei bis fünf Prozent der Blattsubstanz bestehen aus Eiweiß. Um dieses Eiweiß zu konzentrieren, wendete Pirie ein umständliches Aufbereitungsverfahren an. Er mahlte die Blätter und quetschet sie in einer Art Presse, aus. Dann erhitzte er den grünen Preßsaft auf 80 Grad Celsius. Das Eiweiß gerinnt und kann abgefiltert werden. Täglich lieferte Piries Eisenpresse 45 Kilogramm Blattextrakt mit 40 Prozent Eiweißgehalt. Piries Eisenpresse trennt das Eiweiß in Blättern von den Fasern und presst daraus einen gut verdaulichen Saft. Man nimmt Gemüseblätter, Kartoffel- und Erbsenranken sowie Wasserpflanzen aus Teichen und was sich sonst so anbietet, mahlt sie, quetscht sie, erhitzt sie und filtert das hochwertige Eiweiß ab. Dieser Brei enthält ebensoviel oder fast soviel Eiweiß wie Kuhmilch oder Hühnereier. Wie in der Milch findet man im Pflanzensaft fast alle essentiellen Aminosäuren in reichlicher Menge. Was wäre eine bessere Selbstversorgung als solch eine Eisenpresse, die uns versorgen kann, wenn augenscheinlich nichts essbares zu haben ist. |
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17.10.2010, 19:34
Beitrag #2
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Re: Blätter essen - Selbstversorgung durch Blätter und Unkraut als Nahrung
Solch eine Eisenpresse möchte ich auch gerne zu Hause stehen haben. Nur wie schmeckt das Resultat? Dieser Kuchen aus Blättern ist doch bestimmt recht bitter, oder?
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21.04.2011, 12:10
Beitrag #3
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Re: Blätter essen - Selbstversorgung durch Blätter und Unkraut als Nahrung
Ob bitter oder nicht, hängt von der Pflanzenart ab. Wasserlinsen (Entengrütze) haben einen sehr hohen Eiweißgehalt und schmecken kresseartig. Aber auch Kartoffelsaft ergibt wohlschmeckenden Käse. Kartoffelsaft kann man mit einen Entsafter herstellen. Unter Luftausschluß (in Flaschen) kann man die Stärke absetzen lassen. Den trüben Saft dekandiert man. Kocht man diesen Saft, flockt das Eiweiß aus und der Saft wird klar. Dieser Saft ist für Magenbeschwerden gut geeignet und das ausgeflockte Eiweiß kann zu Käse (Kartoffelgeschmack) gepreßt werden.
Gruß Wolfgang |
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