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Autark leben in Deutschland - unmöglich


11.05.2011, 10:28
Beitrag #1

Autark leben in Deutschland - unmöglich

 
Das autarke Leben in Deutschland ist unmöglich. Mit Grundbesitz, werden von Staatswegen jede Menge Auflagen gemacht. Hohe Gelder gefordert, man wird gegängelt und drangsaliert. Ohne Grundbesitz macht man sich in Deutschland strafbar, wenn man einfach so im Wald leben wollte. Richtig im Eimer ist man als Mann, wenn man Kinder mit einer Exfrau hat. Der Staat verfolgt die Männer und ruiniert ihre Existenz. Schön nachzulesen in Rolf seinem Beitrag. Ich kann nur hoffen, dass das System zusammenbricht und ein neues, menschlicheres System entsteht in dem ein natürliches Leben möglich ist.
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14.05.2011, 06:40
Beitrag #2
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
Diese Hoffnung tragen Viele in sich, mein lieber iboris. Ich bin ja der Typ, welcher sich über derartige Dinge einfach hinweg setzt. Die Gängelei reicht bis hin in die Privatsphäre und ist selbst mit gesundheitlicher Schädigung verbunden.
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14.05.2011, 17:45
Beitrag #3
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
(11.05.2011 10:28)iboris schrieb:  Das autarke Leben in Deutschland ist unmöglich. Mit Grundbesitz, werden von Staatswegen jede Menge Auflagen gemacht. Hohe Gelder gefordert, man wird gegängelt und drangsaliert. Ohne Grundbesitz macht man sich in Deutschland strafbar, wenn man einfach so im Wald leben wollte. Richtig im Eimer ist man als Mann, wenn man Kinder mit einer Exfrau hat. Der Staat verfolgt die Männer und ruiniert ihre Existenz. Schön nachzulesen in Rolf seinem Beitrag. Ich kann nur hoffen, dass das System zusammenbricht und ein neues, menschlicheres System entsteht in dem ein natürliches Leben möglich ist.
Hallo,
ich glaube das trifft für alle anderen EU Länder auch zu, selbst am Yukon bist Du kein freier Mensch und mußt sogar nach drei Monaten das Land wieder verlassen.
Darfst nicht mal einen Baum fällen oder einen Fisch fangen und mit sog. Waldräubern gehn sie nicht gerade zimperlich um.
Richtig im Eimer...., trifft das für Dich zu?
Man sollte halt vorher bedenken auf was man sich einläßt.
Die Kinder können ja letztendlich nix dafür.
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14.05.2011, 21:51
Beitrag #4
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
Hallo Björna,

solch einen Satz habe ich schon öfters gehört. Meist kommen sie aus Unwissenheit heraus. Ist Dir bewußt, daß in Deutschland zehntausende Väter nicht zahlungsfähig sind und Gerichte einfach ein fiktives Einkommen annehmen, auf das sie dann Unterhalt zahlen müssen? Dabei werden Existenzen zerstört und glaube mir, diese Männer empfinden bestimmt nichts gutes für diesen Staat. Ein Kind kann also, durch vollkommen absurde Gesetzgebung und vor allem Gesetzauslegung, eine komplette Familie zerstören, während die Mutter in absoluten Wohlstand schwelgt. Für einige Frauen ist das der einzige Lebenszweck. Männern ein Kind unterschieben, nicht selten sind es Kuckuckskinder und dann auf Kosten des Mannes leben. Und bitte schreibe jetzt nicht, dass der Unterhalt zum Wohle des Kindes wäre. Ein Kind bekommt etwas über 200 Euro Hartz IV. Das ist der Satz, mit dem ein Kind laut Berechnung auskommen muss und das ist auch der Satz, mit dem wirklich arme Mütter klar kommen müssen, denn Unterhalt wird wieder von Hartz IV abgezogen. Frauen in wirklichen Notsituationen werden also beschissen und für die Kinder reichen angeblich 200 Euro. Verdient die Mutter aber viel Geld oder lebt mit einem neuen Lebenspartner zusammen, der viel Geld hat, stehen dem Kind, je nach Alter bis zu 781 Euro Unterhalt im Monat vom Vater zu! Hinzu kommen noch anteilig 92 Euro Kindergeld und die selbige Leistung nochmals in Form von Naturalien durch die Mutter bei der das Kind lebt. Ein Kind von 18 Jahren braucht also angeblich 1562 Euro im Monat zum leben. Der Mindestunterhalt beträgt 488 Euro zuzüglich Sonderausgaben. Wenn Du als Vater Nur 900 Euro verdienst und wie in zehntausenden Fällen wahllos verhängt, ein fiktives Gehalt auferlegt bekommst, darfst Du von diesen 900 Euro 488 Euro bezahlen! Bei einer besseren Ausbildung oder einem ehemals gut bezahlten Job ist es nicht selten vorgekommen, dass Väter mit 900 Euro Einkommen fast 800 Euro Unterhalt zahlen sollten! Das ist Deutschland. Jeder Mann, der das durchblickt hat, wird sich hüten in dieses Kacksystem Kinder in die Welt zu setzen. Am Ende werden viele von gierigen, verlogenen Weibern abgezockt und der Staat sorgt dafür, dass die Existenzen der Männer auf immer zerstört werden. Dieser Staat ist extrems männerfeindlich und diskriminierend!
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14.05.2011, 21:59
Beitrag #5
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
Ich würde von meinem fiktiven Einkommen einfach fiktiven Unterhalt bezahlen. :smilie_happy_251:
Einfach ein Schreiben jeden Monat aufsetzen. In der Art:
Hiermit zahle ich von meinem fiktiven Gehalt XXXX Euro, XXX Euro an fiktiven Unterhalt an die Mutter. Eine Kopie des Schreibens hefte ich mir ab. Nebenbei stellst Du Dich auf ein Leben in der Sozialhilfe ein, denn zumindest diesen Satz können sie Dir nicht nehmen. Übrigens ist das sehr oft geschehen. Viele Existenzen wurden so zerstört. Zum Glück wurden bereits mehrere dieser schwachsinnigen Urteile durch das OLG gekippt!
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20.11.2011, 10:14
Beitrag #6
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich
 
