Bilsenkraut rauchen |
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13.08.2010, 09:53
Beitrag #1
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Bilsenkraut rauchen
Unsere Vorfahren verwendeten das Bilsenkraut als Zusatz zum Bier und legten sich sogar die Bilsenkraut-Blätter aufs Brot. Auch wurde Bilsenkraut geraucht. So ist es in den verschiedensten alten Quellen nachzulesen. In der aktuellen Literatur wird Bilsenkraut hingegen als extrem giftig beschrieben. Bereits kleinste Mengen sollen ausreichen, einen Menschen zu töten. Wie passt das zusammen?
Wie gefährlich ist das räuchern mit Bilsenkraut oder das Rauchen von Bilsenkraut einzuschätzen? |
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13.08.2010, 10:41
Beitrag #2
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Re: Bilsenkraut rauchen
Ja, Bilsenkraut wurde früher zum Bier brauen verwendet. Mit dem Reinheitsgebot verschwand Bilsenkraut von der Zutatenliste. Rätsch gibt heute noch das Rezept für Bilsenkraut-Bier an:
40 g getrocknetes Bilsenkraut (Herbae Hyoscyamus niger conc.) 5 g Gagel oder eine andere Myrica-Art 1 Liter (ca. 1,2 Kilo) Braumalz (Gerstenmalz) 900 g Honig (z.B. Fichten- oder Tannenhonig) ca. 23 Liter Wasser obergärige Hefe (getrocknet ca. 5 g) GetrockneteS, zerkleinerteS Bilsenkraut und Gagel mit einem Liter Wasser auskochen (zwecks der erforderlichen Sterilität). Das Bilsenkraut verbleibt im Wasser, bis der Sud abgekühlt ist. Das Braugefäß (Kunststoffeimer) mit kochendem Wasser sterilisieren. Verflüssigte Malz in das Braugefäß gegeben, dazu 2 Liter heißes Wasser und der Honig. Alles verrühren, Bilsenkrautsud samt dem Kraut hinzufügen. Nochmals alles gut verrühren. Mit kalten Wasser auf ca. 25 Liter auffüllen. Zum Schluß Hefe auf der Lösung verteilen. An einem warmen Ort (20° bis 25° C) ruhen lassen. Die Gärung setzt nur langsam ein, da die Hefe von den Tropanalkaloiden zunächst gelähmt wird. Nach 4 bis 5 Tagen ist die Hauptgärung abgeschlossen und geht in die Nachgärung über. Die Hefe setzt sich langsam ab und bildet einen Bodensatz. Jetzt in Flaschen umfüllen, wobei auf jede Flasche (0,7 1) zwecks weiterer Nachgärung ein gehäufter Teelöffel brauner Zucker zugesetzt wird. Das Bilsenkrautbier schmeckt am besten, wenn es zwei bis drei Monate kühl (im Keller) gelagert wird. Das Bilsenkraut ist darüber hinaus eine alte Ritualpflanze. Bei den Kelten hieß das Schwarze Bilsenkraut beleno und war dem Orakel- und Sonnengott Belenos geweiht. Ihm zu Ehren wurde es geräuchert. Der inhalierte Rauch versetzte die Druiden und Barden in die "Anderswelt". Dort konnten sie mit Feen und anderen Wesen kommunizieren. Bilsenkrautsamen wurden im modernen Okkultismus zum Beschwören von Geistern, vor allem bei der Nekromantie oder Totenbeschwörung, als Räucherstoff verwendet. Dazu wurde nach folgendem Rezept ein Räucherpulver gemischt (vgl. Räucherwerk): 1 Teil Fenchelwurzel/-Samen (Foeniculum vulgare) 1 Teil Olibanum (Boswellia sacra) 4 Teile Bilsenkraut (Hyoscyamus niger) 1 Teil Koriandersamen (Coriandrum sativum L.) 1 Teil Kassiarinde (Cinnamomum cassia PRESL) Es hieß, mit diesem Weihrauch solle man in einen gespenstischen, dunklen Wald ziehen, auf einem Baumstumpf eine schwarze Kerze und die Räucherpfanne entzünden. Man solle das Pulver so lange räuchern, bis plötzlich die Kerze verlischt. Dann sähe man in der Dunkelheit die Geister der Nacht aus dem Rauch erscheinen. Um sie wieder zu vertreiben, soll eine Mischung aus gleichen Teilen Asa foetida (»Teufelsdreck«) und Olibanum geräuchert werden. Im Peri-ts'ao Ching, einem sehr alten chinesischen Kräuterbuch, heißt es von der Lang-taug genannten Unterart vom Bilsenkraut: [Die Samen], werden sie [richtig zubereitet] über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen, ermöglichen einem, sehr lange