Ich frage mich auch immer wieder, wie ein autarkes Leben in Deutschland möglich sein soll. Für jedes gehaltene Tier muss man in Deutschland Geld bezahlen. Jedes einzelne Huhn muss angemeldet werden, jede Ziege, jedes Schaf, jedes Schwein, jede Kuh, jeder Hund. Für jedes dieser Tiere wird eine jährliche Gebühr oder Steuer fällig. Ich hatte am Ende die Nase so voll von der Gängelei, dass ich es aufgegeben hatte, Tiere zu halten. Neben dieser finanziellen Belastung und dem kaum zu ertragenden Papierkram durch den Staat, hat man es mit Nachbarn zu tun, die auf dem Dorf ohne einen krähenden Hahn leben wollen, keine Ziegen riechen wollen, keinen Hund bellen hören wollen geschweige denn jemals etwas Mist zu Gesicht bekommen wolen. Als Aussteiger der keinen englischen Rasen pflegt, ist man in Deutschland sowieso ein asozialer Sonderling. Man hat es also nicht nur mit finanziellen Forderungen und Auflagen durch den Staat zu tun sondern auch mit einer vollkommen verspiessten Gesellschaft. Wo gibt es noch Dörfer, in den man wirklich bäuerlich tätig sein kann. Die Menschen haben einfach einen an der Klatsche.
Daneben gibt es dann noch weitere Auflagen die mit Verboten oder enormen Kosten verbunden sind. Erwerb von Wasserrechten, Zwangsweise Bezahlung von Müllgebühren nach Anzahl der Bewohner auch wenn kein Müll erzeugt wird, zwangsweise Anschluss an eine Kanalisation auch wenn es nichts zum anschliessen gibt, zwangsweise Anschluss an die Wasserversorgung, Verbot von Kachelöfen wegen neuer Emissionsverordnung, Verbot von Verkauf selbst erzeugter landwirtschaftlicher Güter, horente Zahlungen von Strassenerneuerungskosten, Steuer auf Grund- und Landbesitz. WIe bitte schön soll da ein autarkes Leben möglich sein? Gibt es da draußen jemanden, der es schafft, autark zu leben? Dann bitte meldet Euch hier und helft mir bei meiner Umsetzung, denn ich bin drauf und dran das Handtuch zu schmeissen.
Vielleicht können wir ein Netz gründen um einander zu helfen und nicht als Einzelkämpfer nacheinander durch Staat und Gesellschaft beseitigt zu werden.
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28.11.2011, 07:39
Beitrag #7
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
Hallo Polarstern
so schlimm ist es auch wieder nicht,du mußt nur mit dem System leben und die Vorteil nutzen und nicht nur gegen den Strom schwimmen.z.B.Hühner;bei uns bis 20 Stück keine Anmeldung nötig,suche dir eine Rasse aus der ROTEN LISTE,die eine ruhige Art haben und den Hahn schaffst du dir erst im Winter an,weil da die Fenster meistens geschloßen sind und läßt du die Hühnererst ab 8 Uhr raus,Sonntags ab 10 Uhr.Hasen kannst du dir auch problemlos halten,TIP:Rote Liste schauen,manche Bundesländer zahlen Förderrungen.Mist von Hühner und Hasen gleich auf den Kompost,richtig gemacht=kein Geruch.Rinder:Wenn du den Platz hast nimm Galloway,die sind das ganze Jahr draussen,sind Wetterfest und brauchen nicht mal beim gebären den Doc.Obst/Gemüse kannst du anbauen wie du Fläche hast.Baue dir einen Steinbackofen auf ein Fahrgestell,dann brauchst du keine Baugenehmigung,da mobil.Probleme mit den Nachbarn,bezieh sie mit ein.z.B.laß den Kindergarten/grundschule zu dir auf den Hof,junge Tiere ziehen immer,backe mit ihnen Brot ect.Biete Kurse an,z.B.Käse machen,Brot backen usw.Werde Mitglied bei der Feuerwehr und im Obst/Gartenbauverein,da sitzen oft wichtige Leute,versuche einfach akzeptiert zu sein,mußt ja keinen heiraten,das erspart dir einiges an Problemen.Hör auf zu träumen ohne Geld/Steuern leben zu wollen das funktioniert nirgends,Straßen die du nutzt baut auch keiner umsonst und einen Tankwart zu finden der Diesel für den Traktor gegen Kuhmilch tauscht,dürfte auch eher selten sein.Autark heißt nicht Blockhütte im Wald und hinter die Büsche sch...Wenn du es schaffst deine Nahrungsmittel komplett selbst zu erzeugen hast du schon einen riesen Schritt geleistet.
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03.12.2011, 13:26
Beitrag #8
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
"Vielleicht können wir ein Netz gründen um einander zu helfen und nicht als Einzelkämpfer nacheinander durch Staat und Gesellschaft beseitigt zu werden"
Die letzten Wochen war ich kurz auf http://www.selbstvers.org aktiv. Ein seriöses Selbstversorger-Forum, wo aber wohl mehr semiprofessionelle Bio-Gärtner, -Imker usw. zugange sind als private S.V.ler. Habe genau in dieselbe Richtung gezielt wie Polarstern hier. Aber von dort hat mich eine Flut von Kritik regelrecht vertrieben. Ich hab zurückgekeift und dann Tschüß gesagt. Heiße auf diesem Forum auch Mahalaxmi. Wer will, kann das Ganze dort noch lesen.
Falls die S.V.ler untereinander alle so überkritisch sein sollten, wie man dort gegen mich war, verstünde ich, warum es noch keine ausreichenden S.V.-Netzwerke gibt!
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04.12.2011, 12:36
Beitrag #9
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
Querdenker, ich wünsche mir ein sehr einfaches Leben, das mich persönlich glücklich macht und ausfüllt. Für mich bedeutet autarkes Leben, meine Arbeitskraft komplett in den Dienst meiner Familie und meines Hofes zu stellen. Da bleibt keine Zeit, auf irgendeine Arbeit zu rennen und dort für Geld zu arbeiten, von dem ich mich lösen möchte. Ich bin auch kein Mensch, der um des ruhigen Lebens willen sich verbiegt und Veranstaltungen auf dem eigenen Hof abhält oder in die freiwillige Feuerwehr eintritt. Ich bin genaugenommen ein Waldschrat, der glücklich mit der umfangreichen Arbeit ist, die anfällt um ein schönes Leben zu führen. Den Nachbarn kann ich es sowieso nicht recht machen. Schongar nicht wenn ich mich verbiege.