Strecken zu gehen, sind nützlich für den Geist und vermehren die Kraft. (...) Außerdem kann man durch sie mit Geistern kommunizieren und Teufel sehen. Wenn man sie im Übermaße nimmt, so lassen sie einen verblöden. Im Süden Kaschmirs werden die Bilsenkraut-Blätter, mit Tabak vermischt als Halluzinogen geraucht. Rätsch warnt davor mehr als 0,5g Bilsenkraut zu nehmen. Um es auf den Punkt zu bringen. Das Bilsenkraut ist giftig. Es wurde früher in verschiedensten Formen als Halluzinogen gebraucht. Aus heutiger Sicht, wo wir uns weit vom Wissen um die Pflanzen entfernt haben, uns sozusagen entfremdet haben, sollte man die Finger vom Bilsenkraut lassen. Wer Bilsenkraut trotzdem verwendet, sollte genau wissen, was er tut. Quellen: Christian Rätsch |
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12.04.2011, 08:53
Beitrag #3
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Re: Bilsenkraut rauchen
Bilsenkraut wird vorwiegend homöopathisch bei hoher Errregung eingenommen. Es gibt so einige Pflanzen und auch Pilze, welche bei psychischen Belastungen, Erregungen genommen werden können.
Doch es ist stets Vorsicht walten zu lassen, da Pflanzen je nach Standort und Strahlungsintensität ihre toxische Wirkung enorm verstärken können. Auch der Fliegenpilz besitzt beruhigende Wirkung und ist so giftig nicht, es kommt immer auf die Dosis an, welche wir bei Pflanzen meist nicht kennen. Notwenig wäre eine vorherige Laboranalyse. Ebenfalls der Reinfarn ist eine psychodelische Pflanze und ist mit Vorsicht zu genießen. Im Allgemeinen halte ich nichts von Rauschmitteln, denn unser Hirn ist von Natur aus mit genügend Endorphinen ausgestattet um uns ein gesundes und gut informiertes Leben zu garantieren, welches lweider durch die Gesellschaft oft gestört wird. Ich befasse mich seit vielen Jahren mit psychischen Erkrankungen und habe schon so Einigen den Weg aus den Psychopharmaka und weg von der Psychiatrie ermöglicht. Alles auf pflanzlicher Basis und Allen geht es bis heute ohne Psychopharmaka sehr gut. Nur ist es ein heikles und von medizinischer Seite betrachtetes, unerwünschtes Thema und man wird angefeindet und verleugnet, bis hin zur Justiz. Man bewegt sich auf sehr glattem Eis. |
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12.04.2011, 19:03
Beitrag #4
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Re: Bilsenkraut rauchen
Fleiegnpilz gekocht und anschließend gebraten soll sehr lecker und vollkommen ungiftig sein.
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17.04.2011, 13:59
Beitrag #5
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Re: Bilsenkraut rauchen
volkommen ungiftig, darauf würde ich mich nicht verlassen, ich weiß nur, dass Manche die Haut abziehen und diesen dann essen. Die Wirkstoffe befinden sich in der Haut- sagt man !
Sicher bin ich mir da nicht. Wir brauchten hier eine Laborantin! |
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22.04.2011, 19:15
Beitrag #6
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Re: Bilsenkraut rauchen
(12.04.2011 19:03)rainer schrieb: Fleiegnpilz gekocht und anschließend gebraten soll sehr lecker und vollkommen ungiftig sein. So ca. 15 Minuten kochen lassen und Wasser wegschütten, dort befinden sich nun die gelösten Wirkstoffe. Oder einfach 24 Stunden in Wasser legen, dann befinden sich im Wasser die Wirkstoffe. Der Pilz an sich ist dann ungiftig. Soviel kg, dass du daran stirbst, wenn du das mit oben genannter Methode machst, würdest du sicher nicht essen ![]() Alles Liebe!
Wir sind für alles verantwortlich, was geschieht und sollten deshalb aus Liebe handeln und unsere innere Stimme sprechen lassen. Der Schlüssel zum wahren Leben hat jeder in der Hand und die Türe steht bereits weit offen. :heart: |
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