Du schreibst von Rassen, die auf der roten Liste stehen. Hast Du wirklich eine Vorstellung, wieviel Auflagen und Papierkram damit verbunden sind? Bei den Ziegen gibt es lediglich bei den TWZ eine Förderung. Um die zu erhalten, musst Du jedoch mindestens 25 Ziegen halten und ein Herdbuch führen mit allen Konsequenzen. Das fängt beim impfen an, geht weiter über die Erfassung der Milchleistung und vieles mehr. Am Ende gibt es dann 25 Euro pro Jahr und Ziege. Damit sind nicht einmal ansatzweise die Kosten gedeckt, die durch die Führung im Herdbuch anfallen. Davon abgesehen will ich keine 25 Ziegen halten. Wozu benötige ich als einzelne Familie in der Selbstversorgung 25 Ziegen? 3 bis 5 Ziegen reichen da vollkommen aus. Ähnlich sieht es bei den Hühnern aus. Da ist deshalb für mich nur wichtig, dass die Hühner aus Naturbrut stammen, was in der Regel alte Landrassen sind. Die dürfen sich aber bei mir mischen wie sie lustig sind.

Mahalaxmi, ich verstehe nicht, warum Selbstversorger kritisch sind. Ich bin es allenfalls mir selbst gegenüber. Ich freue mich sehr über jeden Kontakt. Gerne begrüsse ich Besuch auf meinem Hof und freue mich über jede gemeinsame Zusammenarbeit und Hilfe. Ich gebe gern mein gesammeltes Wissen weiter und freue mich sehr über Wissen und Erfahrungen anderer, die an einer Selbstversorgung arbeiten.
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06.12.2011, 13:35
Beitrag #10
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
:PIch weiß ja was du meinst,aber um so zu leben wie du möchtest brauchst du wohl eine große einsame Insel.Ich habe mir vor 20 Jahren meinen Kindertraum erfüllt und mir einen alten Hof gekauft,für die Nachbarn war ich erst mal so" ein langhaariger Bombenleger".Inzwischen haben wir eine vernüftige Nachbarschaft(Paket entgegen nehmen,kannst ma schnellkurz helf,und solche Sachen.)da bricht sicher keiner was ab und etwas Toleranz gehört auf beiden Seiten dazu.Klar schmunzeln sie darüber das meine 3 Gänse nur so da sind,das meine beiden Rammler den ganzen Tag über den Hof laufen(als einer mal ausbüchste hat in mir sogar einer vom Ende des Dorfes zurückgebracht,des is doch dei hoos)meine Hühner sitzen Nachst bei mir im Holunder statt im Stall,alles Sachen die die alten Bauern so nicht machen würden,aber sie respektiert das ich fleisig bin,den alten Hof Stück für Stück wieder herrichte und das man mit mir geredt kann.Wenns dann mal Schwierigkeiten gibt spricht man darüber und gut ist,das es immer ein paar Armleuchter gibt ist eh klar,die sind im Dorf aber auch als solche bekannt und sie sind nun halt mal da.Es liegt also oft an einem selber ob man sich das Leben schwer macht oder nicht,und verbiegen muß sich eh jeder, mal mehr mal weniger.Denk dran alles Starre zerbricht weil es nicht nachgibt,das weiche Wasser formt den Stein,auch wenn es umgekehrt aussieht.Um Charlie Sheen zu zietieren:Wenn mir das Leben eine Zitrone gibt mach ich Limonade daraus,du aber beist rein.
Also trink mehr Limo:
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07.12.2011, 18:29
Beitrag #11
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich
 
Also ich habe die einsame Insel gesucht und keine Nachbarn und trotzdem ist ein autarkes Leben in Deutschland nicht möglich.
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07.12.2011, 19:55
Beitrag #12
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
Um Totalautarkie geht es nicht.
Es geht "nur" um möglichst wenig kaufen müssen, möglichst wenig Geld umsetzen müssen und Unabhängigkeit von der Strom-, Benzin- und Fleischindustrie.
Denn wir füttern Kriegsmaschinerien, Kernkraftwerke und Schlachthöfe durch jeden Cent, den wir für die Produkte dieser Industrien ausgeben.
S.V.ler wollen aufhören, diese Drachen zu ernähren. Sie wollen deren übles Karma nicht mittragen.

Und es geht um die Erhaltung unserer ursprünglichen biologischen und psychologischen Natur. Um Widerstand gegen das lebens- und seelenfeindliche Verbogenwerden durch das "Coca-Cola-Gesellschaftssystem" und die "TV-Kultur".

Darüber hinaus schafft ernsthaftes Bemühen um S.V. eine zumindest geringfügig bessere Überlebenschance im Kriegs- und Krisenfall.
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07.12.2011, 20:15
Beitrag #13
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
(07.12.2011 19:55)mahalaxmi schrieb:  Um Totalautarkie geht es nicht.
Es geht "nur" um möglichst wenig kaufen müssen, möglichst wenig Geld umsetzen müssen und Unabhängigkeit von der Strom-, Benzin- und Fleischindustrie.
Denn wir füttern Kriegsmaschinerien, Kernkraftwerke und Schlachthöfe durch jeden Cent, den wir für die Produkte dieser Industrien ausgeben.
S.V.ler wollen aufhören, diese Drachen zu ernähren. Sie wollen deren übles Karma nicht mittragen.

Und es geht um die Erhaltung unserer ursprünglichen biologischen und psychologischen Natur. Um Widerstand gegen das lebens- und seelenfeindliche Verbogenwerden durch das "Coca-Cola-Gesellschaftssystem" und die "TV-Kultur".

Darüber hinaus schafft ernsthaftes Bemühen um S.V. eine zumindest geringfügig bessere Überlebenschance im Kriegs- und Krisenfall.

Ich bin Selbstversorger. Zumindest produziere ich mittlerweile einen Teil der Güter, die unsere Familie braucht, selber. Mein Ziel wäre ein autarkes Leben ohne Geld.
Mir geht es nicht darum möglichst wenig kaufen zu müssen um Industrien nicht zu nähren. Was wäre das für ein Ansatz? Mein Beweggrund ist weitaus egoistischer. Es war und ist mein Lebensglück. Für mich gibt es keine schönere Berufung als die Selbstversorgung. Alles was meine Familie braucht selbst zu produzieren. Jeden Tag die Früchte meiner eigenen Arbeit zu ernten. Die Fürsorge meiner Tiere, die mir zeigen, dass sie sich wohl fühlen und mich mögen. Den Unterschied zu sehen und zu schmecken zwischen den Produkten die man kaufen kann und meinen selber produzierten und nicht zuletzt die Nähe zu meinen Wurzeln, zur Natur.
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10.12.2011, 12:44
Beitrag #14
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
Iboris, es ist schön, daß die Suche nach deinem eigenen Wohl dich zu einem Weg geführt hat, dem Gemeinwohl besser zu dienen als auf dem weg des Mainstreams. Wenn ich du wäre, würde ich mich nun noch viel mehr über mein S.V. freuen - jetzt, wo jemand gesagt hat: "Du nützt dem Gemeinwohl!" Denn es sich selbst Recht zu machen mag schön sein. Wirklich glücklich aber kann zumindest ich nur dann sein, wenn ich es zugleich mit mir selbst, die ich bloß eine von 7 Milliarden bin, auch dem Gesamtleben Recht machen kann.
"Was wäredas für ein Ansatz?" fragst du bzgl meiner Denkweise.
Mahatma Gandhi würde nicht so fragen. Er würde mich sofort verstanden haben. Denn er hat genau denselben Ansatz angewendet, als er Indien aus dem Kolonialstatus befreien wollte! Das Volk sollte selbst salz aus dem Meer gewinnen, damit es keine Salzsteuer an die britische Krone zahlen mußte; und es sollte selbst spinnen und weben, damit es die überteuerten Stoffe aus dem britisch kontrollierten Großhandel nicht mehr zu kaufen brauchte.
Seither trägt Indien das Spinnrad in seiner Fahne... Symbol des Rades der Wiedergeburt, aber auch Symbol für S.V.!
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10.12.2011, 20:23
Beitrag #15
Re: Autark leben in Deutschland - unmöglich  
Mahalaxmi, mich erinnert Dein Ansatz an Vegetarier, die nur Vegetarier geworden sind, um Tiere nicht mehr zu quälen und einen Beitrag für den Naturschutz zu leisten. Keiner in meinem Umfeld, mit diesen Vorsätzen, hat es dauerhaft geschafft, denn das Verlangen nach Wurst und Fleisch war geblieben.
Als würde es die Industrie kümmern, wenn ein paar Leute in die Selbstversorgung gehen. 80 Millionen Menschen können das in so einem kleinen Gebiet wie Deutschland sowieso nicht. Ausserdem ist es eine Randerscheinung und kein Massentrend. Dafür sind die Hürden viel zu hoch gelegt um den Weg in die Selbstversorgung zu schaffen. Wer diesen Weg endgültig geht, braucht schon andere Gründe. Gandhi hatte Massen hinter sich, die ihn in seinem Handeln bestärkten. Daraus zog er seine Befriedigung. Als Selbsversorger wirst Du allenfalls schräg belächelt und wenn Du dann noch die von Dir genannten Gründe als Beweggrund anführen würdest, würde Dich Dein Umfeld für vollkommen verrückt erklären.
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